INTERNATIONAL PRO WRESTLING

PROUDLY PRESENTS




21.12.2025
Country Music Hall of Fame

Nashville, Tennessee, USA

 

Die Drohnenaufnahme startet hoch über dem South Broadway, wo die Neonreklamen der Honky Tonk Bars in der Ferne flackern. Die Kamera sinkt herab und fängt die markante Architektur der Country Music Hall of Fame ein. Die Fensterfront, die wie die Tasten eines Klaviers angeordnet ist, schimmert heute Nacht nicht in Gold, sondern wird von Scheinwerfern in ein sattes IPW-Grün getaucht. Ein Kontrast zu den sonstigen Tagen, die klar im Zeichen der Musik immer stehen, aber heute ist es anders. Die Wrestlingwelt ist heute Gast in der Welthauptstadt der Musik.

Der Blick schwenkt nach unten auf den grünen Teppich, der auch heute sehr elegant wirkt. Da können sogar die Grammys neidisch werden. Der lange, grüne Teppich schlängelt sich direkt vor dem massiven Eingangsbereich entlang, gesäumt von goldenen Absperrgittern hinter denen bereits die PW Fans stehen, die ihre Stars hier in ihren Garderoben vom Nahen sehen wollen und vielleicht kann man sogar das ein oder andere Foto oder Autogramm abstauben? Die Sprechchöre ertönen wie im Dauerfeuer, als sie die Kameras bemerken. Ein lautes “Dakutaiga” von links, ein lautes “Fuego y Tormenta” von rechts und natürlich werden auch die nationalen Wrestler wie die Love Wave mit Sprechchören bedacht.

Die Kamera fährt in First Person Sicht den Weg entlang, den auch die Stars gleich gehen werden. Vom Anfang bis zum Ende und je näher man sich dem Ende, den Eingangstüren der Country Music Hall of Fame nähert, umso besser erkennt man die Sponsorenwände, vor denen die Stars noch einmal ein schönes Foto für das Fotoalbum der IPW knipsen werden. Daher stellt sich hier auch die Frage des Abends, welche, auf den grünen Teppich bezogen, förmlich in der kühlen Nachtluft von Tennessee: Wer dominiert heute das Blitzlichtgewitter? Wer trägt den schönsten Designer Anzug und wer wagt den Stilbruch zwischen High Fashion und klassischem Country-Style? Die IPW Superstars sind allein durch die letzten Award Shows bekannt dafür, dass es einige kuriose Outfits gibt.

Plötzlich schwenkt die Kamera um 180° zurück, nachdem sie das Ende erreicht hat und fliegt zurück zum Anfang des Teppiches, wo drei Silhouetten sichtbar werden, die langsam auf die Kamera zukommen. Sie werden sichtbar und jeder IPW Fan wird wissen um wen es sich handelt. Ein großer, dunkelhäutiger Mann mit Glatze und grauen Bart, der einen schwarzen Anzug, eine schwarze Krawatte und ein smaragdgrünes Hemd trägt, neben einer schmächtig, asiatsich wirkenden Frau, die einen schwarzen Rollkragenpullover unter einer marinegrünen Lederjacke, zu einem grauen Rock, dunkler Strumpfhose und schwarzen Stiefeln trägt und dann noch eine weitere Frau, baltischer Abstammung, in einem schönen schwarzen Countrykleid, zu schwarzen Cowboystiefeln und einem schwarzen Cowboyhut. Ganz klar, hier stehen Jason Vance, Nancy Kimura und Stellian Davidovich. Und alle haben ein Mikrofon in der Hand.

Nancy Kimura: “Herzlich Willkommen zur 2025er Award Show vom International Pro Wrestling, live aus Nashville, Tennessee, USA!”

YEEEEEEEEAAAAAAAAAAAHHH

Stellina Davidovich: “Wir befinden uns hier vor der historischen und weltbekannten Country Music Hall of Fame. Ein Gebäude, welches jeden vor Ehrfurcht erstarren lässt und wo die Größen der Country Music ausgezeichnet werden und verewigt sind. Und heute werden hier die Jahres Awards für die IPW verliehen. Yeeeehaaaaaw!”

Jason Vance: “Noch nie war ich so aufgeregt eine Preisverleihung zu sehen wie heute. Dieses Gebäude, dieser Saal, die Bühne. Wow. Das wird großartig. Großartig wird aber auch wieder unser grüner Teppich hier sein, über den gleich alle Superstars der IPW laufen werden, sofern sie nicht durch Dinge verhindert sind, die es ihnen unmöglich machen, hier aufzutauchen.”

Drei Drei laufen den grünen Teppich entlang, gefolgt von der Kamera.

Nancy Kimura: “Ich bin gespannt, welche Kleider die Frauen heute tragen…”

Stellina Davodivich: “Und welche Anzüge die Männer sich rausgesucht haben.”

Jason Vance: “Wer wird heute den imaginären Award für die bestgekleidetste Person entgegen nehmen?”

Das Reporterduo und die Ring Anouncerin sind am Ende angekommen und stellen sich als erste vor die Sponsorenwand, vor der sie jetzt posieren. Es knipst und das erste Foto ist im Kasten.

Stellian Davidovich: “Ich verabschiede mich jetzt in die Country Music Hall of Fame, wo ich den Superstars noch ein paar Worte entlocken werde. Sie sollen nicht denken, dass sie es nach dem grünen Teppich hinter sich haben.”

Die Frau vom Balkan grinst.

Nancy Kimura: “Ich werde mich bereits auf meinen Platz begeben, denn das interviewen ist eure Stärke, aber vielleicht geselle ich mich nächstes Jahr zu Jason auf den Teppich.”

Jason Vance: “In mein Metier? Na gut, man muss auch teilen können. Liebe Fans, mit mir werdet ihr hier in gewohnter Manier weiter Vorlieb nehmen. Und während meine beiden Kolleginnen schon losgehen, sehe ich bereits, dass dort vorne die erste Limousine ankommt.”


Eine jadegrüne Stretchlimousine fährt vor, die sowohl auf der Motorhaube, als auch an den Seitentüren jeweils das IPW Logo. Ein Chaffeur in schwarzer Chaffeurskleidung steigt vorne aus, geht nach hinten zur Seitentür und öffnet mit seinen weißen Handschuhen die Tür. Als erstes steigt the Man himself aus, der “Zeh-Eh-Oh” der IPW.

Kurt Schmidt: “Ah… Nashville, das Minga der USA.”

So hört man es beim Aufstehen des wohl kernigsten Mannbildes, das die FC Bayern Ringerabteilung jemals hervorgebracht hat. Das Outfit, eine moderne Mischung aus Oktoberfesttracht und Anzug - dank moderner Schnitte - lässt ihn trotz gehobenen Alters immer noch fesch daher kommen. Oder um es mal so zu sagen, da gibt es “Daddy-Vibes”. Freundlich lächelnd winkt die oberste Show Autoriät der IPW den Fans und Reportern kurz zu ehe er sich schnell umdreht.

C-E-O! C-E-O! C-E-O!“
„KURTL! KURTL! KURTL!“

Kurt Schmidt: “Doarf iih dir behilflich sein?”

Gentlebayer wie er ist, hält er seine Hand in die Limo rein und eine weibliche Hand greift danach. Der CEO der IPW hilft seinem Chief Technical Officer aus der Strechtlimo und die frühere, mehrfache SJPW Heart & Soul Championesse, Amy Winters zeigt sich der Öffentlichkeit. Jubel brandet auf, als die frühere Wrestlerin gesehen wird, die ein schönes, langes, dunkelblaues Kleid mit sehr tiefen Ausschnitt bis zum Bauchnabel trägt, dazu silberne High Heels und eine Kette mit mehreren gold-roten Anhängern. Ihre ikonischen violetten Haare hat sie sich hochgesteckt.

AMY! AMY! AMY!”

Mrs. Winters winkt den Fans und stellt sich dann an die Seite, denn zwei Leute folgen noch. Als nächstes steigt der männlichste Kommentator der IPW Geschichte aus. Der Mann aus Alphen aan den Rijn aus den Niederlanden entsteigt der Limousine. Er trägt eine orangene Hose (wen wundert es?), ein hellblaues Hemd, darüber eine weiße Jacke und einen auffälligen dunkelblau-mattgelben Seidenschal um den Hals.

GODVERDOMME! *clap. clap. clap*”
“GODVERDOMME! *clap. clap. clap*”
“GODVERDOMME! *clap. clap. clap*”

Kreston Breckel winkt mit der einen Hand in die Fans und mit der anderen lässt er seine Faust kreisen. Mehr Zeit fürs Jubelbaden gibt es aber nicht, denn eine Person fehlt noch, die jetzt als letzte aus der Limousine entsteigt.

Kathy!”

Kathy!”

Kathy!”

Kathy!”

Unschwer zu erahnen, wer dies nun ist. Kathy Strong steigt aus dem Auto und packt nebenbei ihr kleines Smartphone schnell in die Innentasche ihrer weißen Jacke. Diese ist aber nicht das Herzstück ihres Dresses. Auch nicht die kniehohen schwarzen Stiefel. Das kleine Blaue - böse Zungen würden wohl sagen, dass dieses Blau erschreckend an die Logofarbe der Partnerpromotion TJW in Japan erinnert - bildet Herzstück. Und meine Damen und Herren, man kann mit Fug und Recht behaupten, dass sie das tragen kann.

Jason Vance nähert sich den Vieren und hält als erstes Amy Winters das Mikro unter die Nase.

Jason Vance: “Seid mir alle gegrüßt und wow, gut schaut ihr aus. Amy, ich fange mal bei dir an. Wieder einmal ist ein Jahr vorbei und ehe man sich versah, ist auch schon wieder Zeit für die Award Show. In diesem Jahr veranstalten wir in der Country Music Hall of Fame. Hierzu zwei Fragen. Zum einen: Wie geht’s dir? Und zweitens: Wie kam es zu der Entscheidung zur Hall of Fame?”

Winters winkt noch einmal zu den Fans, ehe sie die Frage mit einem Lächeln im Gesicht beantwortet.

Amy Winters: “Hi Jason. Mir geht es fabelhaft. Danke der Nachfrage. Und wie könnte es einem auch nicht gut gehen, wenn man hier vor diesem historischen Gebäude steht? Wir wollten in der IPW schon länger etwas in der Country Music Hall of Fame veranstalten, aber Wrestling Events sind eher schwierig hier auszurichten. In diesem Jahr bekamen wir aber den Zuschlag für unsere Preisverleihung und der Tag, an dem ich die Zusage in meinem Postfach hatte, war wie Weihnachten und Ostern an einem Tag.”

Genau diese Freude kann man der Australierin auch am Gesicht ablesen.

Jason Vance: “Das kann ich mir vorstellen. Und es gibt auf der Welt ja noch einige Gebäude, wo man eine Award Show veranstalten kann. Kannst du uns irgendwelche Informationen leaken?”

Amy Winters: “Ich könnte.”

Sie schmunzelt.

Jason Vance: ”Aber du machst es nicht?”

Amy Winters: “Richtig.”

Die Australierin lacht und tritt einen Schritt zurück, um Kurtl das Feld zu überlassen.

Jason Vance: “Kurtl, kannst du den Zuschauern an den Bildschirmen und vor den Streams den schon ein bisschen was über die kommenden Cards erzählen? Das ist ja schließlich dein Resort.“

Ein kurzes Lächeln zeichnet sich unter dem Bart ab.

Kurt Schmidt: “Jo Mei, es zeichnen sich joa schoa a poar Kämpfe füa die kommende Kampfkarte ab. Und auch Tabulah Raahsa nimmt joa scho a bisschen Foam an. Oaba wenn iih mir die Bemerkung erlauben derf, iih würde des gerne nicht hier draußen besprecha. Heit geahts um des vergangene Joahr und nicht um das kommende.”

Sprach der Urbayer, nickt Jason Vance vielsagend zu und marschiert dann zielstrebig Richtung Theke. A Weißbier muss schließlich sein. Denn keine Feier ohne Bayer.

Jason Vance: “Verstehe ich ebenfalls vollkommen. Kathy ich muss jetzt bei der mal den Investigativjournalisten spielen. Ist die Farbe deines Kleides heute absichtlich in diesem blau? Kreston lässt sich ja auch immer mal wieder zu dem einen oder anderen Kommentar hinreißen und ich spreche es jetzt mal direkt an. Stimmt es, dass du in Japan unter einer Maske ab und an wieder in den Ring steigst?”

Kathy Strong: “Ach Jason… Was willst du denn jetzt von mir hören?”

Jason Vance: “Vielleicht ein ganz einfach Statement?”

Kathy Strong: “Lass es mich mal so sagen, es hilft einfach, wenn man das, was man Kommentatorenpult erklären soll, auch selbst erlebt hat. Und du kannst sehr viele andere Wrestler fragen. Aktive wie Inaktive, nichts ist mit dem Gefühl vergleichbar, was man spürt, wenn man im Ring steht. Und dieses Gefühl habe ich sehr lange vermisst.”

Jason Vance: “Ein klares Ja oder Nein ist das aber trotzdem nicht.”

In diesem Moment lächelt auch die Halbdeutsche nur vielsagend.

Kathy Strong: “Das stimmt.”

Und damit geht sie ebenfalls nach Innen und lässt, wie andere auch, Jason Vance mit nur einer halb beantworteten Frage zurück.

Jason Vance: “Tja… Werte Zuschauer. Ich habe mein Bestes gegeben. Aber irgendwie sind die Lippen unserer Offiziellen heute ziemlich versiegelt.”

Der Brite dreht sich dann zu Kreston, der gerade noch fleißig dabei war Autogrammwünsche der Fans zu erfüllen.

Jason Vance: “Kreston. Schön auch dich zu sehen. Für dich gibt es heute ja auch eine Premiere, denn zum ersten Mal wird der Godverdomme Moment des Jahres nicht von dir überreicht.”

Kreston Breckel: “Das ist wahr, aber ich vertraue meiner kongenialen Partnerin Kathy genug. Sie wird die Laudatio rocken und ich bin mir sicher, dass sie genauso gut Goooooooooooooodveeeeerdooooooooooommeeeeeeee~...”

YEEAAAAAAAAAAAAAH

Kreston Breckel: “... sagen kann wie ich.”

Jason Vance: “Was glaubst du, wer wird im nächsten Jahr den Award überreichen?”

Kreston Breckel: “Ich kann leider nicht hellsehen, sonst würde ich Kathy noch mehr belehren wollen. Aber ich hätte nichts dagegen, das wieder mit ihr zusammen zu machen.”

Jason Vance: “Kurtl, Amy, ihr habt es gehört. Dann halte ich euch mal nicht länger auf, denn da kommen gleich noch viele, viele Wrestler an und die Zeit drängt.”

Die Vier verabschieden sich von Jason, dann gehen sie weiter, bis sie die Sponsorenwand erreichen. Amy, die immer noch bei Kurtl eingehakt ist, posiert neben dem CEO, während unser Kommentatorenduo sich auch zusammen ablichten lässt. Kathy stellt sich seitlich ins Profil, um einen kleinen Kontrast zu Kreston zu bilden.


Ein Polizeiauto mit Sirene kommt vorgefahren. Was ist denn jetzt los? Läuft hier ein Verbrecher herum? Jason Vance ist schnell wieder am Anfang vom grünen Teppich und geht auf den Police Officer zu, der vorne aussteigt.

Jason Vance: “Hallo und Willkommen auf dem grünen Teppich, Herr Officer. Darf man fragen, was sie hier machen?”

Officer: “Bleiben Sie bitte zurück, ja?”

Mit einer Hand hält der Office Vance auf Abstand und der tut, wie ihm befohlen wurde. Der Officer geht an die hintere Tür, öffnet diese und zunächst kommen zwei schwarze Stiefeletten mit Absatz und Nietenaufdruck zum Vorschein, in denen schlanke Beine in weißen Nylonstrümpfen mit schwarzem Netzaufdruck stecken, gefolgt vom unteren Saum eines engen, schwarz-silbernen Kleid im Karomuster. Zwei Hände folgen, die ein großes Keksglas mit Deckel in den Händen halten. Und spätestens als man das weiß geschminke Gesicht mit roten Lippenstift und Nase und die dazugehörigen langen, glatten, regenbogenfarbenen Haare sieht, erkennt man WInnie the Whoops, die aus dem Polizeiauto hinten aussteigt.

Officer: “Mrs. Winnie, passen sie auf sich auf.”

Winnie the Whoops: “Winnie!”

Der weibliche Clown macht einen Knicks vor dem Officer, öffnet das Keksglas und bietet dem Officer einen der vielen runden Kekse mit Schokostückchen an. Der Einladung kommt der Polizist gerne nach und steigt dann wieder in sein Auto ein und fährt weiter.

Jason Vance: “Winnie, willkommen auf dem grünen Teppich, aber sag mal, warum steigst du aus einem Polizeiauto aus? Hattest du Schwierigkeiten?”

Schwierigkeiten? Und was für welche. Weißt du, Winnie sucht ihre beste Freundin Schmitty Taiho und die wurde ganz, ganz sicher entführt und vielleicht wurde sie ja in den USA verschleppt, also ging Winnie ganz artig zur Polizei und hat eine Vermisstenanzeige aufgegeben, aber die Leute wollten Winnie einfach nicht verstehen, daher wurde es für Winnie jetzt ganz, ganz knapp mit der Award Show, aber der nette Officer bot an Winnie hierherzufahren und tadaaaaa, da ist Winnie! Aber wo Winnie gerade dabei ist: Hast du Schmitty gesehen?”

Winnie the Whoops: “Winnie, win, Winnie Winnie, Winnie. Winnie. Winnie. Winnie, Winnie, Winnie. Wiiiiniiiiiie. Winnie! Winnie, Win, Winnie, Winnie?”

Winnie grinst, aber Jason hebt eine Augenbraue.

Jason Vance: “Ich … habe kein Wort verstanden.”

Muss Winnie immer alles doppelt und dreifach erklären? Dann muss Winnie sich halt kurz fassen und nur wenige Worte nutzen. Hast-du-Schmitty-gesehen?

Winnie the Whoops: “Winnie-Win-Winnie-Winnie?”

Jason Vance: “Nun … wie soll ich es dir sagen?”

Hoffentlich hat er keine schlechten Nachrichten für Winnie.

Jason Vance: “Winnie, ich verstehe dich einfach nicht.”

Winnie the Whoops: “WINNIE!”

Das kann doch nicht sein. Winnie hat sich klar und verständlich ausgedrückt. Wie kann Winnie es ihm nur verständlich machen? Muss Winnie wie eine 5-jährige sprechen? Wobei Winnie mit 5 Jahren noch gar nicht sprechen konnte.

Die Holly Golly des Wrestlings wirkt verzweifelt. Vance und sie werden wohl auf keinen grünen Nenner am grünen Teppich kommen, doch dann sieht Winnie die Lösung in den Fans. Ein Fan hat ein Plakat hochgehoben mit dem Konterfei von Schmitty, darunter den Text “Have you seen Schmitty?”. Winnie geht mit ihrem Keksglas zu dem Fan und hält ihm das offene Keksglas hin, während sie mit einer freien Hand auf das Schild zeigt. Im Tausch für das Schild, darf sich der Fan dann einen Keks nehmen. Winnie stellt dann das Keksglas auf dem Boden ab, reißt die Nachricht vom Schild ab und mit etwas Spucke, klebt sie den Text an ihr Glas. Mit dem Glas geht sie zurück zu Vance und hält ihm das “Have you seen Schmitty?” Schild am Keksglas entgegen.

Jason Vance: “Ach, du suchst immer noch nach Schmitty?”

Winnie the Whoops: “WINNIE!”

Jason Vance: “Das tut mir leid, aber ich habe sie nicht gesehen, aber vielleicht kommt sie heute noch oder … hey warte, Kurtl und Amy sind gerade in die Country Music Hall of Fame gegangen, vielleicht wissen die ja was?”

Das klingt für Winnie nach einer fabelhaften Idee. Winnie wird gleich zu den beiden aufschließen. Danke, dunkler Reporter. Keks?

Winnie the Whoops: “Winnie, winnie, win Winnie. Winnie winnie winnie. Winnie, winnie Winnie. Winnie?”

Die bunthaarige hält Vance das offene Keksglas hin und der Brite entnimmt ein Schokokeks aus seinem gläsernen Gefängnis.

Jason Vance: “Danke Winnie…. Mhm, lecker.”

Auf Wiederschauen.

Winnie the Whoops: “Winnie!”

Und da steht Vance wieder alleine am grünen Teppich, denn Winnie zum Eingang der Hall of Fame. Als sie die Sponsorenwand erreicht, wäre sie beinahe durchgelaufen, aber ein IPW Angestellter hält sie noch auf. Winnie dreht sich dann zu den Kameras, wirft etwas Konfetti hoch und hält dann ihr Keksglas mit der Suchnachricht nach vorne.

Und schon verschwindet die Holly Golly des Wrestlings im Gebäude.

 

Jason Vance: “Mir wurde gerade mitgeteilt, wen ich hier als Nächstes begrüßen darf. Es ist unser Host heute Abend, Min-Jun!”

Mit fast perfektem Timing zur Ankündigung fährt dann ein schwarzer Geländewagen an den Green Carpet vor. Die Seitentür der Rückbank öffnet sich und der soeben Angekündigte steigt aus, gekleidet in einen schwarzen Anzug, wobei die Jacke einen pinken, floralen Print aufweist, doch er betritt nicht sofort den Carpet. Stattdessen dreht er sich zum Inneren des Autos und reicht seine Hand hinein, welche auch ergriffen wird. Kurz darauf steigt eine pinkhaarige Frau in einem ebenso pinken Kleid aus dem Wagen, wobei sie - trotz Schuhen mit Absatz - immer noch etwas kleiner als der Südkoreaner ist. Hand in Hand gehen die beiden mit freundlichem Winken und Lächeln an den Fans vorbei (puh, wird es hier gerade kalt? Gerade die weiblichen Fans legen eher ein frostiges Willkommen an den Tag, auch wenn es zuerst nach Jubel klang), dann in Richtung Jason, wobei Min-Jun immer mal wieder einen Blick auf den Boden verliert, damit er nicht auf das Kleid seiner Begleitung tritt. Vor dem überrascht aussehenden Jason kommen die beiden dann zum Stehen.

Jason Vance: “Guten Abend an unseren Host, Min-Jun! Mir wurde verschwiegen, dass du eine Begleitung mitbringst! Doch… entschuldigung, aber du kommst mir bekannt vor.”

Der Reporter schaut die schmunzelnde Pinkhaarige direkt an, welche ihren Oberkörper leicht - soweit das Kleid es zulässt - für eine angedeutete Verbeugung nach vorne neigt.

Min-Jun: “Natürlich. Jason, das ist Mizuki Yamamoto.”

Mizuki Yamamoto: “Konbanwa, Jason-san.”

Jason Vance: “Ach, ja genau! Du stehst bei der Stellar Wrestling Organization unter Vertrag, nicht wahr?”

Mizuki Yamamoto: “Das ist richtig. Es ist eine große Ehre für mich, heute Abend als Gast bei der Award Show der IPW anwesend sein zu dürfen.”

Der Südkoreaner beobachtet seine Begleitung mit einem Lächeln, während sie mit dem Reporter spricht, ehe er dann von Jason wieder angesprochen wird. Der könnte sicherlich noch einige Fragen privater Natur stellen, aber er scheint, lieber davon abzusehen.

Jason Vance: “Ich gehe mal davon aus, dass du kein Lampenfieber hast, oder Min-Jun?”

Min-Jun: “Aniyo, es ist zwar die erste Wrestling Award Show, die ich hosten darf, aber nicht die erste Award Show generell. So etwas kommt im K-Pop sehr häufig vor.”

Jason Vance: “Dann müssen wir uns ja keine Sorgen machen.”

Min-Jun: “Ich werde mir Mühe geben, damit die Show auch tatsächlich der Bezeichnung ‘SHOW’ gerecht wird.”

Lächelnd blickt man dann untereinander umher, ehe der Reporter wieder spricht.

Jason Vance: “Aber sag’ mal, wo ist eigentlich Don Herrera? Und die GWS Heavymetalweight Championship?”

Min-Jun: “Er ist mit einem Taxi hinterher gefahren und passt heute Abend auf den Titelgürtel auf, aber irgendwann war das Auto nicht mehr hinter uns….”

Schwer schnaufend und schweißgetränkt kommt dann ein in die Jahre gekommener Mann mit Zebrashirt auf den Green Carpet gesprintet. Naja, gesprintet ist wohl etwas übertrieben, sagen wir mal eher gepowerwalked. Er kommt vor der Gruppe zum Stehen… und beugt sich erstmal nach vorne, um sich mit den Händen auf den Oberschenkeln abzustützen. Er hebt einen Zeigefinger, möchte wohl anfangen zu reden, aber schnaubt erstmal noch einen Moment vor sich hin.

Don Herrera: “Taxi… Panne… gerannt… erschöpft… Wasser.”

Min-Jun: “Und du hast den Titelgürtel im Taxi liegen lassen, Don.”

Don Herrera: “Wa-.... oh nein! Ich habe ihn fallen lassen!”

Schockiert reißt der Ringrichter die Augen auf, schaut sich um. Ihm dämmert wohl, dass er jetzt wieder zum Taxi zurückrennen darf und er scheint den Tränen nah zu sein. Mizuki hat einen Arm um Min-Juns Arm geschlingt und versteckt sich etwas hinter dem Idol, welches Don mit hochgezogener Braue anschaut.

Min-Jun: “Vielleicht…. solltest du den Titelgürtel lieber holen gehen, Don?”

Genervt schnaubend ruckt der Ringrichter dann wieder herum und eilt von dannen, wobei seine Gangart gefährlich nach Fersensporn aussieht. Min-Jun und Mizuki wenden sich dann wieder Jason zu.

Jason Vance: “Ich glaube, es wird Zeit, euch ablichten zu lassen. Gutes Gelingen, Min-Jun, und dir heute Abend viel Spaß, Mizuki!”

Don Herrera: “GEFUNDEN!”

Mit einem Nicken wird sich untereinander verabschiedet, ehe die Japanerin und der Südkoreaner dann vor die Kameras treten. Da platzt Don noch mit dazu, wohl hat er den Titelgürtel nicht allzu weit entfernt fallen gelassen, aber hey, so kommt er mit aufs Bild! Jippie? Min-Jun beugt sich kurz herunter, um den Rock des Kleides seiner Begleitung für ein gutes Bild ansprechend zu drapieren, dann richtet er sich neben Mizuki wieder auf und das Blitzlichtgewitter geht los.

Nachdem die FotografInnen hatten, was sie wollten, gingen die beiden dann Hand in Hand in Richtung des Eingangs.

 

Es fährt eine kleine, schnittige, silberne Limousine an den Green Carpet heran. Der Fahrer steigt aus und öffnet die dem Carpet zugewandte Hintertür, aus welcher zuerst Gigi Kim in einem atemberaubenden royalblauen Abendkleid mit Meerjungfrauenschnitt aussteigt. Während sie mit der einen Hand den Rock ihres Kleides leicht schürzt, hält sie die andere Hand ins Auto, sodass sie Dahlia Lyonne, ihrerseits in einem engen “Nude Illusion”-Kleid, bei dem die gefährlichsten Stellen natürlich durch Glitzersteinchen en masse verdeckt werden, aus dem Auto helfen kann. Freude macht sich allen voran bei den männlichen Fans, welche sich die ersten Reihen gesichert haben, breit. Gegröhle, Gepfeife und Jubel und ja, das wird mit einem freundlichen Winken der beiden Franko-Kanadierinnen quittiert. Die Femme Fatales gehen dann direkt zu Jason, der aus seinem Staunen nur schwer herausfindet. Kurz schauen sich Gigi und Dahlia an.

Gigi Kim: “Sollen wir deinen Job übernehmen, Jason?”

Nachdem er angesprochen wird, findet der glücklicherweise seine Stimme wieder.

Jason Vance: “Was? Nein, nein! Aber puh… ihr habt’s eben drauf, was?”

Dahlia Lyonne: “Wir haben einmal im Jahr die Chance, uns für die Arbeit in Abendgarderobe zu schmeißen, das müssen wir doch ausnutzen!”

Die Brünette streicht ein paar ihrer Locken aus dem Gesicht, während sie sich umschaut.

Jason Vance: “Suchst du jemanden, Dahlia?”

Dahlia Lyonne: “Falls er aus irgendeinem Grund hier sein sollte, möchte ich Caleb gerne als Erste begrüßen…. mit einem angespitzten Absatz. Ein Pappaufsteller wird diesmal nicht ausreichen.”

Ihre blonde Partnerin lehnt sich zum Interviewer.

Gigi Kim: “Nächstes Jahr denke ich an einen Captain America Look… aber nur, weil ich dann einen guten Grund habe, einen Schild mitzunehmen.”

Jason Vance: “Keine schlechte Idee… aber mal zurück zur heutigen Show: Was glaubt ihr, auf welche Awards ihr eine Chance haben werdet?”

Gigi Kim: “Ich glaube, gar keine.”

Dahlia Lyonne: “Frag’ uns nächstes Jahr nochmal, denn 2026 wird das Jahr der Femme Fatales!”

Jason Vance: “Ach ja? Na, da bin ich aber gespannt. Genießt auf jeden Fall die Show, doch erstmal… Scharren die FotografInnen schon mit den Hufen - verständlicherweise.”

Die Femme Fatales stellen sich dann zentral vor die Sponsorenwand, dem Haufen Kameras entgegen. Während Gigi nach vorne gewandt bleibt und ihr Kleid zurechtlegt, wendet Dahlia ihren Rücken nach vorne und das Blitzlichtgewitter beginnt.

Doch erstmal genug Kamera-Stroboskop! Die Femme Fatales verschwinden dann im Eingang.

Der nächste Gast kündigt sich mit…. Blaulicht an? Schon wieder? Sofort schallen alle nach blinkendem Licht von Blau und Rot der Polizei, das immer näher kommt - allerdings ohne Sirenengeheul. Da erscheinen tatsächlich zwei Polizeimotorräder, dann ein Polizeiwagen, dann…

Wer jetzt denkt, der amerikanische Präsident höchstpersönlich kommt zum Besuch, der wird enttäuscht (oder erleichtert) sein, denn statt der Hightech-Bunker auf vier Räder “The Beast” nähert sich “nur” ein schwarzes Maybach. Auch die Identität des “VIP”s wird recht schnell offenbart, denn statt US-Flaggen an den Scheinwerfern sind Flaggen mit dem grinsendem Gesicht von Alexander Siegfried sichtbar. Selbstredend werden die Buhrufe und sonstige verbale Ausrufe des Unmuts seitens Zuschauer links und rechts neben dem grünen Teppich laut, als das Maybach-Wagen (das moderne, nicht der berüchtigte Oldtimer, wohlgemerkt) anhält. Eine junge, attraktive Fahrerin im Anzug steigt aus dem Auto und umgeht dieses, um die Tür des Passagierraums zu öffnen.

In der Tat macht der IPW Wolrd Champion hier den Ausstieg - im schicken schwarzen Anzug mit breiten Revers, Sonnenbrille, weiße Lederschuhe, Rolex-Uhr und patentiertem Siegfried-Lächeln. Den Championgürtel hat er nicht sofort um seine Hüfte, denn dieser holt er noch aus dem Auto und legt diesen in aller Deutlichkeit betont langsam um die Taille. Hier gibt es eine Extra-Runde verbale Abneigung…

doch der Erfurter macht keinen Hehl daraus, dass so etwas ihm piepegal ist. Stattdessen schreitet er den grünen Teppich entlang und trotz der klaren Positionierung der Zuschauer gibt es das obligatorische Blitzlichtgewitter. Dann geht es für ihn weiter in Richtung Nashville Hall of Fame-Gebäude, wobei er noch von Jason Vance kurz aufgehalten.

Jason Vance: “Hallo Alexander Siegfried! Was dürfen wir heute von dir erwarten?”

Der Deutsche wiegt kurz und nachdenklich seinen Kopf, bevor er wieder grinst.

Alexander Siegfried: “Zumindest kein Rap über eine Bedienungsanleitung." Aber du und liebe Anwesenden hier dürfen sich auf weise und große Worte meiner bescheidenen Wenigkeit einstellen und dabei werde ich natürlich auch großzügig Zeit nehmen. Dem besten Champion der IPW-Geschichte zu lauschen, ist schon alleine ein Grund, hier zu sein, oder?”

Der gute Brite will darauf erwidern, aber der Deutsche wendet sich von ihm ab und setzt seinen Weg fort und positioniert sich vor der Sponsorendwand.

Dort verweilt er einen Moment entlang, natürlich posed er auch so, dass “sein” Gürtel bestens zur Geltung kommt. Dass er den ganzen Rummel und die Aufmerksamkeit genießt, ist allzu offensichtlich. Schließlich geht er ins Gebäude.

  

Jason Vance: “Oh, euch drei habe ich ja schon eine ganze Zeit nicht mehr zusammen gesehen!”

Entfährt es entzückt dem Mic-Man als er das nun kommende Dreiergespann sieht. Die amtierenden Tag Team Champions und die erste Intercontinental Championese Yuki Yotsuba kommen zusammen auf dem grünen Teppich an. Selbstredend tragen La Sol und La Vaquiria ihre jeweiligen Masken, mit Abendkleidern verfeinert. Sol trägt ein enges, schwarzes Tubekleid und rote Lack Overkneestiefel zu einer Nylonstrumpfhose und Valquriia trägt ein sehr langes blaues Kleid mit seitlichen Schnitt, wo man die silberne Nylonstrumpfhose und die silbernen Stiefel noch erkennen kann. Beide tragen auch ihre IPW World Tag Team Titel über den Schultern, was keinen überrascht. Aber die Überraschung dürfte wohl die zierliche Japanerin sein. Denn Yuki Yotsuba hat man so quasi noch nie gesehen. Der Begriff “Kleines Schwarzes” bekommt hier eine passende Bedeutung.

Jason Vance: “Ich bin wirklich überrascht, hallo zusammen. Das ist ja mal ein ungewohnter Anblick, Yuki Yotsuba in einem Kleid. Sonst kennt man dich ja eher im Trainingsoutfit.”

Ein bisschen wirkt die Kleinste im Roster da schon verschüchtert. Aber sie lächelt das Ganze gekonnt wieder weg.

Yuki Yotsuba: "Danke, Jason. Ich dachte mir, dass ich dem Anlass entsprechend mal was anderes probiere. Ein bisschen mehr Ladylike. Aber ich bin ehrlich, es ist doch sehr ungewöhnlich und so richtig wohl fühle ich mich nicht. Aber vielleicht kommt das noch.”

Jason Vance: “Ich bleibe dann aber gerne erst einmal bei dir. Du hattest ein durchaus erfolgreiches Jahr. Du wurdest die erste Trägerin des Intercontinental Titels und hast dir mit deinen Leistungen auch 2 Nominierungen erarbeitet. Du wirst als Kandidatin zur Wrestlerin des Jahres gehandelt und eine deiner Titelverteidigungen ist für das Match des Jahres nominiert. Ein paar Gedanken dazu?”

So wirklich will ein Lächeln bei Yuki nicht gelingen.

Yuki Yotsuba: “Ich habe auch einige Matches verloren, weshalb ich mir nicht sicher bin, ob ich wirklich diese Nominierung verdient habe. Gerade das letzte Match gegen Jueri steckt mir mental noch etwas in den Knochen. Ich habe immer zu Jueri aufgesehen wie zu einem Idol. Doch dieses Idol existiert nicht mehr, da sie für sich einen anderen Weg gewählt hat, was ich sehr schade finde. Und erschreckend, denn alles ging von außen betrachtet scheinbar auf die Duelle mit Takayama-Sama zurück. So schwer es mir fällt, mir ihr habe ich vorerst abgeschlossen.”

Jason Vance: “Wohl aber nicht mit ihrer neuen Weggefährtin?”

Yuki Yotsuba: “Nein. Keine Ahnung, was nun in Viola gefahren ist. Wahrscheinlich verkraftet sie den Verlust ihrer Haarpracht nicht. Was ich wiederum auch nachvollziehen kann. Bei uns in Japan geht das mit großer Schande einher. Aber wenn sie sich mir stellen muss, dann werde ich den nächsten Match of the Year Contender erschaffen!”

Jason Vance: “Gut, dass du da noch mal darauf zurückgekommen bist. Dein Match mit Kangaroo Kid war ein wahres Vorzeigematch für die Show in Mexiko. Und mitten im Match hatte man so ein bisschen das Gefühl, dass Kid dich auch mental gebrochen hatte. Wie hast du diesen Kampf, jetzt mit ein bisschen Abstand, noch in Erinnerung?”

Yuki Yotsuba: “Ganz ehrlich, Vance-san… Ich war so im Tunnel, so sehr im Moment, dass es mir schwerfällt, das wieder ins Hier und Jetzt zu holen. Ein Teil von mir glaubt jedoch, dass dieses Match auch Kangaroo Kid geholfen hat, sich selbst zu finden und auch den Mut, Maleko entgegenzutreten.”

Sie zögert einen Moment.

Yuki Yotsuba: “Mir hat es ehrlich gesagt ein Stück weh getan, die beiden in einem Match, um IKIGAI zu sehen. Und es hat auch einen bleibenden Eindruck hinterlassen, dass der Titel schon bei jemand anderem ist. Aber vor mir liegt Viola und dann sehen wir weiter. Eines werde ich jedoch versprechen. Ich werde alles tun, was ich kann, um auch im nächsten Jahr wieder im Gespräch zu sein für das Match des Jahres und den Wrestler des Jahres. Pinky Promise!”

Ein wissendes Lächeln umspielt die Lippen von Jason Vance, der nun geschickt die beiden Besties von Yuki mit ins Boot holt.

Jason Vance: “Vielleicht auch damit, dass ihr drei zusammen euch der 3STARS neXus Championship annehmt? Ich sehe hier immerhin vor mir ein rein rechnerisch sehr erfolgreiches Trio und das nicht nur wegen der Tag Team Titel Gürtel, die ihr beiden tragt Sol und Val.”

Die beiden Maskierten, die sich bis jetzt zurückgehalten hatten, schauen sich kurz an. Dann beginnt die Spanierin.

La Sol: “Also ganz wegschieben will ich das jetzt nicht. Aber so wie unsere Freundin Yuki ja mit Viola noch ein Hühnchen zu rupfen hat, haben ja auch wir noch ein paar Dinge vor uns.”

La Valquiria: “Ah si, zuerst einmal Samba & Spice, wenn die beiden es nochmal wissen wollen, immer her mit ihnen! Wir laufen vor niemandem weg. Dafür haben wir uns auch zu lange nach oben gearbeitet.”

La Sol: “Eben. Und das gilt auch für die Love Wave. Wenn die weiterhin keine Ruhe geben, dann stellen wir uns ihnen eben wieder!”

La Valquiria: “Ay! Ay! Ay!”

Wieder einmal ein verstehendes und zustimmendes Nicken vom wohl bestgekleideten Mann der IPW.

Jason Vance: “Aber in der Zukunft vielleicht? Die Gürtel waren immerhin jetzt schon einige Zeit nicht mehr in der IPW und sind derzeit in der SJPW zu finden.”

Die drei schauen sich noch einmal an. Dann ist es La Valquiria, die das Wort wieder ergreift.

La Valquiria: “Kommt Zeit, kommt Rat. Jetzt erst mal die Award Show!”

Jason Vance: “Ihr seid für 2 Awards nominiert. Der GODVERDOMME Moment des Jahres, als ihr den Lobotomy Blues Memorial Cup gewonnen habt und selbstredend als Tag Team des Jahres. Wie seht ihr eure Chancen und welcher dieser beiden Awards würde euch mehr bedeuten?”

La Sol: “Der Moment des Jahres wäre toll, aber die Auswahl ist echt though. Beim Tag Team sehe ich uns sogar ein Stückchen vorn.”

La Valquiria: “Und es wird definitiv mal ein anderes Team gewinnen.”

Jason Vance: “Das stimmt und sind auch tolle Abschlussworte. Dann möchte ich euch nicht länger aufhalten und wünsche euch viel Spaß und viel Glück.”

Yuki Yotsuba: “Dōmo arigatō gozaimasu!”

La Sol: “Muchas Gracias”

La Valquira: “Dir noch einen schönen Abend, Jason.”

Das Trio geht weiter und schreibt noch eine Menge Autogramme für die Fans und knipsen auch gemeinsame Selfies auf den Smartphones der Fans. Das ist Fanservice par excellence. Dann stellen sie sich vor die Sponsorenwand. Yuki in der Mitte und die Tag Team Champions um sie herum.

Sie lachen gemeinsam (was man bei der Maske von Valquiria jedenfalls nur vermuten kann), dann betreten sie die Country Music Hall of Fame.

 

HALLE

Etwas abseits im Backstage-Bereich finden sich zwei Personen wieder: Den Host des heutigen Abends, Min-Jun, welcher on/off auf sein Smartphone schaut und seine Begleitung, Mizuki Yamamoto, welche sich eher etwas unruhig umschaut und eine zur Faust geformte Hand vor dem Mund hält.

Min-Jun: „Aigo, I gyehoek ttaemune jeongmal michil jigyeongiya…“ („Meine Güte, diese Planung macht mich wirklich verrückt…“

Der Südkoreaner murmelt wohl eher nur vor sich her, wohl laufen letzte Planungen für die Show heute Abend noch auf Hochtouren und er verfolgt alles aufmerksam auf seinem Display. Die Pinkhaarige wendet ihren Kopf zu Min-Jun herum.

Mizuki Yamamoto: „Was sagst du?“

Min-Jun: „Ach nichts, ich…“

Er schaut auf und bemerkt, dass seine Begleitung etwas unruhig zu sein scheint.

Min-Jun: „Ist alles in Ordnung?“

Mizuki Yamamoto: „Nervös. Es ist alles so viel größer und… wie sagt man? Ausufernder? … als alles, was ich bisher aus der SWO oder Japan kenne. Schlage ich mich gut?“

Verunsichert schmunzelt die Pinkhaarige ihr Gegenüber an, der daraufhin sein Smartphone wegsteckt. Mit einer Hand ergreift er Mizukis Faust vor dem Mund, um diese nach unten zu führen und festzuhalten. Mit der anderen Hand richtet er ein paar Strähnen der pinken Haare.

Min-Jun: „Du brauchst nicht aufgeregt sein. Du machst das gut, keine Sorge.“

Ein aufmunterndes Lächeln seitens des Südkoreaners folgt und so scheint sich Mizuki zumindest etwas zu entspannen. Min-Jun ist zu konzentriert auf Mizuki, dass der nicht bemerkt, wie hinter dem Rücken der Pinkhaarigen eine andere Japanerin – diese ist noch ein gutes Stück kleiner und schwarzhaarig – vorbeigehen möchte, ohne das Gespräch zu unterbrechen. Mizuki entgeht es jedoch nicht und sie dreht sich herum. Wohl konnte sie das Profil der Schwarzhaarigen erhaschen, denn sie beginnt plötzlich, diese anzusprechen.

Mizuki Yamamoto: „Sumimasen, anata wa Yotsuba Yuki sama desu yo ne?“ („Entschuldigung, du bist doch Yuki Yotsuba, nicht wahr?“

Die Angesprochene verharrt in ihrer Bewegung und wendet sich etwas überrascht herum. Wohl hatte sie nicht erwartet, angesprochen zu werden, geschweige denn auf Japanisch.

Yuki Yotsuba: „Eh? Hai, so desu.“ („Eh? Ja, das bin ich.“)

Die Pinkhaarige lässt Min-Juns Hand los, um sich komplett zu Yuki herumzudrehen. Der dreht nun auch mal seinen Kopf zur Seite, schaut Yuki kurz an, lehnt sich dann zurück an die Wand und bleibt erstmal still.

Mizuki Yamamoto: „Watashi wa Yamamoto Mizuki desu. Jissai ni aete totemo ureshii desu. Resuringu no ringu de no anata no katsuyaku o kokorokara sonkeishiteimasu.“ (Ich bin Mizuki Yamamoto. Es ist wirklich wunderbar, dich mal persönlich zu sehen. Ich habe großen Respekt vor deinen Erfolgen im Wrestlingring.“)

Mizuki legt eine Hand auf ihre Brust – wohl aus rein praktischen Gründen, schließlich hat ihr Kleid keinen allzu kleinen Ausschnitt – und verbeugt sich vor ihrer Landsfrau, welche sie im Anschluss anlächelt. Yuki beobachtet Mizuki einen Moment mit argwöhnisch gewölbten Brauen, aber hey, sie hat ihr ja nichts getan, also kann man auch etwas Freundlichkeit aufbringen.

Yuki Yotsuba: „A, Stellar Wrestling Organization kara desu ka? Soredeha itsuka resuringu no ringu de taisen dekiu koto o negatteimasu!“ („Ah, von der Stellar Wrestling Organization, oder? Na dann… hoffe ich, dass wir uns eines Tages mal im Wrestlingring gegenüber stehen!“)

Freudig nickt Mizuki, ehe sie den Blick dann mal von Yuki abwendet und über die Schulter schaut, wo Min-Jun Löcher in die Luft starrt. Sicher mag er einzelne japanische Wörter verstehen, aber die Sprache spricht er schließlich nicht, also ist er gerade das fünfte Rad am Wagen. Mizuki tritt wieder an ihn heran und ergreift seine Hand.

Mizuki Yamamoto: „Oh, entschuldige Min-Jun-kun, das wirklich unhöflich.“

Der schüttelt nur leicht den Kopf und zieht die Mundwinkel hoch.

Min-Jun: „Alles in Ordnung.“

Dann schaut er nach vorne, zu Yuki, und neigt leicht das Haupt.

Min-Jun: „Guten Abend, Yuki-ssi.“

Die nickt zurück, hebt beide Hände vor die Brust und klatscht sachte abwechselnd mit der Faust einer Hand in die Handfläche der anderen und hin und her. Dass hier irgendetwas Dickes in der Luft liegt, was man auch fast schon mit dem Messer zerschneiden könnte, scheint Mizuki zu bemerken, als sie zwischen den beiden hin und her schaut.

Mizuki Yamamoto: „Ich… schaue dann mal, wo ich uns etwas zu trinken holen kann und lasse euch kurz allein. Yotsuba Yuki sama, es hat mich wirklich gefreut.“

Die Pinkhaarige löst sich wieder von Min-Jun und verbeugt sich nochmal kurz vor Yuki, welche die Verbeugung erwidert, ehe sich Mizuki entfernt. Min-Jun stößt sich derweil von der Wand ab und begradigt seine Haltung. Die Blicke der beiden treffen sich kurz, dann schauen sie wieder in unterschiedliche Richtungen. Unangeneeeeehm. Es ist dann aber Yuki, welche das Schweigen irgendwann bricht.

Yuki Yotsuba: „ ‚Min-Jun-kun‘? Steht sie dir nahe?“

Der Südkoreaner nickt.

Min-Jun: „Wir haben schon seit einer Weile Kontakt und als wir mit der IPW in Hamamatsu waren, haben wir uns öfter gesehen und… es passt einfach zwischen uns.“

Er zuckt leicht mit den Schultern.

Min-Jun: „Entschuldige, das interessiert dich bestimmt nicht sonderlich. Lass dich von mir nicht weiter aufhalten.“

Für einen Moment wirkt es als würde die Stimmung zwischen den beiden ein weiteres Mal kippen. Yuki hat die Hände einmal mehr in die Hüften gestemmt und sieht zum ersten Mal an diesem Abend gar nicht so damenhaft aus, wie es ihr „Kleines Schwarzes“ heute sonst so vermuten lässt. Doch dann entspannt sie sich. Die Hände wandern wieder vor ihren Körper und ein kleines Täschchen das sie trägt wird wieder gehalten als wüsste sie wirklich wie es ist sich wie eine junge Dame zu benehmen.

Yuki Yotsuba: „Hey… ich… ganz ehrlich. Es freut wirklich für dich wenn du jemanden gefunden hast.“

Sie schaut ein bisschen unsicher von unten herauf. Auch der Südkoreaner schaut mal wieder nach vorne für den Blickkontakt.

Yuki Yotsuba: „Weißt du… ein Grund warum ich manchmal so genervt gewesen bin ist, dass es scheinbar bei der südkoreanischen Presse ein Running Gag war, dich und mich zusammen zu dichten. Dann wollte ich mich auch immer beweisen und reagiere dann nicht besonders gut darauf wenn man mir aufbauende Worte geben will… so wie du es immer getan hast.“

Sie schaut einen Moment zu Boden, er kratzt sich die Seite des Kopfs.

Yuki Yotsuba: „Ich bin furchtbar schlecht in solchen Dingen… In den Zeiten in denen ich mich im Dojo beweisen musste… habe ich manches verlernt.“

Ein bitteres Lächeln zeichnet sich auf ihrem Gesicht ab. Ihr Mund lächelt aber in ihren Augen bleibt eine gewisse Traurigkeit. Schmal zieht Min-Jun die Mundwinkel hoch und schüttelt leicht den Kopf.

Min-Jun: „Ist schon in Ordnung, ich bin ja auch nicht ganz unschuldig. Ich habe mir auch nicht immer die besten Momente rausgesucht, um dir, wie sagt man? Auf den Keks zu gehen?“

Scherzhaft zucken seine Mundwinkel kurz hoch.

Min-Jun: „Es ist auch nicht nötig, dass du aufbauende Worte von mir annimmst. Ich hoffe aber, dass du sie von irgendjemandem annehmen wirst.“

Er schiebt sich von der Wand weg, sodass er nun direkt vor Yuki steht. Sein Kopf neigt sich nach vorne, sodass er sie direkt anschauen kann.

Min-Jun: „Und… wenn La Sol-ssi und La Valquiria-ssi mal verhindert sein sollten, kannst du deinen Frust gerne bei mir loswerden. Ich kann auch den Mund halten, wenn es das einfacher machen sollte.“

Die Mundwinkel des Südkoreaners zucken zu einem kurzen Grinsen nochmal nach oben. Ein wenig weicht die Traurigkeit aus den Augen der zierlichen Japanerin.

Yuki Yotsuba: „Du solltest dich nicht zu mir herunterbeugen. Nicht, dass du Yamamoto-san noch etwas erklären musst. Und glaub mir, wir Japanerinnen können sehr nachtragend sein. Außerdem, denk an die Presse.“

Erstmals kann man in ihrer Stimme eine gewisse Entspannung heraushören. Ertappt richtet sich Min-Jun dann wieder auf, seine Augenbrauen zucken unschuldig hinauf.

Yuki Yotsuba: „Und was das mit dem Frust betrifft… Val und Sol… das ist auch viel Girls Talk. Meinen Frust versuche ich lieber im Ring auszulassen. Wie manche bald merken werden. Aber ich komme gerne auf dich zurück wenn ich mal den Frust von der Seele reden muss.“

Kurz zögert sie.

Yuki Yotsuba: „Das gilt auch für dich. Ich werde mir Mühe geben beim Zuhören und Ratschläge annehmen nicht mehr so impulsiv zu sein. Und falls ihr jemals jemand zusätzlich braucht um es mit mehr als 3 Leuten aufzunehmen, bin ich auch da. Pinky Promise!“

Als Antwort hebt Min-Jun lächelnd den kleinen Finger der rechten Hand und nickt leicht. Hinter den beiden nähert sich Mizuki Yamamoto wieder mit zwei Gläsern in der Hand. Sie stellt sich neben den Südkoreaner und reicht ihm lächelnd eines der Gläser.

Min-Jun: „Gomawo.“ („Danke.“)

Mizuki Yamamoto: „Beim Essen stellst du dich aber an, Hanī“

Kurz schmunzelt er die Pinkhaarige an, dann schaut der Südkoreaner wieder zu Yuki.

Min-Jun: „Viel Erfolg heute Abend. Ich hoffe, dir wird der letzte Award überreicht.“

Yuki Yotsuba: „Dir auch. Ich hoffe, du versaust die Show heute Abend nicht.“

Dass wir in diesem Jahr noch eine Versöhnung zwischen den beiden und sogar noch etwas Witz erleben, hat wohl keiner erwartet. Während sich die Japanerinnen untereinander eher formell mit einer Verbeugung verabschieden, heben Min-Jun und Yuki zum Abschied nur kurz die Hände, dann trennen sich die Wege wieder.

 

HALLE

Ein Toyota Prius Plus nähert sich dem grünen Teppich. Sofort zücken die Paparazzi ihre Kameras und fotografieren, was das Zeug hält. Eine Tür öffnet sich und der größte, animalische Held der Wrestling Geschichte steigt aus.

Der Fuchs schaut sich kurz um, er wäre eigentlich gar nicht hier, wenn er nicht persönlich eingeladen worden wäre, doch so kann er auch nicht einfach nicht auftauchen. Er trägt ein weißes Hemd, eine schwarze Stoffhose, eine schwarze Weste und eine blaue Krawatte, heute mal ein Fuchs in Abendgarderobe. Kurz lächelt er in die ersten Kameras, auch wenn das manchmal immer noch wirken könnte, als würde er die Fotografen eher auffressen wollen. Doch wer ihn kennt, weiß, dass es ein Lächeln für ihn ist. Er läuft dann zur anderen Tür und öffnet diese, streckt eine Hand aus und hilft der anderen Person hier beim Aussteigen.

Eine weibliche Hand greift nach der Pfote von Fox und lässt sich beim Aussteigen helfen. Wieder gibt es Blitzlichtgewitter, als die Person sich dann als Kangaroo Kid entpuppt. Die junge Australierin, die man wieder an ihren weißen Känguruohren erkennt, die sie sich ins Haar eingeflochten hat, trägt ein knappes gelbes Kleid, mit großer Sichtfläche vor der Brust, die nur durch einen etwas breiteren Stoffstreifen noch bedeckt ist, dazu schwarze Strümpfe und regenbogenfarbene Schuhe.  Um Ihre Handgelenke trägt sie silberne Armreifen und sonstigen Schmuck. Die langen blonden Haare trägt die nun 20-jährige Australierin offen.

Die Fans, die wie immer zwischen den Paparazzis stehen, jubeln für die Beiden. Fox ist seit jeher ein Fan Favourite und dadurch, dass man ihn nur noch so selten zu Gesicht bekommt, freut man sich natürlich immer umso mehr. Auch bei Kid freut man sich, auch wenn man die im Vergleich häufiger sieht, zuletzt beim PPV gegen Maleko, wo sie sich sehr, sehr gut geschlagen hatte.

FOXY!”                                         “KIDDO!”                                         “JUMP!”

FOXY!”

FOX!”

FOXY!”                                                                                                                      “KID!”

JUMP!”                     “JUMP!”                             “JUMP!”

 “JUMP!”                                                      “JUMP!”                                                  “JUMP!”

Die Fans rufen ihre Namen und Fox und Kid posieren für die Fans, die Kameras und winken hier und da auch mal zu den Fans, zu denen sie dann auch rübergehen und fleißig Autogramme schreiben. Schließlich kommt Jason Vance zu den beiden und begrüßt sie.

Jason Vance: “Hallo Kid, hallo Fox. Schön euch beide zusammen zu sehen. Mit einem gemeinsamen Auftritt hier hätte ich ja nicht gerechnet.”

Die Australierin stellt sich neben Fox und legt einen Arm um seine Taile.

Kangaroo Kid: “Fox und ich verstehen uns einfach blendend. Seit wir uns vor einem Jahr kennengelernt haben, haben wir uns sehr, sehr oft getroffen, wir standen bei Tabula Rasa IV gemeinsam im Ring und wir haben uns gegenseitig bei unseren schlimmen Phasen mit dem Maskenmann und Maleko geholfen.”

Fox nickt und legt ebenso einen Arm um die Taille von Chloe.

FoxMcCloud: “Momentan nehme ich mir vor allem Elternzeit. Ich möchte sehen, wie meine Tochter heranwächst. Ständig on the road ist dabei eher hinderlich und da Geld für mich zum Glück nicht das Problem ist, nehme ich mir eben große Auszeiten. Aber für meine Freunde bin ich natürlich gerne da, wenn sie mich brauchen. Also haben wir viel miteinander gesprochen, uns gegenseitig aufgebaut und geholfen.”

Jason Vance: “Da stellt sich ja gleich die Frage, wann wir dich das nächste Mal wieder im Ring der IPW sehen? Vielleicht ja sogar in einem Tag Team mit Kid? Nächstes Jahr nach Tabula Rasa V wird wieder der Lobotomy Blues Memorial Cup in einem One Night Only Turnier ausgefochten. Wäre das nichts für euch?”

Fox überlegt ein wenig, bevor er antwortet. Seine Miene ist unentschlossen und er scheint sich selber nicht sicher zu sein.

FoxMcCloud: “Nun, da müssen mehrere Dinge mitspielen, vor allem meine Gesundheit. Es hat keinen Sinn für mich, anzutreten, auch wenn ich mich nicht gut und fit fühle. Und es geht immer mal wieder auf und ab und einfach ist das nicht. Und da nimmt man sich eben auch Prioritäten raus. Wenn ich gut drauf bin, will ich momentan lieber mit meiner Tochter spielen, anstelle mich durch die Gegend werfen zu lassen. Sorry dafür, aber Familie ist derzeit das Wichtigste für mich und wenn ich nicht richtig gut drauf bin, biete ich für die Fans ja auch keine gute Show. Und man weiß ja, ich bin immer noch dafür, den Fans etwas für ihr Geld zu bieten, ihnen zu geben, wofür sie bezahlt haben. Und man sieht ja auch, wenn Wrestler*innen teils in den Ring gehen und dann den Anforderungen nicht gewachsen sind, gibt das teilweise katastrophale Matches. Da will ich niemals stehen.”

Kangaroo Kid: “Jeder möchte einen Fox in guter Form sehen und wir alle haben nichts davon, wenn wir unseren Foxy zu schnell zurückbringen. Wir alle wollen Spaß beim Wrestling haben und Foxy wird selbst wissen, wann es sich richtig anfühlt.”

Die 20-jährige nickt ihm zu und reibt ihn den Arm. Ob ihm auch kalt ist? Sind ja nicht gerade sommerliche Temperaturen hier.

Jason Vance: “Kid, du bist ja für genau einen Award nominiert und zwar für das Match des Jahres. Dein Match gegen Yuki Yotsuba gehört zu den fünf besten Matches des Jahres. Reicht es auch für die erste Position?”

Die Australierin beginnt im Gesicht zu strahlen. Da kommen wohl positive Erinnerungen hoch.

Kangaroo Kid: “Ich erinnere mich noch sehr gut an das Match. Das war… das war … einfach GROßARTIG! Ich habe so eine gute Chemie mit Yuki, das ist schon kriminell. Wir beide wissen einfach, wie man ein gutes Match für die Fans anbietet, aber ohne den Blick auf den Sieg zu vernachlässigen. Leider konnte ich nicht gewinnen.”

Jason Vance: “Und du hattest in diesem 2 out of 3 Falls Match immerhin den ersten Fall geholt!”

Kangaroo Kid: “Ja, so etwas ärgert einen dann ein klein wenig, denn in einem normalen Match wäre ich da Intercontinental Champion gewesen, aber wer weiß, ob nicht Yuki dann auch noch einen noch größeren Survival Willen entwickelt hätte? Aber egal, Yuki hat am Ende verdient gewonnen und sie war eine tolle Championesse. Irgendwann werde ich auch Champion.”

FoxMcCloud: “Da bin ich mir sicher. Es gibt immer Dinge, an denen man arbeiten kann und die man verbessern kann, aber das wird mit der Zeit immer besser werden! Und dann ist auch der Titel nicht weit! Man muss nur bereit sein, immer weiter zu machen und an sich zu arbeiten.”

Jason Vance: “Dann wünsche ich euch eine tolle Award Show und dran denken, dort vorne bitte noch für die Fotografen posen.”

Kangaroo Kid: “Danke, Jason.”

FoxMcCloud: “Ja, danke.”

Die beiden gehen weiter und interagieren noch mit den Fans, die weiter ihre Namen rufen. Autogramm hier, Foto auf dem Smartphone dort. Und als die Fans dann auch im Rhytmus ihres Entrance Themes laut “JUMP! JUMP!” rufen, geht Kiddo ein paar Schritte zurück, geht etwas in die Hocke (allzuviel geht mit dem Kleidchen eh nicht), hebt die Arme seitlich und lässt die Finger wippen, ehe sie dann zum Rhytmus der JUMP!-Rufe auf und ab springt. Vorteil: Das Kleid hält tatsächlich alles bedeckt, was es vornerum bedeckt halten soll, auch wenn es natürlich nicht die Schwerkraft aufhalten kann. Kangaroo Kid lacht, reicht dann Fox die Hand und zieht ihn vor die Sponsorenwand, wo beide dann für ein paar Fotos posieren.

 

Jason steht bereits wieder am grünen Teppich, wo die nächste Limo vorfährt.

Jason Vance: “Und da haben wir auch schon wieder den nächsten Gast, oh und es scheint unser nigelnagelneuer IPW Intercontintenal Champion sein.”

Ist er tatsächlich und der junge Finne steigt aus dem Fahrzeug. Er trägt eine schwarze enge Jeans, ein durchsichtiges schwarzes Hemd und die Cap auf seinem Kopf darf natürlich nicht fehlen. Was auch nicht fehlen, darf ist sein neuer gelber Gürtel, der einen schönen Kontrast zu seinem sonst dunkele Outfit.

Jason Vance: “Hallo Eemil, ersteinmal herzlichen Glückwunsch zum Titelgewinn, bei der der letzten Worldwide.”

Der Helsinki Highflyer nickt dankend und fühlt mit seiner Hand über seine Intercontintenal Championship.

Eemil Heikkinen: “Jo, danke.”

Sagt er locker, mehr nicht.

Jason Vance: “Du konntest dich dabei in einem Four Way durchsetzen, wo neben dem Champion Maleko auch Serafe Edain und Timothy Cutter beteiligt waren. Du hast ne Party in Saarbrücken angekündigt, wars erfolgreich?”

Eemil Heikkinen: “Absolut! Hat ne Weile gedauert bis ich da was einem Champion angemessen gefunden habe, aber dann gings gut ab. Ich hatte meinen Spaß und ich bin nicht alleine nach Hause gegangen.”

Jason Vance: “Heute bist du ja auch für den Newcomer des Jahres Awards nominiert, wie siehst du deine Chancen?”

Eemil Heikkinen: “Easy job, clean sweep. Hab mir die Liste des Restes angeguckt, bro wer kann mir da das Wasser reichen? Keine Person hat dieses Jahr Gold gewonnen, sollte ich also problemlos in der Tasche haben.”

Jason Vance: “Und dann gibts ne Neuauflage von Saarbrücken?”

Der Finne lächelt kurz und nickt dann.

Eemil Heikkinen: “Aber sowas von! Wir sind hier in Nashville, Heimat der Country Musik! Hab Bock auf ein paar Cowgirls und wenn sie meine Trophäe sehen, sheeesh dann gehts ab, ebenso bei meinem Award den ich heute gewinnen werden.”

Er zwinkert in die Kamera, if you know, you know.

Jason Vance: “Dann viel Spaß dabei, du kannst gerne rein gehen, aber vorher noch ein Foto?”

Eemil Heikkinen: “Logo!”

Die Lichter blitzen auf die Leinwand, als alles durch ist, nickt der Finne in die Kamera, dann einmal zu Jason und betritt dann die Hall of Fame.

 

HALLE

Wo ist sie denn, wo ist sie denn? Sie hat das gesamte Catering bereits fünf mal abgesucht und immer die neuesten Gesichter gefragt, aber niemand kann Winnie sagen, wo Schmitty ist. Och, Mensch, das ist doch so eine leichte Frage. Oh, oh warte, da steht ein großer, starker Mann mit blonden Haaren und dunkelblauem Anzug. Den kennt sie noch nicht. Winnie muss ihn gleich mal fragen.

Winnie the Whoops: “WINNIE!”

Die Clownsdame tippt dem World Champion auf die Schulter.

Der Erfurter, der gerade an einem Sektglas nippen will, dreht sich langsam und ungehalten um. Dann starrt er Winnie lange an. Sehr lange. Er verzieht dann das Gesicht, als hätte er in etwas Saures gebissen.

Alexander Siegfried: “.... ja?”

Sagt er gedehnt und hofft, dass diese komische Frau sofort erkennt, dass man den IPW World Champion nicht einfach so belästigen kann und ehrfurchtsvoll wegrennt. Tut sie natürlich nicht. Weder ehrfurchtsvoll, noch wegrennend.

Winnie kennt den Mann. Das ist der große, fiese World Champion der IPW und der trägt so einen leuchtenden Gürtel, der auch noch wie der World Titel selbst ausschaut. Irgendwann möchte Winnie diesen Titel auch gewinnen und dann gibt es eine große Keksparty.

Also Herr Siegfried, haben Sie Schmitty irgendwo gesehen? Gucken sie, es steht sogar hier auf meinem Keksglas drauf.

Winnie the Whoops: “Winnie winnie Winnie, winnie Winnie winnie? Winnie, winnie winnie Winnie winnie!”

Die Holly Golly des Wrestlings hebt ihr großes Keksglas hoch und hält es Alexander Siegfried entgegen, so dass er den weißen Zettel mit “Have you seen Schmitty?” lesen kann, während im Hintergrund leckere Kekse im Glas stecken.

Wieder starrt der Deutsche das Keksgefäß lange an. Sehr lange. Offenbar ist es für den großen Siegfried “imcomprehensible”, dass man ihn mit etwas…. so Gewöhnliches, so Profanes nerven könnte, das absolut nix mit Wrestling zu tun hat. Okay, es hat was mit Schmitty Taiho zu tun. Sein Blick geht vom Keksglas mit dem Zettel wieder zurück und mustert Winnie noch einmal. Irgendwo hat er diese bunte Frau-Clown schon mal gesehen. Ist sie nicht diese taube Frau? Nee, die ist ja farbig. Also dunkelhäutig. Verdammt, ist doch egal, die ist wahrscheinlich nicht mal Teil der IPW. Vermutlich ein irrer Fan von dieser Schmitty oder so.

Alexander Siegfried: “Nein. Ich habe keinen Keks für diese Schmitty und selbst wenn, ich werde MEINEN Keks selbst behalten. Wenn ich denn einen hätte.”

Häää? Winnie will doch keine Kekse von ihm haben … wobei, wenn er doch welche hätte, dann würde sie sicher welche nehmen. Hey, sein Haarschnitt erinnert Winnie sofort an ihre Jugend, als diese lustigen Jungs in ihrer Uniform ans Zirkuszelt geklopft und Kekse verkauft hatten. Aber nein, sie hat doch klar und verständlich geäußert, was sie möchte und ja sogar drauf gezeigt. Hast-du-Schmitty-gesehen?

Winnie the Whoops: “Win-Win-Winnie-Winne?”

Die US-Amerikanerin in ihrem schwarz-weißen Karo Kleid und den bunten, glatten, langen Haaren und der Clownsschminke im Gesicht, tippt noch einmal mit Nachdruck auf die Beschriftung des Keksglases.

Sag mal, ist die einfach nur blöd, oder taub? Hat die IPW jetzt zwei taube Wrestlerinnen oder was? Der Erfurter schnaubt genervt und schiebt das entgegengehaltene Riesenglas grob zurück, dass sie fast aus der Hand gegangen wäre, hätte Winnie sie nicht mit beiden Händen festgehalten.

Alexander Siegfried: “Nix mit Win-Win-Winnie-Winnie! Kein Keks! K-E-I-N K-E-K-S!!”

Siggi steigert in sich immer mehr rein.

Alexander Siegfried: “ICH BIN IPW WORLD CHAMPION, MEINE DAMEN UND HERREN! DA GIBT ES KEINE KEKSE! SONDERN NUR SCHLÄGE!!!”

Dabei brüllt er ihr entgegen und tippt dabei rhythmisch auf seinen geliebten Titelgürtel unter dem Jackett. Alexander öffnet den Mund, um weiter zu brüllen, aber ihm fällt nichts mehr ein. Stattdessen starrt sie die Frau wortlos an. Dann dreht er sie einfach dem Rücken zu und geht mit dem Glas Sekt weg.

 

HALLE

Der nächste Gast kommt eher schlicht an, denn ein schwarzes Uber-Kompaktwagen (warum Uber? Weile da ein Aufkleber dran ist) fährt heran und entlässt relativ undramatisch zwei Personen ins Rampenlicht: Xtabai Kisin und Moan! Aber sie machen die relativ schmucklose Ankunft mit feierlicher Kleidung - zumindest bei Xtabai - wieder wett. Während ihr Dolmetscher eine lange Kutte trägt und die Kapuze über dessen gruseligen Kopfschmuck überzogen hat, hat Kisin sich kleidungstechnisch dabei herausgeputzt und das Moderne mit der antiken Maya-Kultur kombiniert: Sie trägt ein enges Tube-Kleid mit einem großzügigen Seitenschlitz, das aber aufwendig in Baumwolle gewebt ist und in voller Farbenpracht die schönen, aber etwas gruseligen Motive der Skelette, Knochen, Totenköpfe und was sonst noch alles zum Tod gehört, präsentiert. Sie trägt dabei passend lange Boots in ähnlichem Stil, die auch stark an Native-American-Kultur erinnern. Das Outfit wird mit bunten Armreifen und eine Halskette voller Schädeln vervollständigt. n sie sofort von Jason Vance in Empfang genommen. Da Vance aus der Vergangenheit gelernt hat, dass die gute Xtabai nicht hören kann, spricht er Moan direkt an, blickt aber dabei höflich auch zur Frau hinüber.

Jason Vance: “Schön, dass ihr da seid! Findet ihr auch nicht etwas schade, dass ihr in keiner Kategorie bislang nominiert wurdet?”

Moan gestikuliert zunächst für Kisin, bevor diese schließlich antworten kann.

Xtabai Kisin: “Wir sind noch relativ neu dabei, deshalb gibt es keine Nominierungen. Ich verstehe das. Aber, Jason, nächstes Jahr: Wird viel besser laufen!”

Jason Vance: “Davon bin ich überzeugt und ich drücke euch die Daumen dafür. Vielen Dank, aber ich sehe leider schon den nächsten Gast kommen.”

Kisin nickt verstehend, nachdem Moan erneut gebärdet hat, dann gehen sie auch schon weiter. Hier ist Kisin ganz klar im Mittelpunkt, als sie sich mit Moan vor der Wand aufstellen:

Kaum haben sie die Wand verlassen, wird zu Jason zurückgeschaltet.

 

Jason Vance: “Da ist jetzt zwar kein Auto vorgefahren, aber es kommt trotzdem jemand.”

Es ist die dunkel gekleidete Vantress, welche den Green Carpet betritt und die Fans werden ganz still. Die FotografInnen und der Reporter werden links liegen gelassen, während sie direkt auf den Eingang zusteuert, doch Vance tritt ihr halb in den Weg.

Jason Vance: “Ich weiß, dass du nicht so redselig bist, aber sich fotografieren lassen gehört zum Green Carpet dazu.”

Die Weißhaarige kommt zum Stillstand, ihr Kopf dreht sich langsam zu Vance, den sie mit ihren roten Augen fixiert. Ohne ihren Blick abzuwenden geht sie langsamen Schrittes vor die Sponsorenwand…

Exakt zwei Sekunden gibt sie den FotografInnen, keine Sekunde mehr, dann wendet sie sich wieder zur Seite und steuert den Eingang an. Diesmal hält Vance sie auch nicht auf sondern richtet seinen Kragen, da ihn wohl kurz etwas Angst überkam.

Jason Vance: “Ihr wisst nicht, wie viel Mut mich das gerade gekostet hat, aber immerhin hat Vantress sich ablichten lassen.”

 

HALLE

Immer noch keine Spur von Schmitty, haaaayaaaaaaaaa. Winnie kommt sich vor wie ein Pseudo Asiatischer Koch auf Youtube. Keine gute Idee. Sie sollte Winnie bleiben. Und sie kann kein Onkel sein, denn sie hat Hupen. Aber die sind nicht so groß, wie die von ihrer allerbesten Freundin auf der Welt, Schmitty Taiho. Und die sucht sie immerhin. Aber sie findet sie einfach nicht. Wen kann sie hier noch fragen? Oh, oh warte, da steht hier die Dingens, die Dings da, bums da, och wie heißt die jetzt noch gleich? Ach egal, sie spricht sie einfach an. Die wird bestimmt was wissen. Und wenn nicht, der Typ mit der Maske neben ihr weiß dann bestimmt aber etwas.

Winnie the Whoops: “WINNIE!”

Die Clownsdame tippt Xtabai Kisin auf die Schulter.

Den lauten Zuruf von Winnie hört sie zwar nicht, aber das Tippen fühlt sie und Xtabais Kopf zuckt kurz über die Schulter, bevor sie sich von Moan abwendet, mit dem sie sich gerade unterhalten hat auf Gebärde. Sie mustert die bunte Clownsfrau bevor sie eine Augenbraue hebt.

Xtabai Kisin: “Winnie!”

Die heute mal nicht so bunte Clownsfrau, denn sie trägt ein schwarz-weißes Kleid im Karodesign, zu schwarzen hochhackigen Stiefeletten und schwarz-weißen Netzstrümpfen, aber immerhin erstrahlen noch ihre Haare in den Farben des Regenbogens und heute sogar geglättet mit Palmenzopf oben drauf, nickt eifrig, als sie mit ihrem Namen angesprochen wird und zeigt mit einem Finger auf sich.

Winnie the Whoops: “Winnie!”

Oh supi, die starke dunkelhäutige Frau kennt Winnies Namen. Aber ja, Winnie hat ja auch bereits den Weltpokal gewonnen. Da hatten fünf Millionen, siebenhundertachtzigtausend und dreihundersiebenundneunzig Kekse reingepasst. Das sind etwas mehr, als sich gerade in Winnies Keksglas befinden. Und Winnie weiß jetzt sogar wieder, wer die Person da ist. Das ist “Schabai Kisin”. Winnie muss ihr gleich mitteilen, dass sie auch weiß wer sie ist.

Winnie the Whoops: “Winnie!”

Sie deutet mit dem Finger auf Xtabai Kisin und grinst.

Die halb mexikanische, halb dänische Wrestlerin hebt erneut eine Augenbraue und beäugt die Clownsfrau bevor sie zu ihrem Begleiter hinüberschaut. Der Priester, der auch zu diesem Anlass maskiert ist - aber ohne diesen Federschmuck, da er eine Kutte mit Kapuze trägt - kann nur schulterzuckend ihren Namen buchstabieren.

Xtabai Kisin: “Winnie. Klar.”

Natürlich. Sie hat auch von Lippen abgelesen, Winnie ist leicht. Ihr Blick geht wieder zurück zu Winnie.

Xtabai: “Ja, was ist, Winnie?”

Fragt sie betont neutral, wenn auch minimal kurz angebunden und verschränkt sich die muskulösen Armen vor der Brust. Sie ist neu hier. Sie weiß nicht, wer ihr gefährlich werden könnte. Aber diese Frau vermutlich nicht. Hat sie aber nicht sogar einen World Cup gewonnen? Sie selbst hat noch nichts erreicht in diesem halben Jahr. Nicht gerade beeindruckend, deshalb steht ihr Name auch auf keiner der Nominierung-Listen, aber gut, was nichts ist, kann noch was werden.

Winnie mag auch diesen Kuttenmann. Winke, Winke Kapuzenmann. Aber Xtabai hat Winnie bestimmt etwas mitzuteilen. Winnie hat ihre Aufmerksamkeit. Also große braune Frau: Hast du Schmitty gesehen?”

Winnie hebt das Keksglas hoch und tippt auf den weißen Aufkleber mit “Have you seen Schmitty?”.

Winnie the Whoops: “Win-Win-Winnie-Winnie?”

Kisin ist verwirrt. Was hat die Frau mit Regenbogen-Haaren und schwarz-weißem Outfit gesagt? Gewinnen? Ihr Kopf zuckt zu Moan um, der nur wieder Buchstaben gestikulieren kann, statt das Wort “Win”, das Xtabai zunächst vermutet hat. Achso. Jetzt ist der Dolmetscher verwirrt, auch weil Winnie ihm zugewunken hat. Xtabai hat im ersten Moment gedacht, sie könne auch gebärden. Tut sie aber nicht. Oder doch? Dann geht ihr Blick auf den Zettel. Und da geht ihr ein Licht auf. Natürlich, sie sucht Schmitty. Xtabai schaut natürlich auch eigene Shows an, um auch über potenzielle Gegner im Bilde zu sein. Diesmal zeichnet auf Xtabais Gesicht ein Ausdruck des Bedauerns ab. Xtabai schüttelt den Kopf.

Xtabai Kisin: “Tut mir leid, nein. Moan, hast du Schmitty Taiho gesehen?”

Fragt Xtabai ihren Begleiter, ohne sich von Winnie abzuwenden. Erinnert sich aber fast gleichzeitig, dass sie taub ist und daher die Sprache “sehen” muss. Mit einem tonlosem Seufzer blickt sie zur Seite zu Moan, der ebenfalls den Kopf schüttelt und zusätzlich wieder gestikuliert.

Moan: “Ich habe sie bisher auch nicht gesehen, aber meiner Meinung sollte sie hier irgendwo sein. Es ist eine Pflichtveranstaltung für alle IPW-Angestellten.”

Kisin überlegt für einen Moment. Sie hasst solche Events. So viele Menschen um sie herum, die sie nicht versteht und so viele Ablenkungen. Sie mag es nicht, sich auf andere verlassen zu müssen, auch wenn Moan absolut zuverlässig ist, aber sie möchte so gerne einfach mal ganz alleine irgendwohin gehen und nicht einen Dolmetscher an der Seite haben zu müssen. Zumal Moan sicherlich auch die Zeit anders nutzen möchte. Xtabai weiß, dass Moan sich ihr seinen Dienst geschworen hat, aber Pflichtgefühl ist eben nicht gleich Freiheit. Und bisher wollen die meisten Leute hier nichts mit ihr zu tun haben. Kann sie auch verstehen - wer will schon gerne mit einer muskelbepackten, bedrohlich wirkenden Amazonen-Kriegerin sprechen, die beim geringsten Anzeichen eines Missverständnisses auf Angriff gehen könnte. Die Kommunikation mit Eemill Heikkinen hat ja auch bisher “absolut großartig” geklappt. Sie hat also keine Lust auf hier, aber Winnies Suche klingt hingegen nach Abwechslung.

Xtabai Kisin: “Winnie. Brauchst du Hilfe bei der Suche?”

Vielleicht kriegt sie sogar einen Keks dafür. Aber das sagt sie natürlich nicht.

Eine Pflichtveranstaltung? Das klingt ja super. Das wusste Winnie ja noch gar nicht. Das macht Mut. Sie fühlt sich wie ein Keks im Backofen, der gerade aufgeht. Da kommt wieder Wärme in ihren Körper zurück. Schmitty muss also hier sein, das hat die große braune Frau gesagt … oder war es jetzt doch der Kapuzenmann? Winnies Kurzzeitgedächtnis ist gerade loco loco, oder wie die Spanerinnen das immer sagen. Hat Winnie jedenfalls mal aufgeschnappt. Super, vielen lieben Dank, dunkle, starke Frau.

Winnie the Whoops: “Winnie, Winnie, Wiiiinniiie, Winnie!”

Die Clownsdame strahlt über beide weiße Backen und selbst die schwarzen Tränen sehen nicht mehr so traurig aus. Sie öffnet den Deckel ihres Keksglases und hält es beiden hin.

Mit Freunden ißt man Kekse am besten gemeinsam und Winnie teilt so gerne. Die Freude an Keksen ist ansteckend, also ihr beide: Keks?

Winnie the Whoops: “Winnie?”

Das dargebotene Keksglas wird von Kisin etwas argwöhnisch beäugt, dann schaut sie noch einmal zum “Kapuzenmann”, aber der kann nur Schulterzucken und “Winnie” gebärden. Winnie hat nicht auf die Frage geantwortet. Vielleicht will sie auch keine Hilfe? Diese Situation glaubt Xtabai Kisin sehr gut zu kennen. Der Keks sieht aber lecker aus. Hoffentlich nicht die Sorte von Keksen, die irgendeine Tante für “Eigenversorgung” gebacken hat. Ihr wisst schon, diese spezielle Kekse, die nicht für Kinder bestimmt sind. Dann geht Kisin ein Risiko ein und nimmt einen aus der Dose. Sie hat sich doch heimlich einen gewünscht, oder nicht? Kisins Blick wechselt wieder zum Mann neben sie mit fragender Augenbraue, doch der Kapuzenmann hebt höflich beide Hände hoch und schüttelt den Kopf.

Xtabai Kisin: “Danke. Und… viel Glück bei der Suche.”

Murmelt sie, während sie ein winziges Stück vom Keks abbeißt. OH MEIN GOTT, ist das lecker. Aber sie hält die Klappe. Dafür hört man sie geräuschvoll kauen. Und nickt fast unbemerkt. Die große Maya-Kriegerin hat einen Keks gegessen. Winnie kann happy sein und weitersuchen.

Auf Wiedersehen große starke Frau … und Kapuzenmann. Winnie muss jetzt weitersuchen.

Winnie the Whoops: “Winnie, Winnie, Winnie … Winnie. Winnie winnie, Winnie.”

Und so schließt sich der Deckel des Keksglases und Winnie the Whoops sucht weiter. Schmitty muss hier also irgendwo sein. Das ist ja toll.

 

HALLE

Eine lange, schwarze Stretchlimousine kommt am grünen Teppich vorgefahren. Wer könnte sich wohl in dieser befinden? Welche Gruppierung würde dort wohl zahlenmäßig hineinpassen? Na klar, Oasis International und das ist jetzt auch kein allzugroßer Spoiler, denn das Logo befindet sich sogar auf der Tür die sich jetzt öffnet. Die New York Sharks, Asher Adams und Dexter Cooper steigen aus und stellen sich rechts, bzw. links von der Tür hin, als wäre sie Bodyguards. Gekleidet in grünen Anzügen, die den Farben der saudischen Flagge gleichkommen, dazu ein schwarzes Shirt und schwarze Schuhe. Synchron strecken sie dann bei jedem Wort ihre Fäuste nach oben.

New York Sharks: “SHARKS! SHARKS! SHARKS! NEW YORK SHARKS!”

Im letzten Jahr gab es noch Cheerleader, die ihren Namen gerufen hatten. Dieses Jahr sind sie offensichtlich nicht der Mittelpunkt.

BUUUUUUUUH

Die Fans buhen, denn die Sharks mag hier niemand und auch die Fotografen haben jetzt nicht so viel Interesse am erfolglosen Tag Team. Adams und Cooper verschränken die Arme und dann kommt auch der nächste aus der Limo. Als nächstes steigt El Dragon Negro aus und auch dieser bekommt die Buhrufe der Fans ab. Neben seiner gewohnten schwarzen Drachenmaske, trägt der Mexikaner noch einen schwarzen Anzug inkl. schwarzen Hemd, welches er oben aufgeknüpft hat. Seine Finger sind mit vielen Ringen bestückt, die man gut erkennen kann, als er eine Faust in Richtung der Kamera hält.

BUUUUUUUUH

Der Mexikaner tritt zur Seite und macht Platz für den nächsten von Oasis International. Andy Menace steigt aus. Für seine Verhältnisse sehr schick gekleidet, auch wenn die Jeanshose wieder nach „Typisch Menace“ schreit und der Hut, den er trägt, schreit nach jemanden von einer anderen Liga.

BUUUUUUUUH

Nachdem auch Menace zur Seite getreten ist, steigt “The Man himself” aus der Limo aus: Tariq Al-Rasheed. Der Manager des derzeit größten Stables der IPW trägt eine lange, schwarze Robe und eine grün-weiße Kufiya, den klassischen arabischen Kopfschmuck. Der Rest von Oasis International klatscht Beifall, die Fans aber nicht.

BUUUUUUUUUUUUUUUUH

Tariq Al-Rasheed: “Salem Aleikum, meine Freunde!”

Der Araber winkt in die Massen und ignoriert die Buhrufe komplett. Zunächst legt er nach Adams und Cooper seine Hände auf ihren Schultern, als wolle er sie segnen. Dann geht er zum Dragon hinüber und der bekommt sogar beide Hände auf beide Schultern und das gleiche passiert dann auch bei Andy Menace, dem er danach sogar noch lange die Hand schüttelt.

Al-Rasheed dreht sich dann wieder zur Tür der Limo und es wirkt fast so, als stünden die Sharks und auch Menace und Dragon Spalier und bilden einen Gang. Die Main Attraction von Oasis Internal tritt dann auf hochhackigen Plateaustiefeln aus der Limo heraus, die sie noch größer erscheinen lassen, als sie es eh schon ist und sie überragt dadurch sogar auch Asher Adams, der jetzt bisher der größte im Team war. Die Rede ist von der südkoreanischen Wrestlerin und Strong-Idol, So-Yun Lee. Die kräftig gebaute, große Frau steigt aus und trägt einen Traum von Kleid. Silbern, mit seitlichen Schlitz bis zur Hüfte, wo man gut ihre hochhackigen Plateaustiefelletten und die silbrigen Nylonstrümpfe erkennen kann. Ihr blonden Haare sind gestyled und die künsltiche Bräune am Körper wurde anscheinend noch einmal aufgefrischt. Das Gesicht als heller Kontrast sticht hierbei heraus. Ein Schönheitsmerkmal.

YEEEEEEEEEEEAAAAAAAAAAAAAAAAAH

Und weil ein gutes Aussehen sich immer bezahlt macht, können die Fans nach wie vor So-Yun Lee irgendwie nicht böse sein und jubeln. Die sieht aber auch verdammt gut aus, was auch Tariq Al-Rasheed mit seinem Blick bestätigt. Als würde er sie mit seinen Augen ausziehen, verfolgt er jede Bewegung ihres Körpers. Jeder Muskel, der sich bewegt, wird genauestens beobachtet. Der Araber reicht ihr seine Hand und als sie ihm die ihre gibt, gibt er ihr einen Handkuss und stellt sich dann neben sie und geht mit ihr über den grünen Teppich. Das sieht schon verdammt ulkig aus, wie die große Frau neben dem viel kleineren Manager dort steht.

Jason Vance: “Oasis International meine Damen und Herren. Ich wünsche ihnen allen einen schönen guten Abend.”

Tariq Al-Rasheed: “Salem Aleikum, Mr. Vance. Hören sie diese Rufe der Fans? Sie mögen uns!”

Mit der freien Hand hält sich Al-Rasheed ans Ohr, aber so wirklich laut jubeln tut niemand und wenn, dann sind es noch die Rufe der männlichen Fans, die ein Bild mit So-Yun Lee haben wollen.

Jason Vance: “Oasis International hat ein gutes Jahr hinter sich, möchte man meinen, auch wenn das letzte Match der New York Sharks nicht erfolgreich war.”

Lautes Schnaufen bei den Sharks. Sie haben die Niederlage gegen die Tag Team Champions nicht verkraftet.

Tariq Al-Rasheed: “Mr. Vance, halten wir fest, dass Mr. Adams und Mr. Cooper ihr bestes gegeben haben, an diesem Tag waren Mrs. Sol und Mrs. Valquiria einfach ein Stückchen glücklicher, aber noch einmal werden sie sie nicht besiegen.”

So kann man es auch drehen. Aber die Sharks waren schon klar das schlechtere Team.

Jason Vance: “Zum Jahresbeginn ging ihre Gruppierung ja erst so richtig an den Start, nachdem sie ja bereits bei der letzten Award Show als Trio antraten und Trio ist auch das richtige Stichwort, denn Oasis International, oder damals noch die New York Sharks, waren ja auch nicht unerfolgreich.”

Tariq Al-Rasheed: “Sehen sie Mr. Vance, als einer der wenigen Leute, sehen sie es genau richtig. Dadurch, dass ich die New York Sharks übernahm und sie mit der großartigen, heißen, starken, unübertroffenen So-Yun Lee erweiterte, waren sie endlich erfolgreich.”

So-Yun Lee spannt den Bizeps an. Im Hintergrund rollen Adams und Cooper nur die Augen. Als wären sie soooooo unerfolgreich vorher gewesen? Na gut, eigentlich stimmt es ja schon, aber man muss es den beiden ja nicht jedes Mal unter die Nase binden, oder?

Tariq Al-Rasheed: “Wir hatten die Northern Successors besiegt und wo sind die heute? Nicht mehr aktiv. Alle nur noch Solo unterwegs und im Streit auseinander gegangen. So-Yun Lee hatte Yuki Yotsuba am Rand einer Niederlage und wäre beinahe Intercontinental Champion geworden, was sie auf jeden Fall 2026 nachholen wird und wie sie bereits richtig erwähnt haben, hatten die New York Sharks sich eine Tag Team Titel Chance erarbeitet. Und vergessen wir bitte nicht, dass wir Oasis International als neuen Namen gewählt hatten, da wir uns mit internationalen Größen wie El Dragon Negro und dem legendären Andy Menace verstärkt haben.”

Die Kamera schwenkt zum Dragon, der die Hände faltet und sich in Richtung von Al-Rasheed verneigt. Menace hebt kurz die Faust hoch und nickt.

Tariq Al-Rasheed: “Mr. Vance, wenn sie uns dann entschuldigen würden? Wir haben dort vorne noch einen Fototermin und dann müssen wir unsere vielen Auszeichnungen abholen.”

Jason Vance: “Natürlich, gehen sie nur weiter. Meine Damen und Herren, Oasis International.”

Die Truppe zieht weiter und positioniert sich vor der Sponsorenwand. Die New York Sharks schön in der zweiten Reihe hinter Tariq Al-Rasheed. Ein Zeichen für ihre Klassifizierung oder doch nur einfacher Personenschutz? Oder vielleicht haben sie ja seinen “Back”? Tariq Al-Rasheed nimmt natürlich den Mittelpunkt ein. Direkt neben ihm steht So-Yun Lee zu seiner linken und zu seiner rechten steht Andy Menace. Der Dragon Negro stellt sich hinter So-Yun Lee. Bei so vielen Personen ist es schon eine Kunst für sich, dass überhaupt alle Platz auf dem Foto finden.



Jason Vance: “Und hier sehen wir auch schon das nächste Gefährt vorfahren… wer wird es wohl diesmal sein?”

Eine schwarze Limousine fährt vor und es hagelt ein Blitzgewitter auf die offene Tür von den Paparazzi. Als sich die wieder etwas lichten, können die drei aussteigen und werden für alle sichtbar.

Jason Vance: "Oh, es sind die drei Damen von Akatsuki Nova, hi Girls.”

Die drei steigen nacheinander aus, erst Dakutaiga, dann Anahita und zum Schluss Taylor Thompson. Die maskierte Tigerdame erscheint in einem langen roten Kleid mit goldenen Akzenten und dazu passender Maske. Taylor hat ihre langen, blonden Haare zu einer 80er Jahre Frise gestyled und trägt ein enges, bodenlanges silbernes Paillettenkleid mit sichtbaren Dekollete und dazu silbernen High Heels. Anahita trägt ihre langen, seidig gewellten schwarzen Haare, mit den Regenbogensträhnen auf der rechten Seite, offen. Outfittechnisch trägt die Iranerin ein sehr tief dekolletiertes grünes Seidenkleid bis zum Boden, welches ihre üppige Oberweite sehr in Szene setzt und dazu wie Taylor silberne High Heels.

Jason Vance: “Oh wow, ihr seht so heiß aus, kommt doch mal her für ein paar Fragen!”

Das lassen sich die drei nicht zweimal sagen und begrüßen den glatzköpfien Briten mit grau melierten Bart mit einem Küsschen rechts, Küsschen links.

Dakutaiga: “Und du erst Jason, schick schick.”

Jason Vance: “Danke. Wie geht es auch, seid ihr gut drauf?”

Die Tigerdame nickt freundlich und zufrieden.

Dakutaiga: “Claro que sí! Ich freue mich immer über die Award Show, einmal im Jahr kann man sich richtig rausputzen und alle sehen schick aus. Wirklich toll.”

Anahita Namazi: “Es ist eine Zusammenkunft von allen aktiven Wrestlern der IPW. Man sieht so selten alle auf einmal und an einem Fleck.”

Taylor Thompson: “Und die After Show Parties sind auch immer der Renner.”

Jason Vance: “Erlaubt mir euch nur ein paar Fragen zu stellen. Zuerst an euch, Anahita und Taylor. Ihr kommt frisch aus der Heart & Soul Tag League der SJPW, wo ihr 4 Punkte erreichen konntet. Anahita , du warst ja schon beim Super-J dabei, wie war diese Erfahrung für euch beide zusammen?”

Anahita Namazi: “Großartig. Einfach nur großartig. Taylor und ich hatten ja eigentlich nie geplant, dass wir als festes Tag Team unsere Karrieren fortsetzen, aber die Umstände rund um den Carnage Crossover mit den Five Star Celebs und der Tatsache geschuldet, wie gut unser Auftreten als Rainbow Unicorns ankam, hat uns dazu bewogen, dass wir aus der einmaligen Sache jetzt ein festes Tag Team bilden und die EInladung zu den SJPW Tag Leagues kam nicht nur überraschend, sondern genau richtig.”

Anahita strahlt über beide Wangen und man kann ihr richtig vom Gesicht her ablesen, wie schön sie diese Erfahrung fand.

Taylor Thompson: “Richtig. Wir konnten direkt in unserer noch sehr jungen Tag Team Karriere uns mit einigen der besten Frauen Tag Teams der Welt messen. Die gleiche Erfahrung hatten Anahita und ich bereits im Super-J Turnier gemacht, als Ana dieses Jahr und ich im letzten Jahr dort teilnahmen.”

Jason Vance: “Stimmt, wie konnte ich dich nur vergessen, Taylor?”

Die US-Amerikanerin winkt lächelnd ab.

Taylor Thompson: “Ich verzeihe dir. Aber für Ana und mich war es eine große Ehre, überhaupt eingeladen zu werden und im nächsten Jahr wollen wir auch richtig in der IPW angreifen und uns die Tag Team Titel holen.”

Dakutaiga: “Ich bin wirklich unglaublich stolz auf die beiden, sie haben eine tolle Leistung abgeliefert und sind in kurzer Zeit als Team gut zusammengewachsen. Sky is the Limit für Sie!”

Jason Vance: “Bleiben wir doch bei dir, Taiga. Du und Jueri Rampage sind gemeinsam und alleine bereits mit unserem World Champion aneinandergeraten, aber bis jetzt hat er niemanden von euch als Herausforderin ernannt, wie geht's jetzt weiter?”

Dakutaiga: “Der Prolet wird sich schon noch äußern, wenn er sich traut. Aber ich will uns mit Gedanken an ihn nicht den Abend versauen. Wir sind heute alle hier um uns und die IPW zu feiern. Um den Laberkopf kümmern wir uns bei Worldwide dann, nicht wahr, Girls?”

Die Rainbow Unicorns stimmen mit einem synchronen Nicken zu.

Jason Vance: “Letzte Frage, dann entlasse ich euch. Du hast grad schon vom ‘wir’ gesprochen, wann sehen wir euch Jagd auf die 3STARS Title machen?”

Taylor Thompson: “Das kann ich dir nicht beantworten. Taiga hat erst einmal die World Championship im Auge und Ana und ich die Tag Team Championship, denn man sollte immer nach den größten Sternen greifen und das sind nun einmal die World- bzw. World Tag Team Championship.”

Anahita Namazi: “Das soll die 3STARS neXus Championship nicht herunterziehen, aber für jedes Tag Team sollte die Tag Team Championship an Position 1 stehen. Wenn wir Luft haben, dann werden wir in der Akatsuki Nova Familie auch über die Trios Championship reden und irgendwann wollen wir auch diesen Titel erringen. Das ist klar.”

Dakutaiga: “Ich kümmere mich erstmal um Siggi und all das, dann können wir uns um die Trios Titles kümmern. Außerdem finde ich es gut, wenn wir vorher noch ein paar Siege zu dritt einfahren könnten, bevor wir die Champions herausfordern. Welche mit Supreme Dark aktuell auch ne harte Nuß sind, ich habe mit Suzuki-san und Ninomiya-san schon trainiert, das sind Monster im Ring!”

Autogeräusche sind zu vernehmen, da kommen wohl gleich die nächsten.

Dakutaiga: “Das ist wohl unser Stichwort. Lässt uns rein, Mädels.“

Sie winken dem Reporter zu und werfen einigen Fans und Fotografen ein paar Luftküssen zu. Die Kleider ziehen sie vorne etwas hoch, sodass sie nicht drauftreten und alle drei stellen sich dann vor die Sponsorenwand für ein Foto. Unter anderem lehnen sich die Unciorns seitlich an Taiga an.

Danach machen sie sich dann auf den Weg nach drinnen.

 

HALLE

Kangaroo Kid und FoxMcCloud stehen im großen Rund, wo rundum “WILL THE CIRCLE BE UNBROKEN” steht und einige Platinplatten an den Wänden hängen. Eine typische Hall of Fame halt. Die IPW hat noch keine, aber hier könnte man gut sehen, wie so etwas aussehen könnte.

Kangaroo Kid: “Guck mal, auch nach ihrem Ableben, werden sie alle noch bewundert. Ob wir das auch schaffen? Ich mein, an dich wird man sich natürlich erinnern, aber an mich?”

Fox schaut sie einmal an und legt ein wenig den Kopf schief, als sie da darüber spricht, ob man sich an sie erinnern wird. Er steht an der Stelle, wo er sich sicher ist, dass man sich an ihn erinnern wird. Er ist ja doch um einiges älter und schon länger in diesem Biz unterwegs.

FoxMcCloud: “Weißt du, das hängt davon zusammen, ob du dran bleibst. Und… am Ende muss ich sagen, auch wenn man sich an dich erinnert, es sollte nicht das Wichtigste für dich sein. Es gibt wichtigere Dinge, ganz ehrlich. Gesundheit ist zum Beispiel wichtiger. An mich denken viele Leute und ich gelte als Legende, doch als es mir schlecht ging und wenn es mir schlecht geht, habe ich davon wirklich wenig. Daher… schau vor allem danach, dass du gesund bleibst und dass du dich wohl fühlst. Das ist wichtiger.”

Oh, oh, oh - da ist das Mädchen mit den großen Känguruohren und der Typ mit Fell.Der hat bestimmt eine gute Spürnase, mit der er Schmitty erschnuppern kann und die andere hat gute Ohren, mit denen sie Schmitty hören kann. Winnie muss die beiden sofort ansprechen und sie hat ja auch Kekse dabei.

Winnie the Whoops: “WINNIE!”

Vor den beiden steht ein weiblicher Clown, im engen Kleid mit schwarz-weißen Karomuster, weiß geschminkten Gesicht mit roten Lippen und schwarzen Tränen und langen, glatten, regenbogenfarbenen Haaren mit Zopf auf dem Kopf. In ihren Händen hält sie ein riesiges Keksglas mit Deckel.

Fox schaut den weiblichen Clown an und ein mildes Lächeln geht über seine Lefzen, als er sie erkennt.

FoxMcCloud: “Guten Abend auch. Können wir etwas für dich tun?”

Kangaroo Kid: “Hey, Winnie. Wie geht’s dir? Wow, was für ein tolles Kleid.”

Die Australierin mustert ihre Rosterkollegin von oben bis unten. So ein schönes Kleid hätte sie ihr nicht zugetraut. Winnie trug ja bisher immer ihre typische Clownskleidung und auch wenn die Karomuster hier noch in die gleiche Richtung gehen, so ist das Kleid richtig hübsch und sie selbst würde es auch tragen.

Winnie the Whoops: “WINNIE!”

Winnie mag das Mädchen mit den großen Känguruohren und den Fuchs mag sie auch. Winnie kennt ja viele komische Leute noch aus dem Zirkus. Da war jemand mit drei Armen, eine riiiiiiesige Frau mit breiten Armen, zusammengewachsene Zwillinge, und, und, und. Winnie hat eine Liebe für Leute, die wie sie sind. Winnie muss sich jetzt noch einmal bedanken und dann wird Winnie die beiden fragen.

Die Holly Golly des Wrestlings macht einen Knicks, dann hält sie den beiden das Glas vors Gesicht. Die beiden erkennen, dass ein weißer Aufkleber aufgeklebt wurde, wo mit schwarzem Stift “Have you seen Schmitty?” geschrieben wurde.

Winnie the Whoops: “Winnie?”

Kiddo liest sich den Aufkleber durch, dann schaut sie bedrückt zu Winnie.

Kangaroo Kid: “Oh, es tut mir leid, aber ich habe Schmitty heute noch nicht gesehen. Du vielleicht, Fox?”

Sie blickt zu ihrem Begleiter herüber. Der schüttelt nur den Kopf.

FoxMcCloud: “Ich kann nicht einmal behaupten, Schmitty jemals persönlich gesehen zu haben, Bei Shows, bei denen ich dabei war, sind wir uns nicht persönlich über den Weg gelaufen. Sorry.”

Kangaroo Kid: “Sorry, Winnie, aber vielleicht ist sie ja irgendwo anders hier? Wir sind gerade auch selbst erst angekommen. Vielleicht steht sie dort hinten beim Buffet?”

Die Blondine zeigt in Richtung der Beschilderung des Buffets. Winnie the Whoops schaut dorthin und nickt.

Das ist aber schade. Winnie hatte Hoffnungen, aber immerhin haben sie Winnie eine Richtung gezeigt. Auf nette Menschen ist immer Verlass. Hatte Winnies Papa Winnie früher gesagt. Vielen Dank, Kangaroo Mädchen und Fuchs Mann. Keks?

Winnie the Whoops: “Winnie, Winnie win Winne. Winnie?”

Der weibliche Clown öffnet den Deckel vom Glas und hält den beiden die Kekse hin. Schöne runde Chocolate Cookies.

Fox nimmt sich einen Keks und knabbert genießend an dem Keks.

FoxMcCloud: “Sehr lecker, danke!”

Kangaroo Kid: “Wow, danke.”

Kiddo nimmt sich einen Keks heraus und beißt gleich ein Stück ab. Hm, die sind aber wirklich lecker. Jetzt versteht sie, warum Winnie immer so ein Keksfaible hat.

Guten Freunden gibt man einen Keks. Winnie ist froh, dass sie neue Freunde gefunden hat. Aber jetzt muss Winnie ihre allerallerallerbeste Freundin Schmitty Taiho finden. Auf Wiedersehen, Känguru Mädchen und Fuchs Mann. Winnie muss weiter. Schmiiiiiiiiiittyyyyyyyyyyyyyyyyyy….

Winnie the Whoops. “Wiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeee?”

Die Holly Golly des Wrestlings entfernt sich von den beiden und hält eine Hand an den Mund, um ihren suchenden Ausruf zu verstärken. Ihre Richtung ist klar. Das Buffet.

Kangaroo Kid: “Die ist aber auch knuffig.”

Fox nickt.

FoxMcCloud: ”Ja schon. Auch wenn man sich fragen könnte… na ja, egal. Man muss nicht alles hinterfragen. Gehen wir Richtung Plätze?”

Und als Kiddo dann nickt, machen sich beide auf in Richtung Sitzplätze.

 

HALLE

Ein Taxi fährt vor und kommt vor dem grünen Teppich zum halten. Der Taxifahrer steigt aus und öffnet die hintetere Tür, aus welcher ein Riese aussteigt. Der, nun ehemalige, IPW Intercontinental Champion Maleko steht am grünen Teppich und überragt wieder einmal alle mit seinen über zwei Metern Körpergröße. Der Tongaer trägt eine schwarze Hose, ein schwarzes Hemd, schwarze Schuhe und eine blutrote Anzugsjacke. Um seinen Hals hängt eine silberne Kette mit Totenkopfanhänger. Das Facepaint hat er heute zuhause gelassen, aber eine tiefschwarze Sonnenbrille bedeckt seine Augen. Am auffälligsten ist allerdings die schwarze Schlinge, in welcher er seinen rechten Arm hat. Da stimmen die Verletzungsgerüchte also doch. Jason Vance nähert sich ihm.

Jason Vance: “Maleko, sei gegrüßt und oh, du hast den Arm in einer Schlinge. Die Verletzung ist also wirklich da, aber hey, immer noch besser als ein Gips, oder?”

Maleko: “Wenn es nach mir geht, brauche ich so etwas nicht, aber die IPW Ärzte bestanden darauf, da sie mich auch wieder gesund schreiben müssen.”

Jason Vance: “Also hast du keine Schmerzen mehr am Arm?”

Der Riese von der Insel Tonga zieht seine Sonnenbrille etwas herunter und schaut über den Rand zum Briten.

Maleko: “Schmerz ist nur Schwäche, die den Körper verlässt.”

Jason Vance: “Ich verstehe. So kann man es natürlich auch sehen. Wurde dir denn gesagt, wann wir dich wieder in Action sehen können?”

Die Sonnenbrille wird jetzt gang abgenommen und in der Hand gehalten.

Maleko: “Wenn die Herren Doktoren zu ihrem Wort stehen, dann spricht da nichts gegen, dass ich im Januar wieder im Ring stehe.”

Jason Vance: “Da haben wir ja Glück, dass du heute zum Glück nicht wrestlen musst. Bei der heutigen Award Show bist du auch nominiert, unter anderem als Wrestler des Jahres. Wie schätzt du deine Chancen ein und abgesehen von dir, wer hat die größten Chancen auf die Auszeichnung?”

Maleko: “Ich hatte das beste Jahr meiner IPW Karriere. Ich stand in drei PPV Matches um die Intercontinental Championship und gewann zwei davon. Ich hatte die kleine Maus unter meinen Füßen zerquetscht, die als Riesentöter sich langsam einen Namen machte. Ich habe Angst in ein kleines Mädchen eingeflößt und sie ihre Grenzen überschreiten lassen. Ich weiß, dass ich diese Auszeichnung verdient habe, aber wer weiß schon, wie die Fans abstimmen? Wenn es nach mir geht und ich einen der anderen wählen müsste, dann würde ich mein Geld auf Jueri Rampage setzen.”

Jason Vance: “Warum genau dieser Tipp? Euch beide hat man in letzter Zeit ja häufiger backstage zusammen gesehen. Geht da vielleicht was?”

Genervt rollt der frühere Champion mit den Augen.

Maleko: “Nein.”

Der Brite nickt und wartet dann auf den zweiten Teil der Antwort, den er aber nicht bekommt. Es vergehen ein paar Sekunden, wo gar nichts passiert, ehe Vance das Mikro wieder zu sich zieht.

Jason Vance: “Möchtest du sonst noch etwas zur Award Show sagen?”

Maleko: “Nein.”

Der Blick des Riesen wirkt bedrohlich auf Vance. Es wird Zeit für ihn, dieses Interview schnell zu beenden.

Jason Vance: “Dann wünsche ich dir auch viel Spaß und weiterhin eine gute Genesung.”

Maleko: “Danke.”

Der tongaische Riese geht weiter und setzt auf den Weg zur Sponsorenwand seine Sonnenbrille wieder auf. Vor der Wand wird dann einmal ganz simpel posiert, ehe der Riese weiterzieht.

Ein 3er BMW in schwarz in vor und kommt zum halten. Der Fahrer steigt aus und es ist Vural Yilmaz. Aus der Beifahrertür steigt sein Bruder Deniz aus, ehe auch eine der hinteren Türen sich öffnet und wir Aaron Martin sehen. Ein Bild, was sicher so niemand für möglich gehalten hätte. Die drei hatten mal so gar nichts miteinander zu tun bisher. Während die Bruder wieder im Partnerlook erscheinen (weißes Muskelshirt, rote Anzugjacke drüber, schwarze Anzughose und schwarze Lackschuhe, dazu eine breite Goldkette und die Haare streng nach hinten gegelt), hat Aaron Martin seinen Leder Biker Look etwas ablegt und sich dem Ort angepasst. Braune Wildlederbots, eine schwarze Jeanshose und -Jacke und dazu, neben seiner ikonischen Sonnenbrille, noch einen Cowboyhut. Jason Vance ist auch schon gleich bei ihnen.

Jason Vance: “Na so etwas. Mit diesem Trio hätte ich jetzt aber gar nicht gerechnet. Wie kommt’s?”

Aaron Martin himself nimmt diese Frage entgegen. Er nimmt dafür sogar seine Sonnenbrille ab.

Aaron Martin: “Ich benötige derzeit etwas Schutz und die Yilmaz Bros. waren so freundlich, mir ein gutes Angebot zu machen und das konnte ich nicht ablehnen.”

Jason Vance: “Hat es was mit der Attacke von Andy Menace auf dich zu tun?”

Aaron Martin: “Richtig. Ich möchte nicht erneut von irgendwelchen halbstarken Hockeyspielern gekidnappt werden. Mit Deniz und Vural Yilmaz fühle ich mich auch bei der Award Show sicherer und ich hoffe, dass ich einen schönen Abend erleben kann, auch wenn ich nicht nominiert bin.”

Jason Vance: “Das hoffen wir alle. Deniz, Vural. Wie wir gerade erfahren haben, seid ihr die Security von Aaron Martin. Wir haben euch aber lange nicht mehr mit den Sassy Sissies gesehen? Gibt es dafür einen Grund?”

Da traf der Brite direkt einen wunden Punkt. Die Coolness entweicht den Gesichtszügen der Yilmaz Bros.

Deniz Vural: “Und wie es den gibt. Vural und ich, wir haben uns jahrelang den Arsch für die Mädels aufgerissen und wofür?”

Vural Yilmaz: “Weißt du, wie viel Sterne die uns bei Google gegeben haben?”

Jason Vance: “Ich vermute mal fünf?”

Deniz Yilmaz: “EINEN Stern. Und das gleich dreimal.”

Jason Vance: “Wie kann man jemanden dreimal 1 Stern geben?”

Vural Yilmaz: “Sissies Account, Lexis Account und Lulus Account. Und dann so Worte wie “Oh mein Gott, die haben zugelassen, dass isch bei einem Event der IPW voll so abgeschminkt werde. Isch schwöre.” oder “Wegen diesen Ottos haben wir gegen das Känguru Kind verloren. Schwöre, würde voll 0 Sterne geben!”.”

Jason Vance: “Oh, das ist hart.”

Deniz Yilmaz: “Daher gehen wir getrennte Wege und konzentrieren uns jetzt auf unseren eigenen Weg.”

Vural Yilmaz: “Wir bieten weiterhin unsere Security Dienste an, aber wir verfolgen auch unsere eigenen Ziele.”

Jason Vance: “Die da wären?”

Deniz Yilmaz: “Im nächsten Jahr gewinnen wir die Tag Team Championship.”

Vural Yilmaz: “Und ich hole mir meinen Sieg gegen Pierre Martin zurück.”

Jason Vance: “Wie? Ist das nicht schon lange abgeschlossen?”

Vural Yilmaz: “In unserer Heimat gibt es ein Sprichwort: Yiğit düştüğü yerden kalkar. In deiner Sprache heißt es: Ein Held steht dort wieder auf, wo er gefallen ist. Mein Bruder und ich, wir werden uns an Martin noch rächen, für die Schande, die er über unsere Familie gebracht hat.”

Jason Vance: “Aber … er hat doch nur ein Match gewonnen?”

Vural Yilmaz: “Es war mehr als ein Match, aber so etwas versteht ihr Briten nicht. Wir müssen jetzt weiter.”

Und zwar wortwörtlich, denn Aaron Martin ist bereits vorgegangen und die Security muss bei ihm bleiben. An der Sponsorenwand positioniert sich der Altrocker mittig, während die Yilmaz sich an beiden Seiten positionieren und unterschiedlich posen. Hauptsache, sie sehen absolut hart aus.

 

 

HALLE

SCHMIIIIIIIIIIIIIIIIITTYYYYYYYYYYYYYYYYYY~

Winnie the Whoops: “WIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIINNIIIIIIIIIIIIIIEEEEEEEE!”

Wo ist sie nur hin und warum weiß keiner etwas? Das ist so richtig blöd für Winnie. Dabei hatte Winnie sich extra auf heute gefreut, denn hier wollte sie neue Informationen sammeln.

Mit dem großen Keksglas mit Glasdeckel watschelt die Holly Golly des Wrestlings durch den Backstage Bereich der Country Music Hall of Fame. Und zwar wörtlich watscheln, denn hochhackige Stiefel sind jetzt nicht ihr tägliches Schuhwerk, aber Schmitty hatte ihr das Outfit rausgesucht, wenn Winnie schwören könnte, dass ihr Kleid im Karodesign vor kurzem noch farblich war und nicht schwarz-weiß.

Winnie the Whoops: “WINNIE!”

Winnie hat wen gefunden. Der kam doch schon weit herum auf der Welt und der hat bestimmt eine Ahnung. Und Winnie mag seine Musik. Die wäre in jedem Zirkus der Renner. Winnie weiß so etwas.

Die Wrestlerin aus Clowntown klappst dem südkoreanischen Sahnebonbon auf die Schulter. Der ist wohl mal kurz allein, zumindest ist weder von Don Herrera noch Mizuki Yamamoto etwas zu sehen, sodass er sich die GWS Heavymetalweight Championship um eine Schulter geschnallt hat. Auf jeden Fall dreht er sich zur Clownsdame herum und seine Augen werden etwas größer.

Min-Jun: “Oh, hi Winnie! Schön dich zu sehen… und ausgerechnet heute habe ich mein Winnie the Whoops Fan Shirt nicht an. Kann ich dir irgendwie helfen?”

Der Südkoreaner zieht seine Mundwinkel hoch.

Oh ja und wie er Winnie helfen kann. Winnie ist froh, dass er sie auch direkt fragt und damit auch der erste ist. Warum machen das andere nicht auch? Egal, Winnie sollte nicht weiter darüber nachdenken.

Winnie the Whoops: “WINNIE!”

Der sieht aber wirklich, wirklich gut aus. Wie ein glasierter Keks. Die sind immer lecker. Winnie mag glasierte Kekse, vor allem alle mit pinker Farbe. Aber sie muss sich jetzt auf ihre beste Freundin der Welt konzentrieren, denn die ist noch verschwunden. So Herr Idol, Hast du Schmitty gesehen?

Die Holly Golly des Wrestlings hebt ihr großes Keksglas hoch und tippt mit den lackierten FIngernägeln auf den weißen Aufkleber, wo “Have you seen Schmitty?” draufsteht.

Winnie the Whoops: “Win-Win-Winnie-Winnie?”

Min-Jun schaut zwischen Winnie und dem Keksglas hin und her, es dauert kurz, bis er den Aufkleber vor den ganzen Keksen als tatsächliche Frage und nicht als Markenaufdruck identifiziert. Er beugt sich nach vorne und legt den Kopf leicht schief, warum hält sie das Ding nicht einfach gerade? Er schüttelt dann leicht den Kopf und zieht die Augenbrauen etwas zusammen, als er Winnie wieder anschaut.

Min-Jun: “Tut mir leid, ich habe Taiho Schmitty-ssi leider nicht gesehen. Hast du denn schon überall gesucht?”

Oh ja, Winnie hat üüüüüüberall schon gesucht, aber Schmitty ist entweder gut versteckt, oder sie ist, wie Winnie es vermutet, entführt worden. Ja, du hörst richtig, ENTFÜHRT WORDEN!”

Winnie the Whoops: “Winnie, Winnie, Wiiiiiiiiinie, Winnie. Winnie, Winnie, Winnie! Win-Winnie, WINNIE-WINNIE!”

Zwischenzeitlich ertönen Absätze auf dem Boden und eine weitere Frau - ganz in pink - stößt dazu. Mizuki Yamamoto ist zurückgekehrt und schaut etwas argwöhnisch zwischen der Clownsfrau und dem Idol hin und her, ehe sie sich neben den Südkoreaner stellt und einen seiner Arme umschlingt.

Mizuki Yamamoto: “Ist alles in Ordnung?”

Aus einer anderen Himmelsrichtung watschelt Don Herrera heran, vollbeladen mit allem, was das Catering so bietet. Als er Winnie erblickt, bleibt er wie angewurzelt stehen, seine Augen weiten sich und dann schreit er auf.

Don Herrera: “ES IST PENNYWISE! LAUFT!”

Zwar fällt dem Ringrichter bei der rasanten Umdrehung ein Hot Dog aus der Hand, aber vor solchen gruseligen Clowns muss man einfach flüchten.

Pennywise? Oh je, den kennt Winnie aus dem Fernsehr, der ist übel. RETTE SICH WER KANN! CLOWNS UND KEKSGLÄSER ZUERST!

Winnie the Whoops: WINNIE, WINNIE! WINNIE WIN WINNIE WIN!”

Und Winnie muss noch Schmitty finden. Sie darf nicht von Pennywise gefressen werden. PLATZ DA!

Winnie the Whooops: “WINNIE!”

Und so rennt die Holly Golly mit dem Keksglas, wie ein Football unter den Armen, nach vorne und rennt versehentlich Min-Jun und Mizuki um, da Don Herrera ihr ein Beinchen gestellt hat. Die Kombination aus heranstürmender Winnie, in Kombination mit den Absätzen der Frauen, sorgt dafür, dass alle drei zu Boden fallen. Min-Jun und Mizuki auf dem Rücken und auch Winnie, die aber noch ihr Keksglas nach oben hält.

Winnie the Whoops: “Winnie…”

Glück gehabt … Kein Kratzer im Glas. Sie braucht das Glas noch, um Schmitty zu finden und für ihr Wohlbefinden.

Da Winnie mit dem Rücken aber auf Min-Juns Oberkörper liegt und beide Schultern unten sind, wirft sich Don Herrera neben ihn und beginnt einen Count zu zählen. Muscle Memory halt.

Don Herrera: “1…………….2……………3! DING, DING, DING! NEUER GWS HEAVYMETALWEIGHT CHAMPION, PENNYWISE! BITTE FRISS MICH NICHT!”

Winnie the Whoops: “Winnie?”

Der Ringrichter löst gekonnt den Verschluss des Titelgürtels und zieht ihn von Min-Juns Schulter herunter, um ihn dann mit ausgestrecktem, zitternden Arm an die Clownsfrau zu reichen. Allerdings sind der Südkoreaner und die Japanerin immer noch unter Winnie begraben.

Min-Jun: “Winnie…. könntest du dich vielleicht von uns herunterrollen, bitte?”

Ob er mitbekommen hat, dass er jetzt kein Champion mehr ist? Zumindest bleibt er unerwartet freundlich und versucht die Clownsfrau im Rahmen des Möglichen zumindest von sich und Mizuki herunter in eine sitzende Position zu schieben.

Was ist das? Kann man das essen? Ein Championtitel? Der glänzt ja fast so, wie der, den sie heute schon gesehen hat bei dem anderen netten Mann und .. und warum reicht dieses Zebra ihr diesen Gürtel? Hilft der ihr bei der Suche nach Schmitty? Oh, das wird es sein.

Mit Druck von “unten” und der eigenen Körperspannung steht Winnie the Whoops auf, stellt sich neben die Gruppe, legt den Titel auf den Boden und hebt ihr Keksglas hoch, wobei sie den Glasdeckel abnimmt.

Winnie dankt euch für die Hilfe und das neue Hilfsmittel. Hier, nehmt einen Keks. Das sind Winnies Lieblingskekse.

Winnie the Whoops: “Winnie, winnie, winnie win Winne win Winnie. Winnie, win win Winnie. Winnie, Winnie, Winne!”

Min-Jun: “Äh…”

Bis daaaahaaaaan.

Winnie the Whoops: “Wiiinniiiiiiihiiiiiiiie!”

Mit dem Keksglas in beiden Händen, dem Championtitel über der Schulter und viel guter Laune, verlässt Winnie die Szenerie wieder. Wie ein Reh im Scheinwerferlicht schaut Min-Jun Winnie - aber wohl eher der GWS Heavymetalweight Championship - hinterher. Die Pinkhaarige schaut zwischen der davonlaufenden Clownsfrau und Min-Jun hin und her… und irritiert auf den Keks in ihrer Hand.

Don Herrera: “Endlich sind wir Pennywise los.”

Der Südkoreaner schüttelt seinen Verlust mit einem Kopfschütteln ab und schaut zum Ringrichter.

Min-Jun: “Wir?”

Don Herrera: “Was? Was willst du?”

Min-Jun: “Sie ist jetzt GWS Heavymetalweight Championesse, du bist der Ringrichter. Solltest du ihr… naja, nicht vielleicht hinterherlaufen? Und deinen Job machen?”

Der frühere GWS Referee schluckt laut. So war das irgendwie ja nicht geplant. Aber er hat einen Plan B und wirft sich auf den Boden.

Don Herrera: “Warum … WARUM … WAS HABE ICH NUR GETAN?”

Aber er wird nicht drumherum kommen, dass er jetzt “Pennywise” folgen darf. Mizuki macht einen Schritt zurück, damit Don ihr nicht versehentlich über die Füße rollt in seinem Frustanfall. Mit hochgezogenen Augenbrauen schaut sie dann zum Südkoreaner, der in die Richtung schaut, in welche Winnie gerade verschwunden ist.

Min-Jun: “Den hole ich mir wieder…. aber ich muss jetzt hinter die Bühne und mich vorbereiten für die Show.”

Der Anflug von einem Schmollmund legt sich auf seine Lippen, doch seine Miene hellt sich etwas auf, als Mizuki ihm den Keks mit einem Lächeln vor die Nase hält. Er nimmt ihn an, drückt Mizuki leicht an sich, ehe er wieder den auf dem Boden herumrollenden Don schaut.

Min-Jun: “Man sieht sich.”

Nachdem das Paar sich Hand in Hand entfernt, bleibt nur ein bockiges Kind- äh ein Don Herrera zurück.

Don Herrera: “WARUUUUUUUM!?”

 

HALLE

Auf dem roten Teppich fährt der nächste Wagen vor, aber es ist diesmal keine schicke Limousine wie sonst, sondern ein Ford Ranger Raptor. Dunkelbraun und mit einem dicken roten Ahornblatt Aufkleber auf der Stoßstange. Damit wird auch klar, wer hier vorfährt und kurz darauf steigen Alexander Christianson (vom Beifahrersitz) und Riley Frazer (die fährt) aus dem Wagen. Der Hybrid Athlete trägt einen schwarzen Smoking und die Haare zu einem Knoten nach hinten gebunden. Riley trägt eine enge rote Leggings, die sich eng an die Beinmuskeln anschmiegt, schwarze Feelstiefel, und ein weites, weißes Hemd, welches fast ganz aufgeknöpft ist und einen sehr tiefen Einblick auf ihre Brust gewährt, welche zusätzlich mit Klebestreifen ans Hemd befestigt wurde, damit es nach mehr aussieht. Eien los rote Krawatte, die sie sich um den Hals gebunden hat, hängt locker zwischen ihren Brüsten. Ihre Haare trägt sie offen, zu rechten Seite herübergekämmt. die linke Seite hat sie sich ausrasiert. Zusätzlich trägt sie Make Up.

Jason Vance: “Und da sehen wir auch schon die nächsten. Hallo Riley, Hallo Alexander.”

Beide stellen sich neben den Interviewer und warten wortlos auf seine Fragen.

Jason Vance: “Alex du hast bei der letzten Worldwide die Bombe platzen lassen: I Quit, Loser Leaves IPW Match. Wieso bist du diesen Schritt gegangen?”

Der Kanadier mustert sein Gegenüber und zieht nur mürrisch die Augenbrauen hoch.

Alexander Christianson: “Um es ein für alle mal zu beenden, du Trottel. Ich werde diesen Tumor aus dem Fleisch schneiden und mich alleine an der Spitze zementieren. Wenn ich dafür meinen eigenen Verbleib aufs Spiel setzen muss, so it be.”

Jason Vance: “Du scheinst dabei zuversichtlich diesen Kampf zu gewinnen und heute wirst du auch was zu tun haben: Du wirst den Award für das Tag Team des Jahres überreichen. Du hast als Northern Superior als einziges Team diesen Award bis jetzt gewonnen, freust du dich, diesen selbst erstmals an jemand anderen zu vergeben?”

Verächtliches schnauben des Hybrid Athletes, als hätte Vance ihn gerade nach einem Organ gefragt.

Alexander Christianson: “Ähm Nein! Wieso sollte ich? Ich habe diesen Award gewonnen, weil ich der beste Tag Team Wrestler aller Zeiten bin und ihn dreimal ALLEINE gewonnen, weil ich allen anderen überlegen bin. Niemand hat es verdient, diesen Award zu gewinnen und habe keinen Bock, dass jemand das beschmutzt, das ich mit meinen eigenen Händen aufgebaut habe!”

Jason Vance: “Du hast diese Erfolge natürlich nicht alleine gewonnen, sondern mit deinem ehemaligen Tag….”

Alexander Christianson: “Hast du nicht eine Frage an Riley, oder sind wir hier fertig.”

Der Amerikaner stottert, so war er von der Unterbrechung doch kurz überrumpelt, dreht sich dann aber zu der Dame aus Calgary.

Jason Vance: “Riley, Lyndi und Viktor haben sich ja für die weiteren Vorhaben gegen euch getrennt und Lyndi hat bei Worldwide ein Match gegen die ehemalige dritte Northern Successor bekommen – ViOLA. Auf wessen Seite stehst du bei diesem Kampf?”

Riley Frazer: “Ich stehe auf der Seite von Alexander Christianson.”

Sie verschränkt die Arme vor der Brust und nickt ihrem Trainer zu.

Jason Vance: “Oooookaaaaaay… verstehe. Wärst du einem Kampf gegen ViOLA oder einem weiteren gegen Lyndi offen, wenn es dazu käme?”

Riley Frazer: “Nein. In einem Einzelkampf haben beide keine Chance gegen mich.”

Jason Vance: “Letzte Frage, auch an dich Riley. Dein Mentor Alex wird bei Tabula Rasa auf Viktor Ragnarök treffen. Lässt du ihn alleine kämpfen oder wirst du Ringside sein?”

Alexander Christianson: “Wir müssen jetzt los!”

Er packt Riley am Arm und zieht sie leicht von Jason weg. An der Sponsorenwand posieren beide noch einmal für ein gemeinsames Foto, dann betreten sie die Country Music Hall of Fame.

Jason blickt nach hinten und sieht das nächste Gefährt vorfahren, ahnend, was da kommt, entscheidet er lieber, dass es Zeit ist zu gehen und signalisiert das seiner Kollegin.
 

Kaum sind die beiden Nordmenschen verschwunden, fährt das nächste dann auch vor und führt die Nordmenschen ein, die aber aus nem anderen Norden kommen. Dabei steigt zuerst der große Hüne Ragnarök aus dem Gefährt, streckt die Hand aus und hilft seiner Schülerin raus. Zusammen gehen sie dann den roten Teppich entlang. Der God of War Thunder trägt eine klassische nordische Tracht und einen dicken Pelzmantel. Lyndi trägt ein klassisches Gewand im alten Wikingerstil in blau, dau braune, kniehohe Fellstiefel und nordische Schmuckarmbänder und -ketten. Ihre Haare sind zu einzelnen Zöpfen geflochten. Sofort ist Jason Vance bei ihnen.

Jason Vance: “Und da sind sind Lyndi Rundström und Viktor Ragnarök, ihr habt eure nordischen Rivalen knapp verpasst.”

Viktor Ragnarök: “Schade.”

Sagt der Schwede nur emotionslos, als hätte er genau das erwartet.

Jason Vance: “Speaking of nordisch. Coole Outfits, was perfekt eure Wurzeln wiederspiegelt.”

Viktor Ragnarök: “Danke, meine Frau Ariana hat diese für uns gemacht. Sie ist auch für viele meiner Gear verantwortlich.”

Lyndi Rundström: “Sie macht das wirklich hervorragend. Ich habe mich meinen Ahnen nie näher gefühlt.”

Jason Vance: “Wirklich fantastische Arbeit. Eben hatten wir schon Christianson und Frazer bei uns, dir Viktor stelle ich die selbe Frage: du hast die Herausforderung von deinem ehemaligen Tag Team Partner angenommen - I Quit Match, Loser Leaves IPW. Wieso?”

Er rümpft kurz die Nase, als würde ihm bei dem Gedanken an seinen Schwager schlecht werden.

Viktor Ragnarök: “Auch wenn ich mit vielen was er tut und sagt nicht dakor gehe, so hatte der Mann den ich mal meinen besten Freund nannte mit einer Sache recht: solange wir beide an einem Fleck sind, wird es nicht enden. Unsere… Sache kann erst enden, wenn einer nicht mehr da ist. Deswegen haben ich dem Loser Leaves Match zugestimmt, um damit ein für alle mal abzuschließen.”

Jason Vance: “Lyndi du Viktor habt ja entschieden, dass ihr euch vorerst um eure eigenen Probleme kümmern wollt, Riley Frazer hat sich nicht dazu geäußert, ob sie das selbe macht. Denkst du, es ist klug Viktor das alleine machen zu lassen?”

Lyndi Rundström: “Natürlich. Ich bin seine Schülerin, seine Freundin und Partnerin im Ring und ich vertraue ihm ganz. Er macht das Richtige.”

Viktor Ragnarök: “Es gibt Sachen, um die muss man sich alleine kümmern. Sie wusste, dass der Kampf gegen Alex meiner ist und ich das alleine durchstehen muss nach dem Chained together Match. Mir war klar, dass sie ihre Streitigkeiten mit Riley und ViOLA alleine regeln will. Aber das heißt ja nicht, dass wir nichts mehr miteinander zu tun haben werden. Wir sind weiterhin Freunde, ich bin ihr Lehrer, sie ist meine Schülerin. Und wer weiß, was nach Tabula Rasa mit uns zweien passiert.”

Jason Vance: “Apropos Trainer und Schüler, Lyndi, du hast ja bei der Worldwide in Japan eine Trainerstelle von Viktor in der School of Northern Superiority angeboten bekommen, die du auch angenommen hast, wie läuft der Trainer Alltag?"

Lyndi Rundström: “Es ist ungewohnt, aber es macht unheimlichen Spaß und ich habe neben den Wrestling Matches immer etwas, auf das ich mich freuen kann.”

Viktor Ragnarök: “Sie macht das gut, jemanden wie sie können wir als Trainerin gut gebrauchen, da mache ich mir um die Zukunft unserer Heimat keine Sorgen.”

Er legt seiner Begleitung die Hand auf die Schulter und nickt ihr zu.

Jason Vance: "Viktor, noch eine Frage an dich. Heute wird zum ersten mal der Tag Team des Jahres Award, ohne dass du die Möglichkeit hast, diesen zu gewinnen. Die letzten drei Jahre waren du und Northern Superior ja die, die diesen Award gewonnen haben, das einzige Team überhaupt übrigens. Findest du es schade, dass es dieses Jahr nichts wird?”

Der große blonde Mann mit der Krallennarbe durch die Augen schüttelt den Kopf und muss leicht auflachen.

Viktor Ragnarök: “Absolut nicht. Die Umstände haben sich geändert und wir haben eine Menge fantastische Teams, da wird der Award in bester Gesellschaft sein. Und wer weiß vielleicht sind RagnaStröm nächstes Jahr die Gewinner.”

Er lächelt kurz und schaut zu seiner Schülerin herunter, die er mit genau 20 Zentimetern überragt.

Jason Vance: “Viktor Ragnarök und Lyndi Rundström, IPW World Tag Team Champions. Wie klingt das für dich?”

Lyndi Rundström: “Das klingt sehr gut, aber wird nie passieren. Man muss seinen eigenen Weg gehen und Teams im Ring müssen sich natürlich bilden und nicht durch Zwang. Viktor hat in seiner Karriere eine eindrucksvolle Tag Team Karriere hingelegt und mit dieser konkurriert man nicht selbst.”

Jason Vance: “Die nächsten Wrestler kommen gleich glaub ich, geht doch gerne rein und habt schon mal ein wenig Spaß oder genießt ein alkoholisches Getränk.”

Viktor Ragnarök: “Ich trinke nicht, aber wir werden uns schon so irgendwie amüsieren. Lass uns gehen.”

Die beiden Nordlichter gehen den grünen Teppich weiter entlang, schütteln noch Hände und posieren für Fotos, ehe sie sich vor die Sponsorenwand begeben.

Der mehrfache Tag Team Champion lässt seiner Kollegin den Vortritt und hintereinander gehen sie dann rein.

HALLE

Am wunderschön aufgebauten und üppig ausgestatteten Catering-Buffet haben sich die beiden Franko-Kanadierinnen der IPW wiedergefunden. Ein Häppchen wird gerade nach und nach von Gigi Kim verzehrt, wobei sie ihre Hand durch eine Serviette schützt.

Gigi Kim: “Oh, c’est divin! Dahlia, das musst du probieren!”

Die Blonde reicht ihrer brünetten Teamkollegin das Häppchen, doch die hebt eine Hand, welche sie leicht schüttelt. In ihrer freien Hand hält sie ein kleines, mit Früchten bestücktes Spießchen aus Metall.

Dahlia Lyonne: “Besser nicht. Sonst platzt noch das Kleid und die Glitzersteinchen richten bei jemandem einen Hagelschaden an.”

Daraufhin zuckt Gigi leicht mit den Schultern.

Gigi Kim: “Zu 100 % nur auf das Kleid achten ist keine gute Idee, wenn man noch etwas essen kann, cherie. Es sieht toll aus, aber nicht, dass du noch unterzuckerst.”

Auch wenn Dahlia sicherlich darauf antworten wollte, kommt sie nicht dazu, denn am Catering-Buffet macht sich der verhasste Landsmann der Femmes Fatales und vor allem vor Dahlia breit.

Caleb Storm: “Dahlia, ma chérie, tu peux manger tout ce que tu veux, tu resteras toujours belle.” (Dahlia, meine Liebe, du kannst essen, was du willst, du wirst immer schön bleiben.)

Etwas Verwunderungen bei den beiden ehemaligen Tag Team Championessen, dass ihr Gegenüber da mit fast perfektem Französisch ankommt.

Caleb Storm: “Ja staunt ihr, meine Mom kommt aus Montreal, die hat mir Französisch beigebracht. Aber genug von mir… DaDa du siehst wirklich bezaubernd aus. Gina du natürlich auch, aber ich muss dich enttäuschen, mein Herz gehört deiner Freundin. Dennoch muy bien, wie ihr Französinnen sagen würdet.”

Und Schluss war es mit dem fast perfekten Französisch. Dahlia ringt sichtlich mit ihrer Fassung, während Gigi ein Hochzucken der Mundwinkel vor Belustigung unterdrücken muss. Die murmelt nur vor sich her.

Gigi Kim: “Scheinbar waren es nicht so viele Lektionen auf Duolingo…”

Gefährlich zuckt eine von Dahlias Augenbrauen immer mal wieder hoch, ehe sie kurz die Augen schließt und durchatmet, um Caleb dann wieder stumm anzuschauen.

Caleb Storm: “Was? Du kannst auch nicht genug von mir bekommen, was? Bitte, tu dir keinen Zwang an.”

Er breitet seine Arme aus, damit Dahlia ihn in seinem Outfit in Gänze betrachten kann. Die Brünette schüttelt dafür leicht den Kopf, ehe sie in sehr rasantem Französisch loslegt.

Dahlia Lyonne: “En fait, je me demande plutôt si beaucoup d'air s'échappera lorsque je percerai tes couilles avec ces brochettes. Est-ce que je les trouverai sans loupe? Ou devrais-je plutôt te planter les brochettes dans la tête, car là, il y aura certainement beaucoup d'air qui s'échappera.” (Eigentlich wundere ich mich gerade eher, ob viel Luft herausströmen wird, wenn ich dir mit diesen Spießen die Eier aufsteche. Würde ich sie überhaupt finden, so ganz ohne Lupe? Oder soll ich dir die Spieße doch lieber in den Kopf rammen, denn da wird sicherlich viel Luft herausströmen.)

Abwartend schaut Dahlia ihren Landsmann mit angeschrägtem Kopf und weit geöffneten Augen an, während Gigi sichtlich ihre Lippen zusammenpressen muss und durch die Luft schaut.

Gigi Kim: “Merde.”

ist das einzige, was sie hervorpressen kann. So gut waren die Französischstunden bei seiner Mutter aber nicht, denn ganz ungeniert lehnt sich Caleb nach vorne und wippt mit den Augenbrauen.

Caleb Storm: “Mhhh… mach weiter, du weißt genau, was ich hören will.”

Gigi Kim: “Shibal, mir kommt die Quiché wieder hoch.”

Die Blonde hält sich eine Hand vor den Bauch und dreht sich lieber weg, denn so kann sie immerhin keine Augenzeugin gewesen sein und würde bestimmt nicht als Mittäterin verdächtigt werden. Dahlia stellt den Fruchtspieß wieder zurück, wobei das leider in einem in den Tisch reinrammen ausartet, während sie Caleb anschaut.

Dahlia Lyonne: “Was hast du hier verloren, Caleb?”

Zufrieden lächelt der Mann aus Saskatoon durch seine Sonnenbrille, die er natürlich auch im Raum weiterhin trägt, als hätte er nur auf diese Frage gewartet.

Caleb Storm: “Nun die IPW hat mich eingeladen, als Vertreter für Supreme Japan. Es scheint, dass unserer letzter Auftritt die Quoten so hoch geschossen hat im WoWi Network, dass man es kaum erwarten könnte, mich wieder einzufliegen.”

Er geht ein paar Meter durch den Raum und nimmt sich auch ein paar Häppchen vom Catering.

Caleb Storm: “Und da es auch bedeutet, dich zu sehen, fiel mir die Entscheidung nicht schwer zu kommen und bin den ganzen Weg von Saskatchewan hierhin gefahren.”

Er macht absichtlich eine kurze Pause, als erwarte er jetzt tobenden Beifall, dafür, dass er diese 27h Fahrt auf sich genommen hat, aber keine Reaktion.

Caleb Storm: “Falls du dich gefragt hast, welcher Wagen das ist - der alter Chevrolet Camaro natürlich. In Gelb, ich weiß ja das ist deine Lieblingsfarbe.”

Zwinkert er Dahlia zu. Bevor die aber was sagen kann, macht ihr Landsmann weiter.

Caleb Storm: “Ich weiß Gatineau ist nicht direkt auf dem Weg, aber ich könnte ‘nen Umweg machen und dich absetzen und wir lernen uns ein bisschen näher kennen. Gigina kann natürlich auch mitfahren. Wir können dann auch nen Zwischenstopp machen in ‘nem schönen Hotel. Kimi kriegt Kopfhörer oder ‘nen Zweitschlüssel fürs Zimmer. Wie siehts aus?”

Lässig nimmt der selbstbewusste Kanadier das letzte Häppchen in den Mund und steckt den Zahnstocher dann zwischen die Lippen, als wolle er damit extra cool wirken und verbirgt seinen Blick weiterhin hinter der Sonnenbrille. Als erstes spricht Gigi, welche die Arme hebt.

Gigi Kim: “Moooooooment, ich habe mit dem, was DAS HIER….”

Sie vollführt eine ausgiebige kreisende Handbewegung in Richtung ihrer Partnerin und Caleb.

Gigi Kim: “... sein soll absolut gar nichts zu tun und habe auch kein Interesse, etwas damit zu tun zu haben. Dahlia, wir sehen uns gleich, ich verschwinde kurz wohin und Caleb… viel Glück, aber ich bestelle schon mal ein Bouquet für deine Beerdigung.”

Eine kurze, winkende Handbewegung, dann schürzt Gigi den Saum ihres Kleides mit beiden Händen und eilt so schnell davon, wie es der Meerjungfrauenschnitt des Kleides und ihre hohen Schuhe es zu lassen. Ein paar Laser schießen aus Dahlias Augen in Richtung Gigi - metaphorisch natürlich - und sie schaut sich kurz um, ehe sie ihren Landsmann wieder anblickt. Sie macht ein paar Schritte auf ihn zu, bis sie fast Nasenspitze an Nasenspitze - naja, soweit es der Größenunterschied zulässt - stehen, wodurch Calebs Körperhaltung sich versteift. Vor Anspannung? Vor Aufregung? Wer weiß!

Dahlia Lyonne: “Jetzt hör mir mal zu.”

Kurzerhand streckt die Brünette ihre Hand aus und zieht dem Kanadier behutsam die Sonnenbrille von der Nase, klappt sie ordentlich zusammen und hängt sie mit einem Bügel in den Kragen seines Hemdes, wobei sie noch ein paar mal mit der flachen Hand sachte auf die Brille klopft.

Dahlia Lyonne: “Es gibt viele Dinge, die ich in meinem Leben gerne noch machen möchte, die ich innerhalb eines Gefängnisses leider nicht tun kann. Die Chancen, dass ich dort mit einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe lande, werden größer, je mehr weichgespülte und schmierige Worte du von dir gibst. Dein Oberstübchen läuft zwar auf Sparflamme, aber ich hoffe, dein Selbsterhaltungstrieb steht stark unter Strom. Wenn nicht, nun….”

Sie greift nach rechts, packt sich den Fruchtspieß, welchen sie zuvor in den Tisch gerammt hat, und hält ihm diesem - Spitze und Früchte zuerst - vor die Nase.

Dahlia Lyonne: “Halloween ist zwar vorbei, aber ich kann dir gerne mit der nachträglichen Pinhead-Verkleidung helfen.”

Mit ausgestreckten Händen weicht der Kanadier ein paar Zentimeter zurück, lächelt aber.

Caleb Storm: “Da muss ich passen, ich stehe nicht so auf Akupunktur. Wobei ich bei dir in ‘nem Kimono ‘ne Ausnahme machen würde.”

Bevor die Dame aus dem französischen Teil Kanadas ausholen kann, hebt ihr Landsmann die Hand.

Caleb Storm: “Easy girl. Wusste ja gar nicht, dass du so ne Psycho Braut bist! Normalerweise voll der Abturner, aber was soll ich sagen, du verdrehst mir den Kopf. Ich liebe dich einfach.”

Kurze Stille, wurde Dahlia jetzt gelovebombt?

Caleb Storm: "Oha, hab ich das jetzt laut gesagt? Ja, was soll ich sagen, jetzt ist es raus. Kannst dich geehrt fühlen, ich sage sowas nicht leichtfertig.”

Leichtfertig? Caleb? Ach, nie und nimmer! Eine Liebesbekundung seitens der Femme Fatale bleibt aber aus. Stattdessen befindet sich der Fruchtspieß nun in ihrer Faust und nicht mehr einfach nur in ihrer Hand. Der mehrfache Tag Team Champion dreht sich um und macht ein paar Schritt aus dem Raum.

Caleb Storm: “Wir sehen uns im nächsten Jahr, Darling. Und da man mir nen Live Auftritt verwehrt hat, damit ich Jun und den Sissies nicht die Show stehlen, gibts jetzt für dich exklusiv.”

Er atmet kurz tief ein.

Caleb Storm: “YOU ARE, MY FIRE. THE ONE…”

BÄMMS da kommt ein Teller geflogen, der den Commonwealth King nur knapp verfehlt und an der Wand zerschellt. Ganz klar ein Warnschuss, so wie wir Dahlias Treffsicherheit aus einer vergangenen Worldwide kennen.

Caleb Storm: “Du bist so impulsiv und das liebe ich an dir, machs gut, Girl.”

Er wirft seiner Landsfrau einen Handkuss zu und geht dann schnell aus dem Raum bevor noch mehr auf ihn geflogen kommt. So bleibt Dahlia zurück und schnauft leise.

Dahlia Lyonne: “ICH HASSE GELB!”

Das wird noch hinterhergebrüllt. Vorsichtigen Schrittes tritt dann Gigi wieder an sie heran.

Gigi Kim: “Deeesiiiiiireeee…. na toll, jetzt habe ich einen Ohrwurm.”

Es erfolgt keine Reaktion seitens Dahlia, denn die starrt ein brennendes Loch in die Richtung des Gangs, in welche Caleb soeben verschwunden ist. Die Blondine schaut stattdessen freudig strahlend über das Cateringbuffet hinweg.

Gigi Kim: “Aber mal ehrlich, er gibt sich wirklich richtig viel Mühe, das ist schon irgendwie süß, muss man so sagen…”

Dahlia Lyonne: “Gigi?”

Gigi Kim: “Hmmm? Huch.”

Als Gigi ihren Kopf zu ihrer Partnerin herumwendet, starrt diese sie geradewegs an und die Blondine zuckt leicht mit dem Oberkörper zurück. Dahlias Blickintensität hat sich zu eben auch nicht sonderlich verändert.

Dahlia Lyonne: “Da stehen noch einige Teller herum. Führe mich nicht in Versuchung.”

Mit geweiteten Augen nickt Gigi langsam.

Gigi Kim: “Oki doki.”

Da schürzt die Blondine abermals den Saum ihres blauen Kleides und trippelt eilig und vorsichtig davon. Einen letzten Blick wirft Dahlia in Richtung des Ganges, dann wird eine Traube vom Fruchtspieß in ihrer Hand eliminiert. Aus dem Off ertönt dann nochmal Gigis Stimme.

Gigi Kim: “TELL ME WHYYYYYY!!!!”

Ähnlich einer Raubkatze ruckt Dahlias Kopf in die Richtung, in welche ihre Partnerin verschwunden ist. Sie schnappt sich noch einen leeren Teller vom Buffet und läuft Gigi strammen Schrittes hinterher. Hier endet der Take glücklicherweise.

 

HALLE

Rechtzeitig sehen wir wieder was sich am grünen Teppich tut, denn gerade sind drei Leute aus ihrem Gefährt ausgestiegen. Wie zuvor bei Aaron Martin und den Yilmaz Bros. gibt es auch hier eine Kombination, die man so nicht für möglich gehalten hätte, denn Gene Eric hat nicht nur eine Frau, sondern zwei Frauen in den Armen eingehakt und das sind nicht irgendwelche Frauen, sondern Helena Oliveira Tierra und Waraporn Sornsai, auch als Samba & Spice bekannt. Gene trägt einen bordeauxroten Anzug zu einem weißen Hemd und einer schwarzen Fliege, dazu weiße Lederschuhe. Die tanzenden Wrestlerin von Samba & Spice tragen ein weiiß-goldenes, bzw. grün.goldenes Kleid mit seitlichen Ausschnitt und dazu goldene Sneaker mit weißer LED Sohle. Ihre Haare haben die Frauen zu einem Zopf nach oben gebunden. Es dauert auch nicht lange, bis Jason Vance bei den Dreien angelangt ist.

Jason Vance: “Na sowas. Eine weitere Kombination, die man so nicht auf dem Schirm hatte. Grüßt euch Helena und Waraporn und auch dir einen schönen Award Abend Gene Eric.”

Gene Eric: “Guten Abend Jason. Ich habe diese zwei Grazien im Hotel aufgegabelt und sie wollten dann auch gleich mit mir mitfahren.”

Helena Oliveira Tierra: “Man kann diesem Lächeln einfach nicht widerstehen.”

Waraporn Sornsai: “Gene hat uns sofort in seinen Bann gezogen.”

Gene Eric: “Mädels, ihr schmeichelt mir.”

Er lächelt beide an und Samba & Spice erröten im Gesicht. Zwei weibliche Fans hinter der Fanabsperrung fallen sogleich ihn Ohnmacht.

Jason Vance: “Von euch ist ja leider niemand nominiert. Ich stelle daher die Frage eines weisen Mannes: Woran hat es gelegen?”

Gene Eric: “Jason, das ist eine sehr gute Frage. Ich kann es mir selbst nicht erklären. Ich hatte ein eigentliches gutes Jahr. Ich hatte die Mission, andere an meinem Erfolg teilhaben zu lassen. Ich habe eine Menge Open Invitational Challenges gestartet und man kann sagen, dass all meine Gegner gut weggekommen sind.”

So kann man die dauernden Niederlagen auch erklären.

Jason Vance: “Wenn du das sagst … dann eine Frage an unsere Samba & Spice Mädels. Ihr hattet ja meinen persönlichen Godverdomme Moment des Jahres, als ihr überraschen Timothy Cutter und Eemil Heikkinen besiegen konntet. Danach wurde es leider etwas ruhig um euch, aber ihr brachtet euch vor kurzem wieder ins Gespräch, als ihr Fuego y Tormenta herausgefordert hattet. Leider kam es nicht zum Match, aber die Champs waren bereits hier und haben mir verraten, dass sie euch gerne eine neue Chance geben, sobald die Love Wave kein Problem mehr darstellt. Seid ihr bereit für eine neue Chance?”

Waraporn Sornsai: “Das sind wir auf jeden Fall. Wir wurden von der Love Wave unserer Chance beraubt. Sie hatten uns einfach im Dunkeln angegriffen und das in unserer eigenen Kabine.”

Helena Oliveira Tierra: “Wir hatten keine Chance, auf die Dunkelheit zu reagieren, da wurden wir auch schon niedergeschlagen. Ich bin eher darüber verwundert, dass die IPW die Love Wave nicht suspendiert hat und stattdessen uns ein neues Match gegen Fuego y Tormenta ansetzt.”

Man merkt die Enttäuschung bei den beiden in jeder einzelnen Silbe.

Waraporn Sornsai: “Gerne auch bei Tabula Rasa V und dann würden wir Ecuador zur unserer Tanzfläche machen.”

Helena Oliveira Tierra: “Und wenn ich als Brasilianerin auf dem südamerikanischen Kontinent einen Titel gewinne, dann wäre dies wie Weihnachten und Ostern an einem Tag für mich.”

Letztes unterstreicht die Brasilianerin mit einem kleinen Tänzchen. Wer weiß, was es für einen Tanz geben würde, wenn sie dieses Match wirklich kriegen?

Jason Vance: “Das kann ich mir denken. Nun, dann wünsche ich euch Drei einen schönen Award Abend.”

Gene Eric: “Danke, Jason. Kommt, Mädels.”

Samba & Spice haken sich erneut bei Eric ein und gehen zusammen mit ihm zur Sponsorenwand, wo alle für ein gemeinsames Foto posieren.


HALLE

Der Fuchs führt zu dieser Zeit gerade Chloe zu ihrem Platz. Er behält sie an seinem Arm, bis es nicht mehr geht, denn während man durch die Reihen läuft, kann man nicht mehr nebeneinander laufen, aber dann hält er immer noch eine Hand in seiner Pfote. Und dann finden sie ihre Plätze, wo der Fuchs erst einmal Kangaroo Kid sich setzen lässt, bevor er sich selbst setzt.

Kiddo nimmt Platz und schlägt die Beine übereinander. Von hier haben die beiden tatsächlich einen guten Blick auf die Bühne. Da kann man nichts verpassen. Jetzt darf sich nur kein Riese vor sie hinsetzen.

Kangaroo Kid: “Wir haben einen Klasse Blick auf die Bühne, oder?”

Fox nickt und schaut in Richtung Bühne.

FoxMcCloud: “Immerhin kann ich so gut sehen. Und heute ist auch nicht alles so verschwommen. Ich sage dir, ich habe vor einigen Monaten ein Kabarett gesehen zusammen mit Emily und da ging es mir nicht so gut und ich habe alles verschwommen gesehen. Da konnte ich den Abend gar nicht genießen.”

Neben ihr tut sich etwas und sie lernt ihren heutigen Sitznachbarn, abgesehen von Fox, kennen und …

Kangaroo Kid: “Maleko?”

Der tongaische Riese nimmt neben der Australierin Platz. Zunächst ohne sie groß zu beachten, doch als sie seinen Namen nennt, kommt er nicht umhin einmal herüber zuschauen und zu nicken.

Das Nicken nimmt die Blondine zur Kenntnis und möchte sich dann auch eigentlich wieder Fox zuwenden, doch dann fällt ihr die Armschlinge von Maleko auf. Der Riese verletzte sich bei der letzten Worldwide Ausgabe am Arm und irgendwie tut er ihr leid. Bis vor einigen Wochen wäre Kiddo noch vor Panik davongerannt, sobald Maleko nur in ihrer Nähe war, doch seit dem Gespräch mit Fox und dem Match der beiden, wo sie sich sehr gut schlug, hat sie keine Panik mehr vom Riesen von Tonga. Sie hält ihn weiterhin für gefährlich, aber er jagt sie nicht mehr in ihren Albträumen.

Kangaroo Kid: “Möchtest du etwas zu trinken? Ich wollte für Fox und mich eh noch etwas holen und du bist ja gehandicapped.”

Der ehemalige Intercontinental Champion schaut mit hochgezogener Augenbraue zu Kangaroo Kid herüber.

Maleko: “Nein … danke.”

Und dann ist für ihn auch das Gespräch bereits wieder beendet, jedoch nicht für Kid.

Kangaroo Kid: “Verstehe, aber wenn du etwas brauchst, dann sag Bescheid, ja?”

Maleko: “Mhm.”

Warum ist die so verflucht nett zu ihm? Vielleicht sollte er die Zeit noch einmal zurückdrehen.

Kangaroo Kid: “Möchtest du noch etwas Foxy?”

Fox nickt. Irgendwie spricht da etwas in ihm, dass er ja eigentlich die Getränke holen sollte, aber auf der anderen Seite muss man keinen Alphamännchen.Klischees entsprechen, von daher hat er auch kein Problem, dass sie die Getränke mal holt.

FoxMcCloud: “Wenn du etwas zu trinken holen gehst, bringst du mir eine Coke mit?”

Kangaroo Kid: “Klar, gerne. Warte hier, ich bin sofort wieder da.”

Wo sollte Fox auch hingehen? Kid steht wieder auf und geht an Maleko vorbei. Was ein Grummel. Aber vielleicht taut er ja noch auf.

 

HALLE

Einmal zu spät zurück zum grünen Teppich geschaltet und schon hat man fast den ganzen Auftritt eines Wrestlers verpasst, aber immerhin bekommt man noch mit, wie der Beinahe-Intercontinental Champion Timothy Cutter im schnieken Anzug für die Kameras posiert.


Während der grüne Teppich schon gut gefüllt ist mit den ganzen Gästen ist es auch unter anderem ein Who's who, ein Schaulaufen vom Allerfeinsten. Alle haben sich bis zum Gehtnichtmehr aufgebrezelt, um auch wirklich gesehen zu werden. Auch kleinere Lichter wie zum Beispiel die Partner kommen heute mal zur Geltung und bekommen auch mal Anerkennung. Natürlich hätte sich die Extreme Brainpower für heute auch eine schicke Limousine oder ein anderes schöneres Gefährt leihen können, aber Levy hat drauf bestanden, dass alle mit seinem schwarzen Dodge RAM vorfahren, was natürlich die Aufmerksamkeit aller bereits anwesenden auf sich zieht. Diesen Wagen hört man halt schon aus etlichen Kilometern Entfernung.

Nachdem nun wirklich alle zu den Neuankömmlingen blicken, gehen gleichzeitig die Türen auf und die arme Sau, die heute abgestellt wurde, um die Autos zu parken, hält bereits die Hand hin. Levy gibt ihm den Schlüssel und man sieht noch wie er etwas zu ihm sagt, wobei sich die Gesichtsfarbe von normal auf ziemlich blass ändert. Jason Vance, der gerade mit einem Interview fertig ist, entdeckt die Extreme Brainpower und kommt direkt auf Sie zu. Natürlich tritt Levy wie selbstverständlich nach vorne und nickt Jason zu. Die Fans rasten förmlich aus, als sie die Extreme Brainpower sehen und das Blitzlichtgewitter, was entsteht, kann einen durchaus blind machen. Man kann kaum die Hand vor Augen sehen. Und wie schön sie gekleidet sind, allen voran die Frauen. Anna trägt einen Traum vom schwarzen Samt. Das tief dekolletierte Kleid mit transparenten Ärmeln steht ihr wunderbar und sieht recht edel aus. Die Mädels von Dragonfire sind da eher schon edgy gekleidet. Kurze, schwarze Kleidchen mit Flammenmustern zu kniehohen Combat Boots. Die Herren der Schöpfung haben sich ihren jeweiligen Managern angepasst. Ayo Akinde trägt einen schwarzen Anzug und scheint das Hemd vergessen zu haben (oder war es Absicht). Man kann sein eindrucksvolles Sixpack genau sehen, aber wahrscheinlich lenkt die Goldkette noch zu sehr ab. Levy selbst trägt eine schwarze Hose, ein schwarzes Shirt und darüber einen langen, schwarzen Ledermantel.

Jason Vance: ”Einen wunderschönen guten Abend! Wenn mir die Frage erlaubt ist, fehlt da nicht noch jemand bei euch? Und es ist ja sehr ruhig um euch geworden. Man hat seit dem PPV nichts mehr von euch gehört!”

Man sieht, dass dem Extreme-Fighter diese Frage mal überhaupt nicht in den Kram passt. Er dreht sich zu den anderen um, verdreht die Augen und hat danach ein Funkeln in den Augen, was Jason schon ein wenig Angst macht.

Levy: ”Nein, die Frage kannst du dir unter den Sack husten! Was bitte ist das denn für eine unprofessionelle Frage zum Auftakt? Da hast Du Dich anscheinend mal gar nicht vorbereitet. Du hättest mal lieber direkt fragen können, wie man so gut ausschauen kann wie wir und wie viele Awards wir heute mit nach Hause nehmen! Wir haben Dinge geplant und trainiert, was du auch übrigens mal machen solltest! Also alles in bester Ordnung!”

Jason will einfach nur weg, man kann ihm deutlich ansehen, wie unwohl er sich fühlt. Aber Profi ist Profi.

Jason Vance: ”Ihr seht wirklich sehr gut aus. Hut ab an die Person, die euch eingekleidet hat! Ihr seid ja unter anderem nominiert für das beste Stable, bester Newcomer und bester Manager. Das sind schon wichtige Awards.”

Levy dreht sich nochmal zu seinen Leuten um und alle nicken ihm zu.

Levy: "Ja, wir fühlen uns geehrt, dass wir nominiert sind und ganz ehrlich? Keiner außer mir dürfte diese Awards gewinnen. Warum? Weil ich nun einmal der beste Manager dieses Planeten bin und kein Stable steht auch nur ansatzweise in Konkurrenz zu uns. Deswegen appelliere ich an unsere Fans, dass sie das einzig richtig gemacht haben, und zwar uns zu voten! So Jason die Fotografen warten, um die Perfektion von Perfektion abzulichten, also suche Dir andere Interviewpartner. Vor allen Dingen überleg Dir ab jetzt vorher, was Du fragen kannst!”

Die Aufmerksamkeit der Fans und der Presse widmet sich jetzt der nächsten Person, die ankommt und anscheinend ist da das Interesse noch größer als es gerade bei der Extreme Brainpower schon war. Eine schwarze Limousine fährt vor und alle sind gespannt. Levy dreht sich und wundert sich, was interessanter sein könnte als er und seine Extreme Brainpower. Als dann die Tür aufgeht und eine wunderschöne Frau in Rot aussteigt, weiß man, um wen es sich handelt. Serafe ist die Person, der jetzt die ganze Aufmerksamkeit gilt. Die anderen freuen sich und man sieht, dass sie eigentlich warten wollen, aber ein kurzer Satz von Levy und eine Geste und schon verschwindet die Extreme Brainpower zu den Fotografen. Dort stellt sich Ayo etwas hinter Anna und hält sie fest, während Saya und Lilly von Dragonfire “ihren” Levy fest umarmen. Dieser bleibt aber gewohnt cool und verschränkt die Arme vor der Brust.


Jason freut sich riesig, nach diesem Interview auf die sehr sympathische Serafe zu treffen.

Jason Vance: "Serafe, hättest Du auch ein wenig Zeit für ein oder zwei Fragen?”

Serafe lächelt ihn an und winkt Ihren Fans zu, die fast einen Herzanfall bekommen und sich mega darüber freuen.

Jason Vance: ”Wenn mir die Frage erlaubt ist, seitdem Du dich irgendwie von der Extreme Brainpower distanzierst, hast Du leider Deine letzten Matches verloren. Was ist aktuell bei Dir los?”

Serafe hat anscheinend diese Frage erwartet und verdreht leicht die Augen.

Serafe: ”Was soll ich sagen? Aktuell ist bedauerlicherweise der Wurm drin und ich konnte die Chance den Titel zu gewinnen nicht nutzen. Jedoch hat jeder Mensch mal so eine schlechte Zeit, oder nicht? Sei es im Beruf, privat oder in anderen Lebenslagen. Es ist halt nicht immer eitel Sonnenschein und das ist auch gut so, denn so kann man sich auch richtig erden. Wenn alles immer ohne Probleme laufen würde, wären manche Menschen noch abgehobener als sie ohnehin schon sind.”

Jason Vance: ”Da kann man Dir nur zustimmen und ich bin immer begeistert, wie reflektiert Du bist. Du bist ja heute für mehrere Awards nominiert. Freust Du Dich darauf und wie denkst Du, stehen Deine Chancen, einen zu gewinnen?”

Serafe: ”Es ist bereits jetzt schon eine riesengroße Ehre, dass ich überhaupt nominiert bin nach dieser kurzen Zeit, das ist mein eigentliches Geschenk, muss ich sagen. Das Sahnehäubchen wäre natürlich ein Award, aber ich bin auch nicht böse oder traurig, wenn ihn andere gewinnen. Die Konkurrenz ist auf jeden Fall groß und ich gönne es wirklich jedem!”

Serafe lässt den grinsenden Jason Vance zurück und begibt sich auch zu den Fotografen bei denen ein paar Momente zuvor Ihre Familie war.


Serafe geht dann weiter in die Country Music Hall of Fame. 

HALLE

Asher Adams: “Wo ist denn hier das blöde Buffet?”

Dexter Cooper: “Hier sind auch nirgendwo Schilder aufgestellt. Aber wir kriegen das hin. Wir finden das Eishockeytor ja auch immer.”

Asher Adams: “Positives Denken hilft beim Sieg.”

Die New York Sharks suchen das Buffet und schließlich können sie es auch in der Ferne erkennen. Dort befinden sich reichlich Speisen, von denen sie sich eine Menge auf den Teller legen werden. Heute dürfen sie sich ja mal gehen lassen. Also, auf zum Buffet. Doch als sie ein paar Schritte gegangen sind, läuft jemand in sie hinein. Die Sharks können das Gleichgewicht noch halten, doch die andere Person hat sich auf den Hintern gesetzt.

Autsch, das tat weh. Vor allem an Winnies Popo. Aber zum Glück ist ihrem Keksglas nichts passiert. Es ist Winnie in den Schoß gefallen. Das freut Winnie sehr und der Glücksgürtel von Min-Jun ist auch noch heile, auch wenn er neben ihr liegt. Winnie muss sich gleich entschuldigen und dann die Leute auch fragen, was sie jeden anderen auch bereits gefragt hat.

Winnie the Whoops: “WINNIE!”

Oh nein, diese beiden gehören zu den fiesen Fieslingen, die Schmitty und ihr weh getan haben. Die sind nicht nett. Winnie mag diese Leute nicht. Winnie wird sich auch nicht bei denen entschuldigen. Niemals. Die sind schuld an der Entführung von Schmitty!

Asher Adams: “Ey, das ist doch die Bescheuerte da, die mit der kleinen Bayerin abhing, oder?”

Dexter Cooper: “Und die hat einen Titel? Woher hat die einen Titel?”

Asher Adams: “Ist es das, was ich denke?”

Die Sharks schauen sich um und entdecken einen Typen in einer schwarz-weiß gestreiften Jacke, der schüchtern herüberwinkt.

Don Herrera: “Hi, ich bleibe lieber auf Abstand zu Pennywise!”

Die Sharks schauen sich an, dann bekommen sie eine Idee. Winnie umklammert ihr Keksglas mit dem einen Arm und mit der freien Hand greift sie nach dem Heavymetalweight Titel. Sie möchte gerade aufstehen, doch da knien sich die Sharks schon neben sie hin, drücken sie zu Boden und knien auf ihren Schultern, während das Keksglas über den Boden rollt. Aus der Entfernung hört man einen Count.

Don Herrera: “EINS!...... ZWEI!”

HEY! GEHT RUNTER VON WINNIE, IHR FIESLINGE!”

Winnie the Whops: “WINNIE!”

Don Herrera: “DRE!I DING, DING, DING! NEUE GWS HEAVYMETALWEIGHT CHAMPIONS, DIE NEW YORK SHARKS!”

Der Referee bleibt weiterhin auf Abstand, aber die Sharks schnappen sich schon eigenständig den Titelgürtel. Beide schütteln sich die Hände, dann legt Adams sich den Gürtel über die Schulter.

Asher Adams: “Und, wie sehe ich als Champion aus?”

Dexter Cooper: “Krass. Gibt mal rüber. Ich will wissen, wie ich aussehe.”

Der Titel wechselt den Besitzer.

Dexter Cooper: “Und?”

Asher Adams: “Joa, nicht schlecht. Ungewohnt, aber besser als vorher.”

Winnie krabbelt über den Boden der Country Music Hall of Fame zu ihrem Keksglas. Glück gehabt, alle Kekse sind noch drin und der Deckel liegt nur knapp daneben. Sie steht auf und geht zu den Sharks herüber, denn die haben etwas, was sie wiederhaben möchte.

Menno, gebt Winnie ihren Glücksbringer zurück. Min-Jun hat den Winnie doch nur geliehen! Winnie braucht ihn, damit sie Schmitty finden kann!”

Winnie the Whoops: “WINNIE!”

Asher Adams: “HEY! Geh weg, du buntes Mistvieh! Und lass mal lieber einen Keks rüberwachsen!”

Dexter Cooper: “Genau, wir haben uns einen Keks verdient!”

Die Sharks wollen Winnie das Keksglas aus den Händen reissen, doch Winnie lässt das nicht zu. Obwohl die Sharks zu zweit sind, haben sie große Probleme, Winnie das Glas zu mopsen. Sie hängt sich mit voller Kraft dran und das Glas wird hin und hergezogen.

Winnie the Whoops: “WINNIE!”

Und als Adams und Cooper nicht aufpassen, bekommen sie das Keksglas gegen den Kopf und gehen zu Boden.

Don Herrera: “DING, DING, DING! NEUER GWS HEAVYMETALWEIGHT CHAMPION, PENNYWISES … oder wie sie heißt … KEKSGLAS!”

Winnie interessiert der Titelwechsel herzlich wenig, aber sie hat den Glücksbringer wieder und auch ihr Keksglas. Gerade möchte sie los, da zieht ihr jemand das Keksglas unterm Arm weg.

Winnie the Whopps: “Winnie?”

Der schwarze Drache hat ihr Glas gemopst und mustert es. Er dreht es in beiden Händen, bis er den Aufkleber lesen kann, welchen er gleich danach auch vom Glas abreisst.

GIB WINNIE IHR GLAS ZURÜCK!

Winnie the Whoops: “WINNIE!”

Gerade möchte der Clownstar nach ihrem Glas greifen, als der El Dragon Negro Winnie zu Boden schubst. Erneut landet die Frau aus Clowntown auf ihren Pobacken. Dann nähern sich auch Tariq Al-Rasheed und So-Yun Lee. Die New York Sharks kommen wieder zu sich.

Tariq Al-Rasheed: “Bei Allah, was ist hier los … und warum liegen die Zwei auf dem Boden?”

Asher Adams und Dexter Cooper stehen schnell wieder auf, richten ihren Anzug, stellen sich neben ihre Stablekollegen und zeigen auf den Clown.

Dexter Cooper: “Die da hat uns hinterrücks mit ihrem Keksdosendingens hier angegriffen.”

Asher Adams: “Genau, die will sich an uns rächen!”

Tariq Al-Rasheed: “Ist das so?”

Beide Sharks nicken kräftig. dann gehen sie zum Dragon rüber und greifen sich zwei Kekse aus dem Glas und stopfen diese in ihren Mund.

HEY! KEKSDIEBE! IHR SOLLT KEINE KEKSE KLAUEN!”

Winnie the Whoops: “WINNIE!”

Auch der Dragon greift sich einen Keks und dann wollen auch Tariq Al-Rasheed und So-Yun Lee etwas probieren.

Tariq Al-Rasheed: “Hhhhmm, die sind lecker. Aber warum bringt man Kekse mit zu einem Überfall? Mrs. Winnie ist wirklich nicht die hellste Torte auf der Kerze.”

Alle anderen nicken unisono und stimmen ihm zu, während sie weitere Kekse aus dem Glas klauen. Schließlich fällt der Blick von Al-Rasheed auf den Titelgürtel am Boden.

Tariq Al-Rasheed: “Ist es das, was ich denke, das es ist?”

Der Araber dreht sich suchend um und entdeckt Referee Herrera.

Tariq Al-Rasheed: “Hallo Mr. Ringrichter. Wer ist gerade der Champion?”

Don Herrera: “Das Keksglas, was El Dragon Negro in den Händen hält.”

Tariq Al-Rasheed: “Sachen gibt’s … wie kann man ein Keksglas besiegen? … Aha, bei Allah, ich weiß es. Wenn keine Kekse mehr im Glas sind, dann kommt dies einem Technischen Knockout gleich. Stimmt dies, Mr. Ringrichter?”

Alle schauen wieder zum Referee. Der zuckt nur mit den Schultern und wirft dann die Arme hoch. Klingt ja irgendwie durchaus plausibel und damals musste er einer Eisenstrebe hinterherreisen, weil auch die einmal Champion war.

Don Herrera: “Ich denke, das stimmt so.”

Nur noch ein Keks befindet sich im Glas und bei jedem von Oasis International zucken die Finger, aber Tariq Al-Rasheed hebt mahnend den Finger.

Tariq Al-Rasheed: “HALT! Es muss wohl überlegt werden, wer den ersten Titel für Oasis International holt, daher werde ich das entscheiden.”

Asher Adams möchte gerade seine Hand heben, aber Cooper drückt diese wieder herunter und schüttelt den Kopf. Man sollte Mr. Al-Rasheed jetzt nichts vom Titelwechsel erzählen.

Tarig Al-Rasheed: “Mrs. Lee, sie bekommen den letzten Keks!”

Und damit ist es entschieden. So-Yun Lee nimmt den letzten Keks aus dem Glas, beugt sich zu Winnie herunter und stopft ihn sich in den Mund herein.

Don Herrera: “DING, DING, DING! NEUER HEAVYMETALWEIGHT CHAMPION DURCH TKO, SO-YUN LEE!”

Tariq Al-Rasheed: “BRAVO! Welch ein schönes Ereignis, dem wir hier alle beiwohnen. Meine Damen und Herren, der erste Titelträger von Oasis International, SO-YUN LEE!”

Der Araber läuft etwas im Halbkreis und so starren jetzt auch die letzten Gäste, die noch nicht dorthin geschaut haben, auf die Truppe. Der Dragon legt So-Yun Lee den Titelgürtel über die Schulter und applaudiert ihr, genau wie die Ex-Champions, die New York Sharks. So-Yun Lee richtet den marinegrünen Gürtel mit bronzener Platte auf ihrem Oberarm. Sieht schon gut aus bei ihr.

Tariq Al-Rasheed: “Jetzt gehen wir aber wirklich. Wir müssen unsere Plätze einnehmen. Los, los.”

Oasis International verschwinden dann in Richtung der Tür zum Saal, nur der schwarze Drache bleibt noch zurück. Er stellt sich mit dem Keksglas in den Händen vor Winnie hin, die vor ihm kniet und die Hände hochhält.

Hey, bleibt hier! Gebt Winnie den Glücksbringer zurück! Ihr habt einfach alle von Winnies Keksen gegessen! Ihr seid fies! Du da, dicker Mann, geb Winnie ihr Keksglas zurück!

Winnie the Whoops: “Winnie, win, winnie, Winnie!”

El Dragon Negro: “Escúchame bien: Nadie da un peso por ti ni por tu Schmitty. (Ich sage dir was. Niemand gibt einen Peso auf deine Schmitty oder dich.)”

Der Drache hebt das Glas etwas hoch und lässt es dann mit Wucht auf den Boden knallen. Das Glas zersplittert in viele kleine Scherben.

Winnie the Whoops: “WINNIE!”

Durch den Krach erneut angezogen, richten sich wieder alle Blicke auf die Beiden. Winnie bleibt auf den Knien und vergräbt ihre Hände in den Scherben.

El Dragon Negro: “No te vuelvas a meter con Oasis International. ¡PUTA! (Leg dich nie wieder mit Oasis International an. PUTA!)”

Der Mexikaner richtet seine Anzugsjacke erneut, dann wendet er sich vom Clown ab und verlässt die Szenerie. Zurück bleibt eine niedergeschlagene Winnie the Whoops.

Wieso machen diese fiesen Fieslinge das nur? Winnie muss doch ihre Schmitty finden! Warum klauen sie ihren Glücksbringer und warum machen sie Winnies Keksglas kaputt? Winnie ist wütend. Nein, Winnie ist sauer. Nein, Winnie ist keksteufelswid!

Winnie the Whoops: “WINNIE!”

Die Holly Golly des Wrestlings ballt die Fäuste und schlägt auf den Boden der Country Music Hall of Fame ein. Zum Glück trifft sie keine Glasscherben. Sie merkt, wie schwarze Tränen ihre Wangen hinablaufen, vermischt mit dem ihrer Schminke, Die Dame aus Clown Town steht auf und zieht von dannen.



HALLE

Was macht man, wenn man mit dem Schiff nicht bis zur Country Music Hall of Fame kommt? Richtig, man mietet sich ein fahrendes Schiff. Hinterm Steuer steht natürlich die größte Piratin der IPW Geschichte, die auch dieses Schiff ordnungsgemäß vor dem grünen Teppich ankern lässt. Jueri Rampage springt über die Relin dieses Custom Schiffautos herunter und wartet auf die zweite Person, die sich ebenfalls auf diesem Gefährt befand: ViOLA. 

Die Schottin trägt ein schwarzes Seidenhemd, welches sie offen trägt und welches unten vom langen schwarz-roten Schottenrock und Klebestreifen an der Position gehalten wird. Passend dazu trägt sie schwere schwarze Lederstiefel und schwarze Lederarmbänder. Die Haarstoppeln sind wieder wegrasiert, so dass die neue Frisur auch weiter sichtbar bleibt. Die frühere 3STARS neXus Championesse Jueri Rampage trägt ihre langen blauen Haare offen. Kleidungstechnisch trägt die Piratin einen ärmellosen roten Mantel mit goldenen Verzierungen und einen dazu passendeen Dreispitz mit zusätzlichen roten Federn. Unter ihrem offenen Mantel sieht man einen schwarzen BH und einen schwarzen Faltenrock. Abgerundet wird das Outfit von kniehohen roten Lederstiefeln mit Absatz.

Jason Vance geht auf die beiden zu und bleibt vor Jueri Rampage stehen. Er steht stramm und salutiert.

Jason Vance: “Captain, mein Captain! … Das wollte ich schon immer mal machen.”

Jueri Rampage: “Ahoi Vance. Hast dich ja ordentlich in Schale geworfen. Wie geht es dir, alter Seebär?”

Jason Vance: “Gut, danke der Nachfrage, aber eigentlich stelle ich hier die Fragen.”

Jueri Rampage: “Soso, willst du mir also den Mund verbieten?”

Die Japanerin verschränkt die Arme vor dem offenen Mantel, hebt eine Augenbraue hoch, während ViOLA sich bedrohlich Jason nähert. Er kann ihren Atem schon spüren, da hebt er panisch die Hände hoch.

Jason Vance: “Äh, nein, nein. Ich wollte nur auf meinen Beruf hinweisen und … ich fang dann einfach mal an, ja?”

Jueri legt ViOLA eine Hand flach auf die Brust und die Schottin hält inne. Jueri nickt Jason gönnerhaft zu.

Jason Vance: “Heute könntet ihr beide gemeinsam abräumen. Jueri …”

ViOLA: “CAPTAIN Jueri.”

Eine Stimme wie ein Donnergrollen.

Jason Vance: “Natürlich. Captain Jueri ist unter anderem als bester Wrestler nominiert und ihr beide seid einmal für das beste Match und auch für den Godverdomme Moment des Jahres nominiert, wo du, ViOLA, deine Haare verloren hattest. Glaubt ihr, dass ihr eine gute Chance auf den Sieg habt und dann noch einmal für dich ViOLA, wie fühlt es sich an, wenn ein Moment des Verlustes nominiert ist?”

Die Japanerin fährt sich mit ihren Fingern durch die langen blauen Haare und grinst gierig.

Jueri Rampage: “Aye, hör zu Schreiberlin. Als waschechte Piratin, bin ich immer hinter jedem Gold her, das auf meiner Schatzkarte markiert ist. Wrestler des Jahres? Aye, das wäre ein Schatz, den ich gerne aufs Regal meiner Privatkajütte stellen würde. Aber die anderen Preise, die bedeuten, dass wir die See zum Kochen gebracht haben. ViOLA und ich haben zusammen viel durchgemacht, als wir beide die Stufen zur Hölle heruntergegangen sind und uns dort den Kampf unseres Lebens gegeben haben und gemeinsam sind wir auch aus den Tiefen der Hölle mit Schätzen wieder nach oben gekommen.”

ViOLA: “Die alte ViOLA war nicht bereit dazu in die Hölle hinabzusteigen. Ich fühlte mich damals allein und verlassen. Verraten von zwei Frauen, mit denen ich gemeinsam den Olymp des Wrestlings erklimmen wollte. Wir wollten mehr als unsere Trainer erreichen. Northern Superior hatten den Tag Team Olymp erklommen, also wollten wir auf den Olymp der Gruppierungen gelangen, doch haben wir irgendetwas erreicht? Nein. Wir haben sogar gegen die damaligen New York Sharks verloren und statt an uns zu arbeiten, verstrickten sich Riley und Lyndi in den Angelegenheiten von Alexander Christianson und Viktor Ragnarök. Meine Chance war gekommen, es ihnen allen zu zeigen. Die Stufen nach oben zum Himmel, der Gewinn der IPW World Championship, aber diese nervige Piratin zog mich immer weiter nach unten.”

Jason Vance: “Genau, man merkte dir an, dass Ju…Captain Jueri immer wieder aus dem Weg gehen wolltest in diesen Matches, vor allem, nachdem sie dich im ersten Match noch aktiv am Weiterkommen gehindert hatte.”

ViOLA: “Ich habe sie gehasst! Ich wollte meine Haare nicht opfern. Aber in der Niederlage kam die Erleuchtung. Die Mähne musste weg, damit die Kriegerin in mir  neugeboren werden kann.”

Vance atmet tief durch und nickt mechanisch, sichtlich erschlagen von der schottischen Intensität. Er lässt ein kurzes Prusten vernehmen – halb Erleichterung, dass die Geschichte bald endet, halb Unglaube, weil er ihr dann doch nicht ganz folgen kann. Jueris Lächeln gefriert sofort. Sie starrt ihn an, als wäre er eine Ratte, die gerade ihren Schiffszwieback angefressen hat.

Jason Vance: “Sorry, sorry. Red weiter… langer Abend.”

ViOLA: “Das denke ich auch. Wie dem auch sei. Dieser Augenblick der Wiedergeburt, wird für immer in meinen Erinnerungen bleiben und ich habe in diesem Moment eine Feindin verloren, aber eine Freundin gewonnen und ich werde Captain Jueri Rampage überall hinfolgen, denn unter ihr werde ich zu neuer Größe heranreifen.”

Jason Vance: “Daher auch der Angriff auf Yuki Yotsuba?”

ViOLA: “Yuki Yotsuba ist ein Insekt, welches ich unter meinen Stiefeln zertreten werde. Mein Captain ist schon vor der Stairway durch die Hölle gegangen, aber sie hatte erkannt, dass sie auf dem falschen Kurs war und korrigierte diesen. Yuki Yotsuba ist aber nicht intelligent genug um ihren eigenen Kurs zu ändern, obwohl er dem vom Captain ähnelt. Captain Jueri wollte sie genau darauf aufmerksam machen, aber Yotsuba war besessen davon, dass ihr eigener Weg der richtige sei. Und jetzt wird sie weitere Konsequenzen zu spüren bekommen.”

Jason Vance: “Das ist mal eine Ansage. Zu dir, Captain Jueri. Neben dir sind auch Dakutaiga und Alexander Siegfried als Wrestler des Jahres nominiert. Könnte das Ergebnis Auswirkungen auf euer mögliches PPV Match haben?”

Die Blauhaarige schnaubt verächtlich und rückt sich den Mantel noch einmal zurecht ehe sie antwortet.

Jueri Rampage: “Wenn die Meute für Alexander Siegfried gestimmt hat, dann haben sie zu viel Salzwasser gesoffen. Einen Titel zu gewinnen ist die eine Sache, aber das macht einen noch lange nicht zum besten Wrestler des Jahres. Es sind die Entwicklungen, die ein jeder durchlebt und denen man sich stellt. Möchte man wirklich jemanden, der das ganze Jahr über rumgeheult hat? Mimimi, ich habe gegen Nubia gewonnen, aber nicht den Titel. Mimimi, warum muss ich gegen so viele Leute antreten? Und Dakutaiga hat das Jahr über auch nur mit ihren neuesten Barbiepuppen gespielt und einen auf Kawaii gemacht. Da würde ich lieber Maleko wählen, der hat wenigstens alles kurz und klein geschlagen, ohne einen Fick auf die Etikette zu geben! Aber natürlich werde ich selbst den Award entgegennehmen. Mein Regal hat noch Platz für viele goldene Astronauten.”

Jason Vance: “Wie sieht es denn mit dem möglichen PPV Match aus? Bisher gibt es ja keine neue Informationen dazu. Glaubst du, dass Siegfried dir oder Dakutaiga noch die Ehre eines PPV Matches erweist?”

War es gerade noch die Schottin, die sich Vance bedrohlich näherte, ist es jetzt Jueri, die ihm ziemlich nahe kommt.

Jueri Rampage: “Er kommt an mir nicht vorbei. Ich habe die Extreme Fighter Levy NHB Trophy gewonnen und als nächstes steht endlich der Gewinn der IPW World Championship auf dem Plan. Meine Schatzkarte führt genau dorthin und wenn er meint, er könne sich weiter im Nebel des Ungewissen verstecken, dann wird ein Unwetter aufziehen und ihn in die Tiefe reißen.”

Jason Vance: “Du lässt ViOLA auf ihn los?”

Jueri Rampage: “Nein, aber ich bin mir sicher, dass Kurtl Schmidt wo der Wind weht und das ihm die Fans schon massenhaft elektronische Flaschenpost zukommen lassen. Am Ende, ist die IPW genau so auf Gold aus wie ich und ein Match zwischen mir, Captain Jueri und Alexander Siegfried und wenn es sein muss auch mit Dakutaiga - da wird die Schatztruhe sich von alleine bis zum Rand füllen. Aber wenn unser Champion meint, er müsste sich weiter hinter hohlen Phrasen verstecken … oder das ich noch irgendetwas beweisen müsse …nun ja…“

Sie zuckt vielsagend mit den Achseln.

Jason Vance: “Ich möchte euch beide jetzt auch nicht länger aufhalten und wünsche euch viel Spaß und viel Erfolg bei der Verleihung."

Jueri Rampage: “Bon Voyage, Jason. Such dir schon mal eine Rettungsweste, denn wenn ich viel Gold erbeute, dann wird es eine stürmische Nacht.”

Die Schottin nickt dem Engländer nur knapp zu, dann ziehen sie und Captain Jueri Rampage weiter. An der Sponsorenwand wird auch zusammen geposed. Beide legen einen Arm um die jeweils andere und ViOLA kann sogar wieder lachen und macht ein Victoryzeichen.

Arm in Arm gehen die beiden dann auch in die Country Music Hall of Fame.

 

Ein 1975er Cadillac Eldorado in schwarz fährt vor, an dessen Motorhaube vorne zwei Longhorns angebracht sind. Sowohl am Steuer, als auch auf dem Beifahrersitz, sitzt optisch die gleiche Person, aber Kenner der IPW wissen natürlich sofort, warum das so ist, denn AnKa- und Poppy Love von der Love Wave ähneln sich optisch in allen Belangen und dabei sind es nicht einmal Zwillinge. Die beiden Schwestern steigen aus dem Cadillac aus. AnKa wartet, bis ihre Schwester Poppy ums Auto herumgelaufen ist und zusammen laufen sie synchron ein paar Schritte über den grünen Teppich, als wär es ein Laufsteg. Die beiden tragen ein durchsichtiges, goldenes Kleid, wo man die schwarze Spitzenunterwäsche drunter klar erkennen kann. Dazu tragen beide goldene Cowboyhüte un -stiefel mit schwarzen Verzierungen. Die Arme der Schwestern stecken in langen, seidenen Handschuhen. Schließlich laufen beide in Jason Vance hinein.

Jason Vance: “AnKa, Poppy, ein Wort mit drei Buchstaben zu euch: HOT!”

AnKa Love: “Das Wort muss man sich natürlich auch verdienen. Es genügt nicht, wenn man einfach nur seine Initialen nimmt und dann behauptet, dass man “Hot” sei.”

Poppy Love: “Oder das Wort “porn” im Namen tragen. Wie billig kann man eigentlich sein?”

Die beiden lachen vergnügt und legen sich dabei eine Hand auf die Schultern.

Jason Vance: “Ihr redet hier von Samba & Spice. Die beiden hattet ihr attackiert und sie von ihrem Titelmatch abgehalten. Hättet ihr nicht einfach warten können und nach dem Match eine Herausforderung aussprechen können?”

AnKa tauscht einen amüsierten Blick mit ihrer Schwester aus.

AnKa Love: “Siehst du Poppy, auch Jason denkt, dass Samba & Spice sowieso verloren hätten.”

Poppy rümpft die Nase und winkt abfällig mit der Hand, als würde sie ein lästiges Insekt verscheuchen.

Poppy Love: “Tanzen ist halt kein Wrestling.”

Der Brite hebt abwehrend die Hände, die Stimme wird ein paar Nuancen höher.

Jason Vance: “Nein, nein, das versteht ihr jetzt falsch. Sicher hatten Samba & Spice eine Chance, aber ihr hättet auch sie herausfordern können, falls sie gewonnen hätten.”

Demonstratives Gähnen von AnKa. Poppy betrachtet gelangweilt ihre Fingernägel.

AnKa Love: “Wie langweilig. Wir wollen definitiv Fuego y Tormenta bei Tabula Rasa V und dort werden wir uns unsere Titel zurückholen.”

Poppy Love: “Nicht mehr und nicht weniger.”

AnKa Love: “Tabula Rasa IV - Wir werden zum ersten Mal IPW World Tag Team Champions. Und das wird auch dieses Jahr der Godverdomme Moment- und das Match des Jahres!”

Poppy Love: “Tabula Rasa V - Wir werden zum zweiten Mal IPW World Tag Team Champions und dieses Mal werden wir die Titel nie wieder verlieren!”

Jason Vance: “Ihr habt es mir ja schon ein wenig vorweggenommen. Ihr seid unter anderem mit eurem Titelgewinn für den Godverdomem Moment- und für das Match des Jahres nominiert. Zusätzlich noch als Tag Team des Jahres und auch eure Truppe mit Nubia- und Amun Skye, Veritas, ist nominiert. Werdet ihr heute richtig absahnen?”

Die Love Wave Sisters lachen kurz laut auf.

AnKa Love: “Aber natürlich. Was ist das überhaupt für eine Frage? Veritas war in diesem Jahr das Maß aller Dinge. Wir hatten alle wichtigen Titel der IPW bei uns versammelt. Und wo sind diese Titel jetzt?”

Poppy Love: “Bei einem egomanischen Feigling und zwei hinterhältigen Frauen, die ihre hässlichen Gesichter hinter Masken verstecken.”

AnKa legt eine Hand auf Jasons Schulter. Der Druck der Hand erhöht sich mit der Zeit.

AnKa Love: “Jason, ich sag es dir. Mit der IPW geht es gerade bergab. Es wird Zeit, dass Veritas im Jahr 2026 wieder für klare Verhältnisse sorgt. Wir holen uns unsere Babies zurück und Nubia wird auch wieder on top sein, sobald sie wieder vollständig genesen ist.”

Jason Vance: “Gibt es irgendwelche Updates zu ihr?”

Poppy Love: “Leider nicht. Sie ist immer noch nicht medical cleared für den Ring oder irgendwelche Auftritte, aber sie wird natürlich ihre Awards per Live Videoschaltung entgegennehmen.”

Jason Vance: “Dann wünsche ich auf jeden Fall gute Besserung. Nubia, wir freuen uns alle auf deine Rückkehr.”

AnKa Love: “Nicht so laut, Jason. Irgendwo bekommt sicher ein Alexander Siegfried gerade einen flotten Otto.”

Poppy Love: “Ist der eigentlich schon da?”

Jason Vance: “Ja, der IPW World Champion ist bereits angekommen. Ihr findet ihn in der Music Hall of Fame und wo AnKa gerade etwas von Otto sagte, die Sassy Sissies sind es noch nicht.”

AnKa rollt mit den Augen und gibt ein genervtes Stöhnen von sich.

AnKa Love: “Pfui, wer interessiert sich denn für Lexi und Lulu?”

Poppy Love: “Eindeutig nicht unsere Liga. Was haben die schon erreicht?”

Schnaubt sie verächtlich.

Jason Vance: “Naja, sind sind nach wie vor noch Tag Team Champions, im Gegensatz zu euch, wenn auch …”

Oh, dieser bitterböse Blick von AnKa und Poppy. Die Stimmung kippt sofort. Die Stimme des Briten wird brüchig und er weicht sicherheitshalber zurück.

Jason Vance: “...in einer … anderen …. Liga … aber bestimmt werden die nicht gegen euch den Award zum Tag Team des Jahres gewinnen.”

AnKa Love: “Gerade noch die Kurve bekommen, Jason.”

Der Blick ist weiterhin eisig. Für heute hat er verschissen. Poppy zupft ihre Kleidung zurecht und wirft ihr Haar über die Schulter.

Poppy Love: “AnKa, wir müssen dann auch weiter.”

Jason Vance: “Macht’s gut … ja … da sind sie auch schon weg.”

Die Love Wave hat Jason dann einfach stehen lassen und sind weitergegangen. Auf dem Weg zur Sponsorenwand posieren sie für die Fans noch für Fotos. Fanservice in mehrerer Hinsicht, schließlich könnten auch alle neue oder wiederkehrende Abonnenten sein. An der Fotowand selbst stellen sich beide nebeneinander hin und posieren.



HALLE

Traurigen Blicks schlurft Winnie the Whoops durch die Country Music Hall of Fame. Die Tränen trocknen zwar, aber ihre Schminke ist etwas verlaufen.

“Wie konnten sie Winnies Keksglas nur kaputt machen? Winnie wird jetzt nie Schmitty finden, denn die Leute hier verstehen die einfache Sprache nicht und dabei benutzt Winnie schon keine großen Wörter für die Leute. Winnie muss die Suche nach ihrer allerallerbesten Freundin Schmity Taiho wohl abbrechen. Winnie braucht jetzt etwas zum mampfen. Hunger soll bei Frust helfen. Und das Catering ist nicht weit … doch was ist das? Was riecht Winnie da? Ein Duft, wie der von ihrer allerallerbesten Freundin. Hat sie Schmitty endlich gefunden?”

Die Holly Golly des Wrestlings bleibt abrupt stehen, schließt die Augen und schnüffelt so heftig, dass ihre Nasenflügel flattern. Das macht sie dann so laut, dass andere Gäste um sie herum lieber etwas Abstand nehmen.

Dieser Duft. Winnie kennt ihn, auch wenn er dann doch etwas anders duftet, aber dennoch sehr vertraut. Winnie muss dieser Duftspur folgen. Ooooooh, Winnie ist ja so aufgeregt. Winnie wird gleich ihre Schmitty wiedersehen. Aber Winnie muss konzentriert bleiben.”

Mit geschlossenen Augen tappt Winnie vorwärts, setzt ihren Weg fort und folgt der Duftspur, die sie mit ihrer Nase vernimmt. Dabei weichen ihr Personen aus, die sie sonst angestupst hätte, aber leider kann sie einigen Stehtischen nicht mehr ausweichen.

“‘tschuldigung!”

Winnie the Whoops: “Winnie!”

Der weibliche Clown manövriert sich blind durch das Gedränge und befindet sich jetzt im Cateringbereich.Dass sie bei all den vielen Düften noch den richtigen folgt, ist eine Meisterleistung, sofern sie überhaupt bei ihrem beabsichtigten Ziel ankommt. Sie sollte vielleicht die Hände noch hochhalten, denn sonst knallt sie gleich in die nächste Person … Glück gehabt, sie hält genau hinter der Person und riecht an ihren Haaren.

Das riecht wie Schmitty … oder doch nicht? … Winnie muss sich sicher sein, vorher wird Winnie nicht ihre Augen öffnen.”

Was sind das eigentlich für komische Geräusche, die sie in ihren Ohren vernimmt und warum spürt sie einen kalten Luftzug an ihren Haaren?

Captain, da steht ein Perverser hinter euch. Ich entferne dieses Etwas.”

Der Vielfraß der IPW schaut über die Schulter und erschrickt innerlich. Eine Clownsfratze mit verwischter Schminke blickt sie mit geschlossenen Augen an und die Nasenflügel bewegen sich auf und ab. Gerade möchte Viola Winnie von ihr entfernen, als Jueri noch eine Hand vor den Körper von Viola hält.

Jueri Rampage: “Warte, warte. Nicht so schnell die Kanonen abfeuern. Das ist doch Winnie, oder?”

Winnie öffnet ihre Augen. Zwar steht vor ihr nicht Schmitty Taiho, aber eine imposante Piratin und eine komsiche Frau ohne Haare, die so aussieht, als würde sie zum Frühstück Hufeisen verbiegen.

Wie kann das nur sein? Winnie war sich doch fast sicher, dass sie ihre Schmitty gefunden hat. Aber das hier ist nicht Schmitty, auch wenn sie Ähnlichkeit hat. Und sie kennt Winnies Namen.”

Jueri Rampage: “Du bist doch Winnie, oder?”

Ja klar, ich bin Winnie!

Winnie the Whoops: “Winnie!”

Jueri Rampage: “Und du bist doch immer mit meiner kleinen Schwester Schmitty abgehangen, oder?”

Jaaaa, jaaaaaa, woher weißt du das nur?

Winnie the Whoops: “Wiiiiiniiiie, wiiiiiniiiie, Winne winnie?”

Die Clownin nickt eifrig und grinst. Wie gut, dass Jueri bereits den Namen von Schmitty in den Mund nimmt.

Jueri Rampage: “Hast du die kleine Krabbe schon gefunden? Du warst bei der letzten Worldwide ja auf der Suche nach ihr.”

Winnie lässt die Schultern hängen. Das Grinsen verschwindet, ihre Mudnwinkel sacken nach unten.

Leider nein. Winnie sucht ihre Schmitty immer noch.”

Winnie the Whoops:: “Winnie. Winnie winnie Winnie winnie.”

Die Piratin legt eine Hand auf die Schulter von Winnie und wirkt für einen kleinen Moment fast mütterlich. Die Holly Golly des Wrestlings zuckt kurz zusammen.

Jueri Rampage: “Kopf hoch, kleiner Clownfisch. Mach dir keine Sorgen um die Krabbe. Die wird schon noch auftauchen, aber ich bezweifle, dass sie heute noch in dieser Bucht ankert.”

Winnie the Whoops: “WINNIE?”

Zur Beruhigung legt die blauhaarige Japanerin einen Finger auf die Lippen von Winnie. Die beginnt zu schielen, als sie versucht, den Finger zu fixieren.

Jueri Rampage: “Pscht, pscht. Das ist nicht weiter schlimm. Was hälst du davon: Du schließt dich meiner neuen Crew für heute an und zu dritt genießen wir die Preisverleihung und verputzen ….”

Der Vielfraß dreht sich um zum Buffettisch und greift schnell nach einer kleinen Schüssel, wo sich ein paar Kekse drin befinden. Diese reicht sie dann Winnie.

Jueri Rampage: “... ein paar Kekse zusammen? Die Beute ist reichlich.”

Winnie the Whoops: “WINNIE!”

Sie strahlt nicht nur über beide Wangen, als hätte sie gerade einen Schatz aus puren Gold überreicht bekommen, aber dabei ist Winnie nur ein Clown und keine Piratin. Winnie hat förmlich Sterne, die in ihren Augen glitzern.

Jueri Rampage: “Du bist doch auch nominiert, oder? Bester Newcomer? Der frischeste Wind in den Segeln der IPW in diesem Jahr?”

Wieder nickt sie eifrig.

Winnie the Whoops: “WINNIE!”

Jueri Rampage: “Na also! Und wenn du den K-Win auch gewinnst, dann haben wir noch etwas mehr zu feiern auf der After Show Party. Mit diesem Kleid musst du dich dort sehen lassen.”

Die Japanerin mustert das hübsche schwarz-weiße Karokleid der Wrestlerin aus Clown Town und legt ihr freundschaftlich die Hände an die Oberarme. ViOLA kommt da nicht mehr ganz mit und zieht eine Augenbraue nach oben.

ViOLA: “Captain?”

Jueri Rampage: “Vi, komm schon! Sei kein Griesgram und sag auch mal was Nettes zu unserer neuen Freundin hier.”

Freundin? Winnie ist die Freundin der Schwester ihrer allerallerbesten Freundin? Winnies Herz könnte explodieren vor Freude.”

Die Schottin hustet verlegen und blickt auf Winnies Frisur. Da kann man glatt neidisch werden, aber Haare wachsen bekanntlich nach.

ViOLA: “Nun …. äh … coole Haare. Vor allem diese weißen und schwarzen Strähnen. Das sieht bei der ganzen Einhornkotze richtig wild aus.”

Jueri rammt ViOLA den Ellenbogen in die Seite und schüttelt den Kopf, aber Winnie scheint es zu gefallen und zum ersten Mal am Abend muss der Clown lachen.

Seit wann hat Winnie weiß und schwarz in den Haaren? Da kann Winnie sich überhaupt nicht dran erinnern. Aber Winnie findet die Bezeichnung Einhornkotze sehr lustig.”

Jueri Rampage: “Also, kommst du mit an Bord für heute?”

Winnie the Whoops: “Winnie!”

Jueri Rampage: “Aye, dann ist es beschlossen. Aber vorher polieren wir dein Gesicht wieder auf. Du siehst aus, als wärst du durch ‘ne Teergrube geschwommen. Los ihr Landratten. Wir müssen uns die besten Plätze im Saal erbeuten, sonst muss ich noch wen in den Krakenhold nehmen, um freie Sicht zu haben! ABMARSCH!!”

Jueri marschiert voran, während Winnie freudig hüpfend folgt und ViOLA mit einem tiefen Seufzer das Schlusslicht bildet, wobei sie darauf achtet, dass niemand ihrer neuen, bunten Begleiterin zu nahe kommt.



HALLE

Beinahe wäre dann dem guten Jason auch einer entwischt. Auf der Zielgrade unseres Empfanges auf dem grünen Teppich kann Jason Vance noch Pierre Martín sehen. Die Faust aus Nizza versucht sich an allen vorbeizuschleichen. Doch der Franzose fällt dann doch auf und wird vom Mic-Man gestellt. Sein Anzug in einem hellen Blau, das zu den Farben der Côte d’Azur passt, ist dann doch zu auffällig. Auffällig ist aber auch, das verzogene Gesicht des Franzosen. Jason Vance kommt natürlich seinem Job nach.

Jason Vance: “Oh bonjour Pierre, darf ich dich auch kurz vor die Kameras holen?”

Der Franzose hebt nur kurz den Kopf.

Pierre Martín: “Jason, ganz e`rlisch, mir ist nischt nach reden. Wenn es nach mir persönlich gegangen wäre, dann wäre isch ´eute nischt ´ier. Was soll isch auch ´ier? Isch habe nischts vorzuweisen. Aber es ´errst ja Anwesen´eits Pflischt für PR ünd so. Und nun entschuldige misch. Me´r möschte isch wirklisch nischt sagen.”

Jason Vance: “Au weia… Ähm danke trotzdem Pierre.”

Doch ehe der Dressman ausgesprochen hat, ist der Franzose schon weitergegangen. Und er sieht wirklich nicht danach aus, als sollte ihm heute jemand auf die Nerven gehen.



Jason ist noch etwas enttäuscht, dass er sich mit Pierre Martin nicht länger unterhalten konnte. Soll so sein Abend am grünen Teppich enden? Es sind nur noch wenige Minuten, bis die Award Verleihung anfängt. Soll er schon zu Stellina und Nancy in die Country Music Hall of Fame gehen? Halt, da kommt noch ein Auto an. Und nicht irgendein Auto, sondern ein Porsche 911 in rot … der am Haken eines Abschleppers hängt.

Jason Vance: “Was ist denn da …. he, HALLO? SIE KÖNNEN HIER NICHT EINFACH AUTOS ABSTELLEN!”

Der Brite eilt nach vorne, da wird der Porsche aber bereits abgestellt und als wäre es nicht schon verwunderlich genug, dass überhaupt solch ein Auto hier abgestellt wird, da öffnen sich die Türen des Porsches und Lexi und Lulu, die Sassy Sissies steigen aus. Der Typ vom Abschleppdienst steigt auch aus um das Abkoppeln noch einmal genauer zu kontrollieren.

Jason Vance: “Was zum ….”

Und sofort fangen die beiden an zu plappern.

Lexi Anker: “Oh mein Gott, isch schwöre. Isch werde nie wieder so’m Limbo Dschinni leihen!”

Typ am Abschleppdienst: “Das ist ein Porsche.”

Lulu Goldschmidt: “Porsche, Labor-Djini, was ist denn da der Unterschied?”

Der Typ vom Abschleppdienst schüttelt nur den Kopf und macht dann weiter.

Jason Vance: “Lexi, Lulu, was ist denn dieses Mal wieder mit euch passiert?”

Lexi Anker: “Ey, voll so liegen geblieben die Schleuder, isch schwöre.”

Lulu Goldschmidt: “Oh mein Gott, isch hab so voll meine KfZ Skills ausgepackt und wollte den Motor und so reparieren, aber ging nischt.”

Jason Vance: “Du kennst dich mit Autos aus?”

Lulu Goldschmidt: “Aber sischi. Weißt du, isch war mal mit dem Memmet-Kevin zusammen und der war so im 1. Lehrjahr und hat misch voll mit Wissen vollgepumpt. Weißt du Lexi, das war der mit dem Hahn von dieser griechischen Insel ... wie hieß die nochmal?”

Jason Vance: "Kreta?"

Lulu Goldschmidt: "Nur morgens. Ey, der war so voll laut, isch schwöre. Aber zurück zum heutigen Problem."

Lexi Anker: “Aber all ihr voll krassen Skills brachten nix und weißt du warum?”

Jason Vance: “Na, ihr werdet es mir bestimmt gleich sagen?”

Lexi Anker: “Die Scheiß Karre hatte nischt mal nen Motor!”

Jason Vance: “Kann ich mir vielleicht schon denken, wo das Problem lag?”

Lulu Goldschmidt: “Ja, am Auto. Woran sonst? Isch schwöre, isch so mit meinem Kleid ausgestiegen und voll so in Kauf genommen, dass isch misch schmutzisch mach und dann öffne isch die Motorhaube UND KEIN MOTOR DRIN!”

Lexi Anker: “Isch schwöre, die Karre fährt ohne Motor.”

Jason muss lachen, aber jemand anderem ist nicht zu lachen zumute und es sind nicht die Sassy Sissies.

Typ vom Abschleppdienst: “IHR WOLLT MICH WOHL VERARSCHEN, ODER?”

Er schüttelt ungläubig den Kopf und steigt wieder vorne bei sich ins Führerhaus ein.

Lexi Anker: “Ey, sei mal nischt so aggro. Schwöre ey.”

Lulu Goldschmidt: “Isch schwöre auch, ey. Voll so unysmpatisch.”

Auch wenn er den Ärger des Typen vom Abschleppdienst verstehen kann, möchte sich Jason natürlichg auch etwas auf die Seite des IPW Tag Teams stellen, denn ihm ist was nicht gerade unerhebliches aufgefallen.

Jason Vance: “Sir, sie sollten nächste Mal an die Sicherheit ihrer Kunden denken. Die beiden saßen die ganze Zeit noch in ihrem Auto und hätten bei ihnen vorne sitzen müssen!”

Da kurbelt der Typ sogar sein Fenster herunter…

Typ vom Abschleppdienst: “DAS GESCHNATTER HÄLT DOCH KEINER ZWEI MINUTEN NEBEN SICH AUS!”

und dann fährt er weg. Lexi und Lulu schütteln nur den Kopf und richten erstmal ihre Outfits. Lexi trägt eine rote Anzugjacke über einen schwarzen BH. Eine Kombi, die bei ihr nicht neu ist und die sie bei den kalten Temperaturen eigentlich verflucht, aber hey, es sind immerhin noch um die 10°C. So viel zu kalten Weihnachten. Und immerhin trägt sie unter ihrem roten, knielangen Rock noch eine dunkle Strumpfhose und kniehohe weiße Stiefel mit Absatz. Die Haare trägt sie offen, aber hat ihre ikonische rote Snapbackcap auf dem Kopf. Lulu ist das genaue Gegenteil vom “billigen” Look ihrer Partnerin, denn sie trägt ein schönes, weißes Seidenkleid mit dünnen Schulterträgern und dazu weiße High Heels. Ihre langen, schwarzen Haare, mit den vereinzelten weißen Strähnen, trägt sie offen.

Lexi Anker: “Brrr, kalt. Wir frier’n uns hier voll den geilen Arsch ab, isch schwöre.”

Lulu Goldschmidt: “Wir sollten schnell rein, isch schwöre.”

Jason Vance: “Wollt ihr nicht noch ein paar Fragen beantworten?”

Lexi Anker: “Hä? Was denn für Fragen?”

Lulu Goldschmidt: “Oh mein Gott, wir ercolden hier gleisch, ey.”

Jason Vance: “Ich halte mich dann kurz. Ihr seid für das Tag Team des Jahres nominiert. Glaubt ihr, ihr habt gute Chancen?”

Lexi Anker: “Ey, was ne blöde Frage. Naütrlisch gewinnen wir. Letztes Jahr war’n wir voll so auf Platz zwei, also können wir nur noch steigen.”

Lulu Goldschmidt: “Lexi und isch sind auch immer noch ein Herz und eine Seele Champions in Japan und nächstes Jahr werden wir auch so voll Tag Team Champions in der IPW. Isch schwöre.”

Lexi Anker: “Und isch schwöre auch.”

Jason Vance: “Wo sind eigentlich eure Titel?”

Lexi Anker: “Im Hotel?”

Lulu Goldschmidt: “Jason ist heute aber voll so neben Spur, schwöre.”

Jason Vance: “Naja, alle Champions der IPW sind heute mit ihren Titeln erschienen. Ihr seid da die Ausnahme.”

Lexi Anker: “Das … WAS?”

Lulu Goldschmidt: “Komm Lexi, wir müssen uns so’n Schwachfug nischt anhören. Und isch frier misch den Arsch ab.”

Lulu zieht Lexi am Arm hinter sich her und sie verlassen Jason. Auch wenn sie schnell ins Gebäude wollen, machen sie natürlich an der Sponsorenwand noch Halt und lassen sich ablichten.

Lulu Goldschmidt: “Lexi, am meine kleine Brust!”

*KNIPS*

Jason Vance: “Fans der IPW, das war es dann mit dem grünen Teppich. Ich werde mich jetzt auch beeilen um zeitig für die Eröffnungszeremonie im Saal zu sein. Ich verabschiede mich für heute und wünsche euch allen eine tolle Preisverleihung und allen Nominierten viel Glück.”